Inadmissibility for insufficient appeal reasoning in tax case

2C_439/2010Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung20.05.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's filing did not substantively challenge the cantonal court's non-entry reasoning regarding legal aid and the advance payment. Because the appeal failed to satisfy the statutory reasoning requirements, the court did not enter into the matter in simplified proceedings. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; challenge to a non-entry decision: the appeal must, with reference to the decisive grounds of the lower court, set out in a concise manner why the challenged decision violates law. Where the appealed judgment is itself a non-entry decision, the appellant must specifically address the reasons for non-entry; a merely appellatory or unexplained submission is insufficient. If the deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may decline to enter the matter in simplified procedure under Art. 108 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_439/2010

Urteil vom 20. Mai 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Thurgau,

Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau.

Gegenstand
Staats- und Gemeindesteuern / Direkte Bundessteuern 2004-2007,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 14. April 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau.

Erwägungen:

1.
Im Rechtsmittelverfahren betreffend die Staats- und Gemeindesteuern bzw. die direkten Bundessteuern 2004 - 2007 lehnte die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau mit Verfügung ihrer Präsidentin vom 9. März 2010 ein Gesuch von X.________ um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab, weil er über ein Vermögen von Fr. 66'000.-- verfüge; entsprechend wurde er zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufgefordert. Dagegen gelangte X.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, welches mit Entscheid vom 14. April 2010 auf die Beschwerde nicht eintrat. Mit Eingabe vom 18. Mai 2010 ficht X.________ den verwaltungsgerichtlichen Entscheid beim Bundesgericht an. Es ist weder ein Schritenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.
Gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Begründung muss sachbezogen sein, d.h. der Beschwerdeführer muss sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzen. Wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, muss in der Rechtsschrift auf die von der Vorinstanz angeführten Nichteintretensgründe eingegangen werden.
Das Verwaltungsgericht hat seinen Nichteintretensentscheid damit begründet, dass die Beschwerde gegen die Zwischenverfügung der Rekurskommission keine verständliche, die Frage der unentgeltlichen Rechtspflege und der Vorschusserhebung betreffende Begründung enthalte. Zu dieser Entscheidbegründung lässt sich weder der dem Bundesgericht vorgelegten Beschwerdeschrift selber noch den auf der Kopie des angefochtenen Entscheids angebrachten Anmerkungen etwas Substanzielles entnehmen. Es fehlt mithin offensichtlich an einer hinreichenden Beschwerdebegründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), sodass auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.
Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Mai 2010
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

legal aidappeal reasoningnon-entry decisionadvance paymentsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the cantonal non-entry decision met the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not address the decisive non-entry reasons and therefore lacked sufficient reasoning.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(1) and (2) BGG, the appeal must identify the relief sought and, in a targeted way, explain how the challenged decision violates law. When a non-entry decision is challenged, the appellant must engage with the reasons for non-entry. The submission contained no substantive response to the cantonal court's finding that the prior complaint lacked comprehensible reasoning on legal aid and the advance payment.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be dealt with under the simplified procedure

Extrahierter Entscheid

Yes, the court applied the simplified procedure because the inadmissibility was obvious.

Extrahierte Begründung

The absence of adequate reasoning was manifest, allowing non-entry under the simplified procedure of Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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