Non-entry for insufficiently reasoned criminal complaint

6B_224/2014Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung02.05.2014Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the cantonal non-entry ruling because the submission failed to address the reasoning of the lower court in a legally sufficient manner and did not demonstrate any violation under Art. 95 BGG. Court costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG, Art. 95 BGG; requirements for a legally sufficient complaint: a federal complaint must, in a concrete and reasoned manner, challenge the decisive grounds of the cantonal decision and indicate which federal rights were violated. Mere assertions, polemics or extensive but unstructured submissions do not satisfy the duty of reasoning; where the complaint manifestly fails to do so, non-entry is permissible in summary procedure. Costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_224/2014

Urteil vom 2. Mai 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 20. Februar 2014 (UE130352-O/U/HEI).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

Das Obergericht des Kantons Zürich trat am 20. Februar 2014 auf eine Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. November 2013 nicht ein (UE130352-O/U/HEI). Der Beschwerdeführer wendet sich mit einer "fakultativen Beschwerde" ans Bundesgericht (vgl. act. 1 S. 41 ff.).

Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer erkläre selber, er habe die Verfügung vom 25. November 2013 nicht gelesen. Folglich könne er sich mit deren Begründung auch nicht auseinandersetzen, womit seine Eingabe von vornherein den Voraussetzungen nicht genüge (Beschluss S. 6).

Der Beschwerdeführer macht geltend, beim angefochtenen Entscheid handle es sich um eine "offensichtliche Fehlleistung" (S. 41). Was daran willkürlich sein oder sonst gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, ergibt sich aus der weitschweifigen Eingabe und insbesondere aus der Angabe des Beschwerdeführers, er habe "gute Gründe" dafür gehabt, die angefochtene Verfügung "ungelesen und unkommentiert" der Vorinstanz einzureichen (S. 46), indessen nicht. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Mai 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

inadmissibilityreasoned complaintnon-entrycriminal procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint met the admissibility requirements under Art. 108 BGG and Art. 95 BGG

Extrahierter Entscheid

The complaint did not show any violation of federal law and was therefore inadmissible.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to engage with the reasoning of the cantonal decision in a legally relevant way and did not explain why it was arbitrary or otherwise unlawful.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entertained, the costs followed the outcome of the proceedings.

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