Revision request inadmissible for lack of standing

1F_18/2012Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung02.10.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the revision applicant, who had not been a party to the earlier proceedings concerning a wind turbine nuisance dispute, had no standing to seek revision and had not shown any statutory ground under Arts. 121-123 BGG. The submission amounted only to criticism of the prior judgment. The Court therefore did not enter into the request and charged the applicant with court costs of CHF 1,000.

Omnilex-Regeste

Arts. 121-123 BGG; standing and grounds for revision of a Federal Supreme Court judgment: revision is an exceptional remedy available only to persons entitled to apply and only for the statutory grounds exhaustively listed in the Act. A person who was not a party to the prior proceedings and does not allege succession into the legal position of a party lacks standing. Mere criticism of the prior judgment, unlinked to a cognizable revision ground, is insufficient; absent an invoked statutory ground, the Court will not enter into the request without exchange of briefs (Art. 127 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1F_18/2012

Urteil vom 2. Oktober 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Karlen, Chaix,
Gerichtsschreiber Haag.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

  1. A.________,
  2. B.________,
  3. C.________,
  4. D.________,
  5. E.________ und F.________,
  6. G.________und H.________,
  7. I.________ und K.________,
    Gesuchsgegner,

Gemeinderat Altikon, Schloss, 8479 Altikon,
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Walchestrasse 19, Postfach, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil 1C_178/2012 vom 22. August 2012 des Schweizerischen Bundesgerichts.

Erwägungen:

1.
Y.________ betreibt auf ihrem Grundstück Kat.-Nr. 680 in Altikon eine Kleinwindkraftanlage zur Stromerzeugung, welche im Jahr 2010 zu "Lärmklagen" mehrerer Nachbarn führte. Der Gemeinderat Altikon erliess am 21. März 2011 eine Verfügung, mit welcher die Grundeigentümerin Y.________ aufgefordert wurde, innert 30 Tagen eine Wartung der Anlage durchführen zu lassen, und innert 10 Tagen nach der Wartung dem Gemeinderat einen Bericht der betreffenden Firma über die vorgenommenen Wartungsarbeiten vorzulegen. Gegen diese Verfügung von Y.________ beim Baurekursgericht und beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich eingereichte Rechtsmittel blieben erfolglos. Das Bundesgericht wies eine gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts gerichtete Beschwerde mit Urteil 1C_178/2012 vom 22. August 2012 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit einer als Revisionsbegehren bezeichneten Eingabe an das Bundesgericht vom 4. September 2011 kritisiert X.________ das bundesgerichtliche Verfahren und das Urteil vom 22. August 2012.

2.
Der Gesuchsteller ist nach seinen Ausführungen der Vater der Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren 1C_178/2012. Er war an diesem Verfahren selbst nicht beteiligt und macht nicht geltend, er sei in die Rechtsstellung seiner Tochter eingetreten. Es ist somit nicht ersichtlich, inwiefern er zur Einreichung eines Revisionsgesuchs berechtigt sein könnte.

3.
Die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ist aus den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen zulässig. Eine Verletzung von Verfahrensvorschriften macht der Gesuchsteller nicht geltend (Art.121 BGG). Die Revision aufgrund der Verletzung der EMRK fällt offensichtlich nicht in Betracht (Art. 122 BGG). Auch hinsichtlich der in Art. 123 BGG genannten anderen Gründe sind die Voraussetzungen für eine Revision nicht erfüllt. Der Gesuchsteller beanstandet das Urteil vom 22. August 2012 in verschiedener Hinsicht, ohne zu behaupten, es liege ein Revisionsgrund vor. Auf das Revisionsgesuch ist somit ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten.

4.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und Y.________, dem Gemeinderat Altikon, der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Amt für Wirtschaft und Arbeit, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, und dem Bundesamt für Umwelt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Oktober 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Aemisegger

Der Gerichtsschreiber: Haag

Schlagwörter

revisionstandinginadmissibilitycourt costsmunicipal orderwind turbinerevision grounds

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the applicant had standing to file a request for revision of the prior Federal Supreme Court judgment.

Extrahierter Entscheid

He lacked standing because he had not participated in the prior proceedings and did not claim to have succeeded to his daughter's legal position.

Extrahierte Begründung

Revision is available only to persons entitled under the Federal Supreme Court Act. As the applicant was not a party to the earlier case and alleged no succession into the appellant's legal position, entitlement was not shown.

Kernrechtsfrage

Whether any statutory grounds for revision under Arts. 121-123 BGG were invoked or established.

Extrahierter Entscheid

No. The applicant did not allege a procedural violation or any other cognizable ground for revision.

Extrahierte Begründung

The submission merely criticized the prior judgment without tying the complaints to a statutory revision ground; revision based on ECHR violations was manifestly excluded on the facts.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the applicant.

Extrahierte Begründung

As the request was not entered into, the costs followed the unsuccessful applicant under Art. 66 BGG.

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