Non-entry for insufficiently reasoned appeal

4A_152/2007Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung25.05.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In an employment dispute over provisional measures, the Federal Court held that the appellant's two submissions failed to satisfy the BGG reasoning requirements because they did not engage with the cantonal court's grounds and did not show which rights had been violated. The court therefore did not enter into the appeal. The request for suspensive effect became moot, and the court exceptionally waived costs, rendering the cost-waiver request moot as well.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 and 117 BGG; admissibility of a Federal Supreme Court appeal: the appellant must, by reference to the reasoning of the challenged decision, substantiate in a precise and reasoned manner which rights were violated. Mere dissatisfaction or unsupported assertions do not suffice. If this minimum substantiation is lacking, the appeal is not entered into under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Ancillary requests such as suspensive effect fall away with the non-entry decision; where costs are exceptionally not levied under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG, a request for cost waiver becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_152/2007 /wim

Urteil vom 25. Mai 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Christian Klein.

Gegenstand
Arbeitsvertrag,

Beschwerde in Zivilsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 21. März 2007.

Der Präsident hat in Erwägung,
dass zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin vor dem Bezirksgericht Bülach ein Prozess hängig ist, in welchem der Beschwerdeführer ein Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen stellte;

dass das Bezirksgericht Bülach das Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit Beschluss vom 3. November 2006 abwies;

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Beschluss an das Obergericht des Kantons Zürich rekurrierte, das auf sein Rechtsmittel mit Beschluss vom 21. März 2007 nicht eintrat;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 20. April 2007 datierte Eingabe einreichte, in der er sinngemäss erklärte, den Beschluss des Obergerichts vom 21. März 2007 anfechten zu wollen;

dass der Beschwerdeführer mit Präsidialbrief vom 25. April 2007 darauf hingewiesen wurde, dass seine Eingabe die Anforderungen nicht erfülle, die gemäss dem Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (BGG) an ein Rechtsmittel gestellt werden, und er aufgefordert wurde, zu erklären, ob er darauf bestehe, dass ein bundesgerichtliches Verfahren eröffnet werde;

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Mai 2007 erklärte, er wolle gegen den Beschluss des Obergerichts vom 21. März 2007 Beschwerde erheben, und um Gewährung der aufschiebenden Wirkung für die Beschwerde ersuchte;

dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);

dass weder die Eingabe des Beschwerdeführers vom 20. April 2007 noch jene vom 7. Mai 2007 diese Begründungsanforderungen erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Gewährung aufschiebender Wirkung gegenstandslos wird;

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das sinngemäss gestellte Gesuch um Erlass der Gerichtskosten gegenstandslos wird;

im Verfahren nach Art. 108 BGG erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Mai 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementsuspensive effectcourt costsemployment disputeprovisional measures

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

No. The submissions did not explain, with reference to the challenged decision, which rights were violated and why.

Extrahierte Begründung

Under Arts. 42(2), 106(2) and 117 BGG, an appeal must specifically address the reasoning of the cantonal decision. The appellant's letters of 20 April and 7 May 2007 did not do so.

Kernrechtsfrage

Request for suspensive effect

Extrahierter Entscheid

It became moot once the appeal was not entered into.

Extrahierte Begründung

The main appeal was dismissed at the admissibility stage, so no separate interim relief question remained.

Kernrechtsfrage

Request for waiver of court costs

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged, so the request became moot.

Extrahierte Begründung

Because the court exceptionally refrained from imposing costs under Art. 66(1) second sentence BGG, there was nothing to waive.

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