Non-entry due to insufficiently reasoned debt enforcement complaint

5A_204/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung24.03.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a complaint against a Schaffhausen supervisory decision in debt enforcement matters. It held that the filing did not satisfy the statutory reasoning requirements because it failed to engage with the cantonal court's decisive considerations or to show any violation of law or constitutional rights. The complaint was therefore not entered into under the simplified procedure. As the complaint was hopeless, the request for free legal aid was refused, and court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b und Art. 64 Abs. 1 BGG; requirement of adequate reasoning for a complaint to the Federal Supreme Court. The pleading must, in light of the challenged decision's reasoning, set out succinctly and specifically which legal norms or constitutional rights were violated and why. Mere assertions or repetition of prior submissions are insufficient. Where the complaint manifestly fails to meet these requirements, the Court may decline to enter into the matter in simplified procedure. In such a case, legal aid is excluded if the filing is devoid of prospects of success, and costs are charged to the unsuccessful party (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_204/2011

Urteil vom 24. März 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Betreibungsamt Y.________.

Gegenstand
Rechtsverweigerung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 11. März 2011 des Obergerichts des Kantons Schaffhausen (Aufsichtsbehörde über das Schuldbetreibungs- und Konkurswesen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 11. März 2011 des Obergerichts des Kantons Schaffhausen, das (als SchK-Aufsichtsbehörde) auf eine Aufsichtsbeschwerde der Beschwerdeführerin gegen das Betreibungsamt Y.________ "infolge nichtausführung sämtlicher eingeleiteter betreibungen" nicht eingetreten ist,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, die Beschwerdeführerin sei der Aufforderung zur Nachreichung einer Begründung (Art. 32 Abs. 4 SchKG) ihrer keine Begründung enthaltenden Beschwerde nicht nachgekommen, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten sei,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, inwiefern die Verfügung des Obergerichts vom 11. März 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Betreibungsamt Y.________ und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. März 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

debt enforcementnon-entryreasoning requirementsfree legal aidcourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint met the reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not sufficiently engage with the cantonal court's reasons and therefore was not admissible.

Extrahierte Begründung

A complaint must explain in a concise manner how the challenged decision violates law, including constitutional rights when invoked. Because the appellant failed to do so, the court could not review the merits.

Kernrechtsfrage

Whether the request for free legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Free legal aid was denied because the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 64 BGG, legal aid is unavailable when the filing is hopeless; the non-reasoned complaint was obviously futile.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must pay court costs.

Extrahierte Begründung

As the losing party, the appellant is liable for costs under Art. 66 BGG.

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