Revision of Federal Supreme Court non-entry decision denied

2F_11/2014Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung04.07.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a request to revise its earlier non-entry judgment in a Zurich tax matter. It held that the applicant had not shown any statutory revision ground: he failed to identify unresolved requests and merely sought to relitigate the legal assessment underlying the inadmissibility decision. The court explained that a revision under Art. 121 lit. d BGG requires pointing to a concrete, material fact or statement overlooked in the previous submission, which the applicant did not do. The revision request was dismissed insofar as admissible, and court costs of CHF 600 were charged to the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 121-124 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment, especially of a non-entry decision: revision is an extraordinary remedy limited to the exhaustively enumerated grounds and must be invoked within the statutory time limit with substantiation under Art. 42 Abs. 2 BGG. Where revision is sought against a non-entry judgment, the alleged ground must relate to the specific inadmissibility reasoning adopted by the Court; revision cannot serve to reopen the substantive legal assessment of the original submissions. Under Art. 121 lit. c BGG, the applicant must identify unresolved requests; under Art. 121 lit. d BGG, he must specify a concrete, material fact or assertion contained in the file that was inadvertently overlooked. Failure to do so renders the request manifestly unfounded and permits disposal without further instructions under Art. 127 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

2F_11/2014

Urteil vom 4. Juli 2014

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichterin Aubry Girardin,
Bundesrichter Stadelmann,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

Kantonales Steueramt Zürich, Dienstabteilung Recht, Postfach, 8090 Zürich,
Regierungsrat des Kantons Zürich,
Kaspar Escher-Haus, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich,
2. Abteilung, Militärstrasse 36, 8004 Zürich.

Gegenstand
Staats- und Gemeindesteuern und direkte Bundessteuer; Aufsichtsbeschwerde,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_400/2014 vom 4. Mai 2014.

Erwägungen:

1.

Mit Urteil 2C_400/2014 vom 4. Mai 2014 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde von A.________ gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. März 2014 betreffend ein Aufsichtsverfahren im Zusammenhang mit den Staats- und Gemeindesteuern und der direkte Bundessteuer 2010 nicht ein. Mit vom 12. Juni 2014 datierter, am 20. Juni 2014 zur Post gegebener Rechtsschrift beantragt A.________ dem Bundesgericht die Revision des Urteils 2C_400/2014.

2.

Bereits zuvor hatte A.________ beim Bundesgericht (Eingang 20. Juni 2014) ein vom 12. Mai 2014 datiertes Akteneinsichtsgesuch eingereicht. Das Gesuch wurde mit Schreiben des Generalsekretärs des Bundesgerichts vom 24. Juni 2014 beantwortet. Präzisierend dazu ist darauf hinzuweisen, dass sich im Dossier 2C_400/2014 ausschliesslich A.________ bekannte Aktenstücke befinden, nämlich seine in jenem Verfahren eingereichte Beschwerdeschrift, Kopien seiner Beschwerdebeilagen sowie eine auch von ihm selber eingereichte Kopie des Gegenstand jener Beschwerde bildenden Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. März 2014, nebst natürlich einer Ausfertigung des bundesgerichtlichen Urteils 2C_400/2014 vom 4. Mai 2014.

3.

3.1. Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfertigung in Rechtskraft (Art. 61 BGG). Das Gericht kann darauf nicht zurückkommen, es sei denn, es werde einer der vom Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe (Art. 121 - 123 BGG) fristgerecht (Art. 124 BGG) geltend gemacht, wobei darzulegen ist, inwiefern der behauptete Revisionsgrund verletzt worden sei (Begründungspflicht nach Art. 42 Abs. 2 BGG).

3.2. Der Gesuchsteller erwähnt, dass die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids gemäss Art. 121 BGG verlangt werden kann, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind bzw. wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. In der Folge zeigt der Gesuchsteller nicht auf, welche Anträge unbeurteilt geblieben wären (Art. 121 lit. c BGG); dass bei einem Nichteintretensurteil Anträge nicht materiell geprüft werden, ist sachbedingt. Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. b BGG fällt ausser Betracht.

Hingegen meint der Gesuchsteller, das Bundesgericht habe in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt (Art. 121 lit. d BGG). Auch diesbezüglich ist jedoch von Bedeutung, dass die Revision eines Nichteintretensurteils verlangt wird; der geltend gemachte Revisionsgrund muss sich auf den vom Bundesgericht herangezogenen Nichteintretensgrund beziehen. Das Bundesgericht hat im ursprünglichen Verfahren die Vorbringen des Gesuchstellers in der vom 1. April 2014 datierten (am 28. April 2014 zur Post gegebenen) Rechtsschrift im Hinblick auf die Erwägungen des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 12. März 2014 geprüft und an den gesetzlichen Begründungsanforderungen gemessen, die einzuhalten gewesen wären (Art. 42 Abs. 2 BGG und namentlich Art. 106 Abs. 2 BGG). Es kam bei der Würdigung der beschwerdeführerischen Vorbringen zur Einschätzung, dass diese Anforderungen nicht erfüllt waren. Es handelt sich dabei grundsätzlich um eine rechtliche Würdigung der Rechtsschrift, die als solche der Revision nicht zugänglich ist. Der Gesuchsteller müsste im Hinblick auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG darlegen, welche konkrete und im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG wesentliche in seiner Rechtsschrift vom 1. April 2014 enthaltene Äusserung das Bundesgericht übersehen habe; dies tut er nicht.

3.3. Das Revisionsgesuch erweist sich als offensichtlich unbegründet. Es ist ohne Schriftenwechsel oder sonstige Instruktionsmassnahmen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Art. 127 BGG).

3.4. Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Kantonalen Steueramt Zürich, dem Regierungsrat des Kantons Zürich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Juli 2014

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Schlagwörter

revisionnon-entry decisiontax procedureinadmissibilityoverlooked factscosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request met a statutory revision ground under Art. 121-123 BGG.

Extrahierter Entscheid

No revision ground was properly substantiated; the request was therefore inadmissible to that extent and otherwise unfounded.

Extrahierte Begründung

The applicant did not show any unresolved requests under Art. 121 lit. c BGG. A claim under Art. 121 lit. d BGG failed because revision cannot be used to challenge the legal assessment of his previous submissions; he also did not identify any concrete overlooked statement material to the inadmissibility reasoning.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs for the revision proceedings.

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the applicant according to the outcome.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under the Federal Supreme Court Act.

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