Non-entry due to unpaid cost advance in constitutional complaint

5D_56/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung05.06.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a constitutional complaint against a Zurich appellate circular order in a matter concerning definitive legal opening. After rejecting the complainant’s second request for reconsideration of the earlier refusal of legal aid, it found that he had still not paid the CHF 700 cost advance within the non-extendable grace period and had also failed to prove timely debit. The court therefore declined to enter into the complaint and ordered court costs of CHF 150 against him.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG; Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the cost advance within a non-extendable grace period entails non-entry on the constitutional complaint. If the advance is to be paid by payment order, timely debit of a Swiss post or bank account must be proven by confirmation within the prescribed period; absent such proof, the appeal is inadmissible. A renewed request for reconsideration of a prior legal-aid refusal is dismissed when it raises no arguments capable of calling the earlier order into question; constitutional and ECHR guarantees do not compel free legal aid for manifestly hopeless proceedings (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5D_56/2008/don

Urteil vom 5. Juni 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch das Schweizerische Bundesgericht.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 8. März 2008 des Obergerichts des Kantons Zürich (III. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 8. März 2008 des Obergerichts des Kantons Zürich,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein Gesuch um Wiedererwägung der abweisenden Armenrechtsverfügung vom 25. April 2008 abweisender) Verfügung vom 15. Mai 2008 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit der Verfügung vom 25. April 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 700.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 16. Mai 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein zweites Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 25. April 2008 eingereicht hat, das jedoch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die erwähnte Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte, zumal es weder Art. 29 Abs. 3 BV noch die EMRK dem Richter verbietet, die unentgeltliche Rechtspflege für aussichtslose Verfahren zu verweigern (Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Auflage, Zürich 1999, S. 275 Rz. 433), und entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kein "Rechtsstillstand" besteht,
dass somit festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der (ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichneten) Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Das zweite Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 150.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. Juni 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

cost advancelegal aidconstitutional complaintnon-entryreconsiderationcourt costshopeless proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the second request for reconsideration of the denial of legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

The request was denied because it raised nothing capable of calling the earlier refusal into question.

Extrahierte Begründung

The complainant did not present any new arguments against the prior order; the court also noted that neither Article 29(3) of the Constitution nor the ECHR bars refusing free legal assistance for hopeless proceedings.

Kernrechtsfrage

Whether the constitutional complaint was admissible despite failure to pay the court cost advance

Extrahierter Entscheid

The court held that non-payment of the advance, including failure to provide proof of timely debit after a payment order, required non-entry.

Extrahierte Begründung

After warning under Article 62(3) BGG and a non-extendable grace period, the advance was neither paid in cash nor deposited at a post office, and no debit confirmation was filed.

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