Non-entry on complaint about postal and telecommunications surveillance

6B_50/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung02.05.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court held that the complainant did not substantiate his assertion that the surveillance had been ordered by the Justice Department rather than the prosecutor. Since he failed to demonstrate any manifestly incorrect finding of fact by the cantonal court, the complaint could not be examined and was not entered into under the summary procedure. The complainant was ordered to pay court costs of CHF 1,000.

Omnilex-Regeste

Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of a criminal complaint challenging cantonal findings on surveillance measures. A party invoking manifestly incorrect fact-finding must substantiate, by reference to the record, the factual premise on which the complaint rests. Mere assertions unsupported by the cantonal or federal submissions do not suffice. If the alleged factual basis is not shown, the Federal Court will not examine the substantive objection and will issue a non-entry decision in summary procedure. Court costs are borne by the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_50/2007 /hum

Urteil vom 2. Mai 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich.

Gegenstand
Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 23. Februar 2007.

Das Präsidium zieht in Erwägung:
1.
Das Obergericht des Kantons Zürich teilte dem Beschwerdeführer in Beantwortung seiner Beschwerde gemäss Art. 10 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF; SR 780.1) mit Schreiben vom 23. Februar 2007 mit, dass die Präsidentin der Anklagekammer zur Genehmigung von Überwachungsmassnahmen im Sinne des BÜPF zuständig sei, welche durch die Staatsanwaltschaft angeordnet worden sind und im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung stehen. Da dem Beschwerdeführer keine entsprechende Mitteilung von einer Staatsanwaltschaft zugegangen sei, sei eine Beschwerde nicht möglich. Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht mit Beschwerde in Strafsachen geltend, die Staatsanwaltschaft sei in der Angelegenheit gar nicht involviert. Es sei die Justizdirektion gewesen, die die Überwachung seines E-mail-Verkehrs angeordnet habe. Weder der kantonalen Beschwerde, die auf anonyme Insider verweist (KA act. 1 S. 4 Ziff. 7), noch der Beschwerde vor Bundesgericht ist jedoch irgend etwas zu entnehmen, das für die Richtigkeit der Behauptung des Beschwerdeführers sprechen würde. Folglich hat er nicht dargetan, dass die Vorinstanz, die nicht von einer Überwachung durch die Justizdirektion ausgeht, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG festgestellt hätte. Unter den gegebenen Umständen ist nicht zu prüfen, wie es sich mit E-mail-Überwachungen durch die Strafvollzugsbehörden wegen Nichtantritts einer Gefängnisstrafe verhält. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Präsidium:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. Mai 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

surveillanceadmissibilitynon-entrysubstantiationmanifestly incorrect findingcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint was admissible despite the complainant's unsubstantiated factual allegation that the Justice Department ordered the surveillance.

Extrahierter Entscheid

The complainant failed to show that the cantonal court established the facts manifestly incorrectly; the complaint was therefore not admissible.

Extrahierte Begründung

Nothing in the cantonal or federal submissions supported the claim that the Justice Department ordered the monitoring. The Court therefore did not review the issue further and refused entry under the summary procedure.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the complainant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the complainant had to bear the judicial fee.

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