Revision dismissed; no statutory ground shown

6F_14/2012Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung28.09.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a request to revise its judgment of 10 July 2012 in case 6B_259/2012. The applicant did not rely on any statutory revision ground under Arts. 121-123 BGG, but merely reiterated his view that the second service of the dispositive started the appeal period. The Court held that this argument had already been addressed and that disagreement with the earlier judgment is not a revision ground. The request was therefore dismissed insofar as it was admissible, and court costs of CHF 2,000 were charged to the applicant.

Omnilex-Regeste

Arts. 121-123 BGG; revision is admissible only on exhaustively enumerated grounds; mere disagreement with the reasoning or outcome of the prior judgment does not constitute a revision ground. A repetition of an already adjudicated argument, including the contention that a later service triggered a new appeal period despite contrary indication in the accompanying letter, cannot found revision where no contradiction relevant to Art. 121 BGG is shown (consid. 1). Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs are ordinarily borne by the unsuccessful applicant (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6F_14/2012

Urteil vom 28. September 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Schöbi,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, 6300 Zug,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Gesuch um Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 10. Juli 2012 (6B_259/2012).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgericht wies am 10. Juli 2012 eine Beschwerde des Gesuchstellers ab (Verfahren 6B_259/2012). Dieser wendet sich mit einem Revisionsgesuch erneut ans Bundesgericht.

Die Revisionsgründe sind in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend aufgezählt. Der Gesuchsteller nennt keinen der gesetzlichen Revisionsgründe. Er ist nach wie vor der Auffassung, dass die zweite Zustellung des Dispositivs für den Beginn des Fristenlaufs massgebend war. Dazu hat sich das Bundesgericht im Urteil vom 10. Juli 2012 geäussert, worauf verwiesen werden kann. Da im Begleitschreiben zur zweiten Zustellung festgestellt wurde, dass die Frist bereits abgelaufen war, vermochte die im Dispositiv enthaltene Rechtsmittelbelehrung offensichtlich keine zweite Frist auszulösen. Von einem Widerspruch kann ernstlich nicht die Rede sein. Der Umstand, dass der Gesuchsteller die Auffassung des Bundesgerichts nicht teilt, stellt keinen Revisionsgrund dar. Das Gesuch ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Strafabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. September 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

revisionstatutory groundsappeal periodservice of judgmentcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request invoked a statutory ground under Arts. 121-123 BGG

Extrahierter Entscheid

No statutory ground for revision was shown.

Extrahierte Begründung

Revision grounds are exhaustively listed in Arts. 121-123 BGG. The applicant merely repeated disagreement with the Court's earlier view on the second service of the dispositive and alleged no legally recognized ground.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the applicant

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the applicant.

Extrahierte Begründung

As the revision request failed, costs were charged to the applicant under Art. 66(1) BGG.

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