Non-entry on poorly reasoned constitutional complaint

1P.333/2004Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung10.06.2004Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The applicant challenged a cantonal decision refusing free legal aid in a road-law matter. The Federal Supreme Court held that the constitutional complaint did not meet the strict reasoning requirements of Art. 90(1)(b) OG because it did not address the grounds of the challenged decision and did not specify any constitutional violation. It therefore did not enter into the complaint. The request for free legal aid before the Federal Supreme Court was rejected because the complaint was hopeless. No court costs were levied.

Omnilex-Regeste

Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; substantiation requirements of the staatsrechtliche Beschwerde: the complaint must set out the essential facts and, in a concise but sufficiently specific manner, indicate which constitutional rights or legal norms were violated and how. The Federal Supreme Court examines only clearly and expressly raised grievances; mere disagreement with the reasoning of the challenged decision is insufficient (consid. 3). A request for free legal aid under Art. 152 OG must be denied where the proceeding is manifestly hopeless. Under Art. 36a OG, a deficiently reasoned constitutional complaint is disposed of by non-entry.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1P.333/2004 /sta

Urteil vom 10. Juni 2004
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesgerichtsvizepräsident Nay, Bundesrichter Eusebio,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Gemeinde Schlierbach, vertreten durch den Gemeinderat, Dorf 16, 6231 Schlierbach,
Regierungsrat des Kantons Luzern, Regierungsgebäude, Bahnhofstrasse 15, 6002 Luzern,
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Obergrundstrasse 46, 6002 Luzern.

Gegenstand
Strassenrecht; unentgeltliche Rechtspflege,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 28. April 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 20. Mai 2003 genehmigte der Regierungsrat des Kantons Luzern den Entscheid des Gemeinderats Schlierbach betreffend Projektbewilligung für die Änderung des Herrenwegs (Privatstrasse) und wies gleichzeitig die Verwaltungsbeschwerde von X.________ ab. Gegen diesen Entscheid erhob X.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern und ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege und um einen unentgeltlichen Rechtsbeistand. Mit Verfügung vom 28. April 2004 wies das Verwaltungsgericht dieses Gesuch ab, da die Beschwerde aussichtslos sei.
2.
X.________ führt mit Eingabe vom 5. Juni 2004 staatsrechtliche Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern. Dabei ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3.
Eine staatsrechtliche Beschwerde muss gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen).

Diesen Anforderungen genügt die vorliegende Beschwerde nicht. Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Begründung in der angefochtenen Verfügung nicht auseinander und legt daher nicht dar, inwiefern diese verfassungs- oder konventionswidrig sein soll. Mangels einer genügenden Begründung ist deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten.
4.
Das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde von vornherein als aussichtslos erwies (Art. 152 OG). Von der Erhebung von Verfahrenskosten kann jedoch ausnahmsweise abgesehen werden.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Es werden keine Kosten erhoben.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Gemeinde Schlierbach sowie dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Juni 2004
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementlegal aidhopeless appealcourt costsroad law

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint satisfied the required reasoning under Art. 90(1)(b) OG

Extrahierter Entscheid

No. The complaint did not engage with the reasons in the challenged decision or show any constitutional or conventional violation.

Extrahierte Begründung

In constitutional complaints, the Federal Supreme Court examines only clearly and specifically raised grievances. The filing lacked the necessary factual and legal substantiation.

Kernrechtsfrage

Whether the applicant was entitled to free legal aid before the Federal Supreme Court

Extrahierter Entscheid

No. The request was denied because the complaint was manifestly hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the complaint was inadmissible for lack of adequate reasoning, it was doomed to fail from the outset and did not justify legal aid.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.