Non-entry on appeal against prison transfer and conditional release

6B_649/2014Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung08.07.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the prisoner's appeal against his return to closed custody and his request for immediate conditional release. It held that the release issue was not finally decided because the cantonal court had remitted it to the prison authority, and the challenge to the custody transfer lacked any reasoned attack on the lower court's reasoning. Legal aid was refused as the appeal was hopeless, and reduced court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 90 BGG; admissibility of a federal appeal against a cantonal decision remitting the matter to the administrative authority and requirements of reasoning under Art. 42 Abs. 2 BGG. A decision that merely sets aside an administrative refusal and remits the file for further action is not a final decision and is not appealable under Art. 90 BGG. An appeal must engage, at least in summary form, with the reasoning of the challenged judgment; a merely unspecific request for review does not satisfy Art. 42 Abs. 2 BGG. Where the appeal is inadmissible or manifestly hopeless, legal aid under Art. 64 BGG is denied; court costs are allocated according to Art. 66 Abs. 1 BGG, with due regard to the party's financial circumstances under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_649/2014

Urteil vom 8. Juli 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug, An der Aa 6, 6300 Zug,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Rückversetzung/bedingter Strafvollzug,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, vom 19. Mai 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

X.________ ist seit dem 30. November 2011 im Strafvollzug. Nachdem er sich ab dem 28. Mai 2013 im offenen Vollzug befand, versetzte ihn der Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug (VBD) am 19. Dezember 2013 per 23. Dezember 2013 in die Vollzugsstufe des Arbeitsexternats im Wohnheim A.________. Am 12. Februar 2014 wurde das Arbeitsexternat per sofort abgebrochen und X.________ in den geschlossenen Strafvollzug zurückversetzt. Am 17. Februar 2014 hielt der VBD nach Anhörung von X.________ an der Rückversetzung fest. Am 5. März wies der VBD ein Gesuch um bedingte Entlassung ab.

Mit Beschwerde vom 7. März 2014 beantragte X.________ die Aufhebung der Rückversetzung in den geschlossenen Strafvollzug und die Weiterführung des Arbeitsexternats. Mit einer zweiten Beschwerde vom 11. März 2014 beantragte er die bedingte Entlassung auf den 20. März 2014.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wies die Beschwerde gegen die Verfügungen vom 12. und 17. Februar 2014 mit Urteil vom 19. Mai 2014 ab. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 5. März 2014 hiess das Gericht insoweit gut, als die Verfügung aufgehoben und die Sache an den VBD zurückgewiesen wurde.

X.________ wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, es sei die sofortige bedingte Entlassung anzuordnen.

2.

Die Beschwerde ist nur zulässig gegen Entscheide, die das kantonale Verfahren abschliessen (Art. 90 BGG). In Bezug auf die bedingte Entlassung wies die Vorinstanz die Sache zur weiteren Veranlassung an den VBD zurück. Insoweit ist die Beschwerde unzulässig.

3.

In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist darzulegen, inwieweit der angefochtene Entscheid nach Ansicht des Beschwerdeführers das Recht verletzen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Daraus folgt, dass er sich wenigstens kurz mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzen muss. Soweit der Beschwerdeführer ohne jede Begründung ersucht, das Bundesgericht solle die Rückversetzung in den geschlossenen Strafvollzug überprüfen (Beschwerde S. 2), entspricht die Eingabe den gesetzlichen Vorschriften nicht.

4.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Juli 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

prison executionconditional releasework externmentadmissibilityfinal decisionreasoning requirementlegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was admissible against the cantonal court's remittal on conditional release.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the cantonal decision did not finally close the cantonal proceedings on that point.

Extrahierte Begründung

Under Art. 90 BGG, only final decisions are appealable; the conditional release matter was sent back to the prison authority for further action.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant sufficiently challenged the transfer back to closed prison custody.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not meet the required reasoning standard.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must explain how the challenged decision violates the law; the appellant did not address the cantonal court's reasoning at all regarding the transfer issue.

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Art. 64 BGG requires non-frivolous claims; since the appeal was inadmissible, the request was hopeless.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs and in what amount.

Extrahierter Entscheid

The appellant had to pay reduced court costs of CHF 500.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG, with account taken of the appellant's financial situation under Art. 65 Abs. 2 BGG.

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