Non-entry for insufficiently reasoned constitutional complaint; costs imposed

4D_68/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung05.08.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the Zurich Administrative Court's decision concerning costs arising from an unsuccessful attempt to have a foundation re-entered in the commercial register. The Federal Supreme Court held that the constitutional complaint did not comply with the strict reasoning requirements: it failed to address the cantonal court's reasons and relied on facts beyond the binding findings without showing admissibility. The court therefore did not enter into the complaint and ordered court costs of CHF 500 against the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b, Art. 117 and Art. 118 Abs. 2 BGG; requirements for a constitutional complaint: the pleading must, with reference to the reasoning of the challenged decision, set out specifically which constitutional or other rights were violated and why. The Federal Supreme Court examines alleged violations of fundamental rights and cantonal constitutional rights only if they are expressly raised and substantiated. A submission that merely restates the appellant's own factual version, without engaging with the cantonal reasoning and without demonstrating why new factual allegations would be admissible, is manifestly insufficient and leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4D_68/2010

Urteil vom 5. August 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Handelsregisteramt des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Handelsregistereintrag; Kostenauflage,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Abteilung, vom 1. April 2010.
In Erwägung,
dass das Handelsregisteramt des Kantons Zürich mit Verfügung vom 23. September 2009 die von X.________ (Beschwerdeführer) beantragte Wiedereintragung der XXX.________-Stiftung in das Handelsregister verweigerte, indem es die Handelsregisteranmeldung des Beschwerdeführers als gesetzeswidrig beanstandete;
dass die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich auf einen vom Beschwerdeführer gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs mit Verfügung vom 17. November 2009 nicht eintrat und dem Beschwerdeführer die Kosten im Betrag von Fr. 476.-- auferlegte;
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich eine gegen diesen Kostenentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 1. April 2010 abwies;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 10. Mai 2010 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 1. April 2010 mit Beschwerde anfechten zu wollen;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass sich der Beschwerdeführer nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt, sondern dem Bundesgericht einen Sachverhalt unterbreitet, der über den vorinstanzlich verbindlich festgestellten hinausgeht, ohne rechtsgenügend zu begründen, inwiefern dies nach Art. 118 Abs. 2 BGG zulässig sein soll;
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 10. Mai 2010 die erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;
dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. August 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Leemann

Schlagwörter

commercial registernon-entryconstitutional complaintreasoning requirementscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

It did not, because the appellant failed to address the cantonal reasoning and did not properly explain any alleged violations.

Extrahierte Begründung

The submission did not engage with the challenged decision and introduced facts beyond the binding findings without showing why this would be admissible under Art. 118(2) BGG; therefore the pleading was manifestly insufficient under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs for the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66(1) BGG.

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