Non-entry for insufficiently reasoned criminal complaint

6B_36/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung16.01.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into X.'s complaint against the Solothurn appellate chamber's non-entry decision in a denial-of-justice matter. It held that the complaint did not address the reasons of the challenged decision and was therefore insufficiently reasoned; it also indicated that the filing was likely inadmissible for other reasons. The request for free legal aid was rejected as the complaint had no prospects of success. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, reduced in light of his financial situation. The request for suspensive effect became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde und Nichteintreten im vereinfachten Verfahren: Eine Beschwerde hat sich in gedrängter Form mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen; unterbleibt dies, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Bloss pauschale oder unbegründete Vorbringen genügen nicht. Bei Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren ist die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern (Art. 64 BGG). Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Partei aufzuerlegen; deren wirtschaftlicher Lage kann durch Herabsetzung der Gebühr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2, Art. 66 Abs. 1 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_36/2008

Urteil vom 16. Januar 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Rechtsverweigerung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 14. November 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Im angefochtenen Entscheid wurde aus formellen Gründen auf die Beschwerde nicht eingetreten. Der Beschwerdeführer äussert sich dazu vor Bundesgericht auch nicht ansatzweise. Damit ist seine Beschwerde im Sinne von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht hinreichend begründet. Im Übrigen dürfte sie auch unzulässig im Sinne von Art. 42 Abs. 7 BGG sein. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Den finanziellen Verhältnissen des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Januar 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint Hill

Schlagwörter

inadmissibilityinsufficient reasoningfree legal aidcourt costsnon-entrycriminal complaint

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal criminal complaint was sufficiently reasoned to be admissible

Extrahierter Entscheid

The complaint did not engage with the cantonal court's formal non-entry decision and therefore failed the federal reasoning requirements; the court did not enter into it.

Extrahierte Begründung

The appellant made no substantive submissions against the challenged ruling. The complaint was therefore insufficiently reasoned under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG; in addition, it likely also fell foul of Art. 42(7) BGG, so non-entry under Art. 108 BGG was appropriate.

Kernrechtsfrage

Whether the request for free legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

The request was denied because the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Legal aid under Art. 64 BGG requires non-frivolous claims; the complaint was hopeless.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, reduced to reflect his financial circumstances.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG, with a reduced fee under Art. 65(2) BGG due to the appellant's financial situation.

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