Revision of Federal Court non-entry judgment denied

1F_24/2013Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung29.07.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ requested revision of a Federal Court judgment of 30 May 2013 that had not entered into his complaint for lack of sufficient reasoning. He invoked Art. 121 lit. c and d BGG and Art. 123 para. 2 lit. a BGG. The Court held that his arguments attacked the prior legal assessment rather than an omitted request, failed to identify any decisive overlooked facts, and did not show that newly discovered materials could have affected the earlier non-entry decision. The revision request was rejected without exchange of written submissions, and CHF 500 in court costs were charged to the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 121 lit. c and d BGG; Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG; revision of a Federal Court judgment. Revision is an extraordinary remedy of limited scope and cannot be used to challenge the legal assessment of the previous decision. Under Art. 121 lit. c BGG, revision requires an actually unbeurteilte request; mere dissatisfaction with the court's treatment of submissions is insufficient. Under Art. 121 lit. d BGG, the applicant must identify specific decisive facts in the file that were overlooked by mistake and that would have led to a different outcome. Under Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, newly discovered facts or evidence must be shown to be material to the earlier judgment; otherwise revision is unavailable. Where no ground is established, the request is dismissed and costs follow under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

1F_24/2013

Urteil vom 29. Juli 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Chaix,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich,

Bausektion der Stadt Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_541/2013 vom 30. Mai 2013.

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 30. Mai 2013 mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf eine Beschwerde von X.________ nicht eingetreten ist (1C_541/2013);

dass X.________ mit Eingabe vom 15. Juli 2013 (Postaufgabe 17. Juli 2013) um Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1C_541/ 2013 vom 30. Mai 2013 ersucht hat;
dass sich der Gesuchsteller auf Art. 121 lit. c und d BGG sowie Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG beruft;
dass gemäss Art. 121 lit. c BGG die Revision verlangt werden kann, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind;
dass sich die entsprechende Rüge des Gesuchstellers nicht auf einen Verfahrensantrag oder einen Antrag in der Sache bezieht, sondern vielmehr auf ein Vorbringen des Gesuchstellers, welches nicht in seinem Sinn gewürdigt worden ist;
dass dies eine Kritik an der rechtlichen Würdigung darstellt, welche im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;
dass gemäss Art. 121 lit. d BGG die Revision verlangt werden kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat;

dass dieser Revisionsgrund nur angerufen werden kann, wenn "erhebliche Tatsachen" unberücksichtigt geblieben sind, das heisst solche, die zugunsten des Gesuchstellers zu einer anderen Entscheidung geführt hätten, wenn sie berücksichtigt worden wären;
dass sich dem Revisionsgesuch nicht entnehmen lässt, welche konkreten Tatsachen das Bundesgericht versehentlich nicht berücksichtigt haben sollte und inwiefern diese erheblich sein sollten und bei ihrer Berücksichtigung zu einer anderen Entscheidung geführt hätten;
dass gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG die Revision zudem verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind;
dass dieser Revisionsgrund bereits deshalb nicht gegeben ist, weil weder dargetan noch ersichtlich ist, inwiefern die neuen Unterlagen sich auf das Urteil (mangelhafte Beschwerdebegründung) hätten auswirken können;
dass ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) das Revisionsgesuch abzuweisen ist;
dass die Gerichtskosten entsprechend dem Verfahrensausgang dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt das Bundesgericht:

1.

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich, der Bausektion der Stadt Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juli 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Schlagwörter

revisionnon-entryinsufficient reasoningoverlooked factsnew evidencecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether revision was available under Art. 121 lit. c BGG because some requests were allegedly left undecided.

Extrahierter Entscheid

The complaint concerned the court's legal assessment, not an omitted procedural or substantive request; this does not justify revision.

Extrahierte Begründung

Revision under Art. 121 lit. c BGG presupposes an actual unresolved request. A challenge to how submissions were assessed is not reviewable in revision.

Kernrechtsfrage

Whether revision was available under Art. 121 lit. d BGG because the Court allegedly overlooked decisive facts in the file.

Extrahierter Entscheid

No concrete overlooked decisive facts were identified, nor shown to be capable of leading to a different outcome.

Extrahierte Begründung

The applicant failed to specify which file facts were omitted, why they were material, and how their consideration would have changed the prior non-entry judgment.

Kernrechtsfrage

Whether revision was available under Art. 123 para. 2 lit. a BGG based on newly discovered facts or evidence.

Extrahierter Entscheid

The asserted new materials were not shown to affect the prior judgment, which turned on an insufficient appeal statement.

Extrahierte Begründung

This ground fails where the new facts or evidence could not have altered the basis of the earlier judgment and no such effect was demonstrated.

Kernrechtsfrage

Disposition of the revision request and costs.

Extrahierter Entscheid

The revision request was denied without exchange of written submissions, and costs were imposed on the applicant.

Extrahierte Begründung

Because none of the invoked revision grounds was established, the request had to be rejected; costs follow the outcome under Art. 66 para. 1 BGG.

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