Appeal against involuntary psychiatric commitment dismissed

5A_199/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung08.04.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the appeal against the Basel-Stadt Psychiatric Appeals Commission's decision upholding the appellant's involuntary psychiatric commitment and continued retention until 16 April 2008. It held that the appellant raised no specific factual or constitutional objections, so it was bound by the lower court's findings on his illness, need for treatment, and risk of self-harm. On that basis, the commitment under Art. 397a ZGB was lawful. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; review of findings of fact and involuntary psychiatric commitment. The Federal Supreme Court is bound by the factual findings of the previous instance unless they are manifestly incorrect or otherwise unlawful; such review requires specific constitutional criticism in the appeal. Where no substantiated factual objections are raised, the Court must proceed from the lower court's findings. A commitment under Art. 397a ZGB is lawful if, in light of the established facts, necessary personal care and protection from self-endangerment cannot otherwise be ensured; the family burden may also be considered under Art. 397a Abs. 2 ZGB. In summary procedure under Art. 109 BGG, an appeal manifestly lacking merit is dismissed.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_199/2008/bnm

Urteil vom 8. April 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterinnen Hohl, Jacquemoud-Rossari,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt,
Psychiatrierekurskommission, Postfach, 4001 Basel.
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde gegen den Entscheid vom 28. März 2008 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt.

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde (Postaufgabe: 31. März 2008) gegen den Entscheid vom 28. März 2008 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt, die einen Rekurs des (1976 geborenen) Beschwerdeführers gegen seine am 14. März 2008 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung in die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel abgewiesen und die ärztliche Klinikleitung ermächtigt hat, den Beschwerdeführer ohne neuen Entscheid längstens bis zum 16. April 2008 in der Klinik zurückzubehalten,

in Erwägung,
dass die Psychiatrie-Rekurskommission - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung des Beschwerdeführers - erwog, der zum zweiten Mal in die Universitären Psychiatrischen Kliniken eingewiesene, an einer .... leidende Beschwerdeführer habe keine Krankheits- und Behandlungseinsicht und müsse daher unbedingt stationär behandelt werden, weil er (wie nach dem ersten Klinikaufenthalt) sonst die Medikamente absetzen und innert kurzer Zeit sich selbst, Gefährdung der beruflichen und sozialen Zukunft) gefährden würde, zumal seine Krankheit auch eine übermässige Belastung für seine gesamte Familie darstelle,
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.4.2 zu Art. 92 Entwurf, S. 4338), oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen (Botschaft, a.a.O. Ziff. 4.1.4.2 zu Art. 92 Entwurf, S. 4338) dargelegt wird (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt über den Krankheitszustand des Beschwerdeführers, seine Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des von der Psychiatrie-Rekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung des Beschwerdeführers in die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes des Beschwerdeführers nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann, bis die freiwillige Medikamenteneinnahme sichergestellt ist, wobei auch die Belastung zu berücksichtigen ist, die der Beschwerdeführer für seine Umgebung bedeutet (Art. 397a Abs. 2 ZGB),
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. April 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

involuntary commitmentpsychiatric treatmentself-endangermentbinding findings of factconstitutional complaintcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the psychiatric commitment was admissible and substantiated.

Extrahierter Entscheid

The appeal was admissible only to the extent it met the legal requirements, but it was manifestly unfounded because no cognizable factual objections were raised.

Extrahierte Begründung

The Federal Supreme Court was bound by the lower court's findings absent specific constitutional criticism; the appellant raised no factual complaints, so the lower court's findings stood.

Kernrechtsfrage

Whether the involuntary commitment under Art. 397a ZGB was lawful.

Extrahierter Entscheid

The commitment was lawful because the appellant required inpatient psychiatric treatment and could not otherwise be adequately protected from self-endangerment.

Extrahierte Begründung

Based on the established facts, only a station­ary treatment ensured protection until voluntary medication intake could be secured; the burden on the family was also relevant.

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