Late appeal against maintenance order inadmissible

5A_362/2014Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung02.05.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appeal against the cantonal decision on modification of divorce protection measures was filed out of time and was therefore manifestly inadmissible. It further noted that the filing lacked the clear constitutional reasoning required for such a challenge. The request for free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Omnilex-Regeste

Art. 100 Abs. 1, 48 Abs. 1, 46 Abs. 2, 64 Abs. 1, 66 Abs. 1 and 108 Abs. 1 lit. a BGG; appeal against a decision under Art. 98 BGG concerning provisional measures: the deadline runs without suspension of time limits under Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG being applicable. An appeal lodged after expiry of the 30-day period is manifestly inadmissible and may be disposed of under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. In appeals subject to Art. 98 BGG, only constitutional grievances that are clearly and specifically substantiated are admissible; absent such reasoning, the appeal is likewise inadmissible. Free legal aid is refused where the appeal lacks prospects of success. Costs are borne by the unsuccessful party; no party compensation is due absent a contrary basis.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

5A_362/2014

Urteil vom 2. Mai 2014

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Abänderung Eheschutzentscheid,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 14. März 2014 des Kantonsgerichts St. Gallen (Einzelrichter im Familienrecht).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 14. März 2014 des Kantonsgerichts St. Gallen betreffend Abänderung von Eheschutzmassnahmen,
in das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG innert 30 Tagen nach der Eröffnung des kantonalen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post zu übergeben ist (Art. 100 Abs. 1, 48 Abs. 1 BGG),
dass der Friststillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG in Fällen wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen einen im Rahmen eines Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen ergangenen Entscheid und damit gegen einen Entscheid im Sinne von Art. 98 BGG richtet (BGE 133 III 393 E. 5 S. 396 f.), kraft der ausdrücklichen Vorschrift des Art. 46 Abs. 2 BGG nicht gilt,
dass der Entscheid des Kantonsgerichts vom 14. März 2014 der Anwältin des Beschwerdeführers am 20. März 2014 eröffnet worden ist,
dass der Beschwerdeführer die Beschwerde an das Bundesgericht erst am 30. April 2014 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist der Post übergeben hat,
dass sich somit die Beschwerde als verspätet und daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass im Übrigen die Beschwerde auch deshalb unzulässig wäre, weil sie keine klaren und detaillierten Verfassungsrügen enthält und damit den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht entspricht (Art. 98, 116 und 117/106 Abs. 2 BGG),
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht bewilligt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG) und keine Parteientschädigung zugesprochen erhält,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Mai 2014
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

inadmissibilityappeal deadlineprovisional measuresconstitutional reasoninglegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was filed within the statutory deadline

Extrahierter Entscheid

The appeal was lodged too late and is therefore manifestly inadmissible.

Extrahierte Begründung

The cantonal decision was served on 20 March 2014, but the appeal was handed to the post only on 30 April 2014. In proceedings concerning provisional measures, the suspension of deadlines does not apply.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the constitutional substantiation requirements

Extrahierter Entscheid

The appeal would in any event also be inadmissible because it contains no clear and detailed constitutional arguments.

Extrahierte Begründung

The filing does not satisfy the special reasoning requirements applicable to appeals against decisions under Article 98 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid

Extrahierter Entscheid

Free legal aid is denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Given the manifest inadmissibility of the appeal, the request for legal aid fails on the requirement of non-frivolity.

Kernrechtsfrage

How court costs and party compensation should be allocated

Extrahierter Entscheid

Court costs are imposed on the appellant, and no party compensation is awarded.

Extrahierte Begründung

The losing party bears the costs; no compensation is due to the respondent in this summary procedure.

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