Federal appeal not entered in criminal non-prosecution case

6B_468/2014Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung04.07.2014Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal decision that had upheld the prosecutor’s refusal to open criminal proceedings for alleged abuse of office. The Federal Supreme Court held that the filing contained no specific legal arguments showing error in the cantonal reasoning and mainly repeated general assertions. It therefore did not enter into the appeal under Art. 108 BGG. Because the appeal was manifestly hopeless, free legal aid was refused. Court costs of CHF 500 were imposed, taking the appellant’s financial situation into account.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; an appeal is inadmissible where the submission contains no reasoned criticism capable of showing a legal error in the challenged decision and merely restates general assertions or personal circumstances. If the legal remedies sought are manifestly hopeless, free legal aid must be refused. In such a case, costs are imposed on the unsuccessful appellant; the amount may be reduced in light of the party’s financial circumstances (consid. 2-5).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_468/2014

Urteil vom 4. Juli 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 17. April 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

Der Beschwerdeführer erhob am 1. Mai und 7. November 2013 Strafanzeige gegen zwei Mitglieder einer Fürsorgebehörde unter anderem wegen Amtsmissbrauchs und Amtsanmassung. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen nahm das Verfahren am 17. März 2014 nicht an die Hand. Das Obergericht des Kantons Thurgau wies eine dagegen gerichtete Beschwerde am 17. April 2014 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, der Entscheid vom 17. April 2014 sei aufzuheben.

2.

Es kann offenbleiben, ob der Beschwerdeführer zum vorliegenden Rechtsmittel legitimiert ist, da darauf aus einem anderen Grund nicht eingetreten werden kann.

3.

Die Vorinstanz kommt zum Schluss, die angezeigten Straftatbestände seien eindeutig nicht erfüllt (Entscheid S. 4). Die Beschwerde vor Bundesgericht beschränkt sich zur Hauptsache auf allgemeine Ausführungen und eine Schilderung der persönlichen Situation des Beschwerdeführers. Daraus ergibt sich nicht, dass den Beschuldigten ein strafbares Verhalten vorgeworfen werden könnte. Folglich ist von vornherein nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz gegen das Recht verstossen haben könnte.

4.

Die Vorinstanz verneinte einen Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechtspflege, weil das Rechtsmittel klar aussichtslos war (Entscheid S. 5). Inwieweit diese Erwägung gegen das Recht verstossen soll, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen.

5.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Juli 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

non-entrycriminal complaintabuse of officelegal aidcostsadmissibilityreasoned appeal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal criminal appeal against the cantonal non-entry decision is admissible.

Extrahierter Entscheid

The appeal could not be entered into under Art. 108 BGG.

Extrahierte Begründung

The submission did not show any arguable legal error in the cantonal decision and consisted mainly of general statements and personal background.

Kernrechtsfrage

Whether the denial of legal aid was unlawful.

Extrahierter Entscheid

The refusal of legal aid was upheld because the appeal was clearly hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the legal claims were manifestly unsuccessful, the conditions for free legal aid were not met.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the appellant.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, with account taken of his financial situation.

Extrahierte Begründung

The appellant failed on the admissibility question; costs follow the outcome, but hardship was considered in fixing the amount.

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