Non-entry due to insufficiently reasoned appeal

8C_131/2008Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung04.04.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

N. appealed a Schwyz Administrative Court decision in an accident insurance dispute with SUVA. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the requirements of Art. 42 BGG because it lacked a proper request, a case-related reasoning, and sufficiently substantiated objections. A later filing could not cure the defect because it was submitted after the appeal deadline. The court therefore refused to enter into the appeal in simplified proceedings and waived court costs; the request for free legal aid became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entrée en matière for lack of adequate appeal reasoning. An appeal must contain a clear prayer for relief and a concise, issue-specific explanation demonstrating in what respect the challenged decision violates law; abstract criticism or unsubstantiated assertions do not suffice. Defects may be remedied only within the appeal period. If these requirements are manifestly not met, the court may decline to enter into the matter in simplified procedure. Where no court costs are levied, a request for free legal aid becomes moot (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_131/2008

Urteil vom 4. April 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
N.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 15. Januar 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 19. Februar 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 15. Januar 2008,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 20. Februar 2008 an N.________, wonach seine Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich ist,
in die daraufhin von N.________ dem Bundesgericht am 4. März 2008 zugestellte Eingabe einschliesslich eines sinngemässen Begehrens um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 19. Februar 2008 den vorerwähnten Anforderungen bezüglich eines rechtsgenüglichen Antrages und einer sachbezogenen Begründung sowie den hinreichend substantiierten Rügen offensichtlich nicht genügt,
dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt,
dass hieran auch die nachträgliche Eingabe vom 4. März 2008 nichts ändert, zumal sie - trotz des ausdrücklichen Hinweises des Bundesgerichts in der Mitteilung vom 20. Februar 2008 über die nur innert der Beschwerdefrist noch bestehende Möglichkeit einer Verbesserung des Mangels - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereicht worden ist,
dass von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das sinngemässe Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos erweist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. April 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

social insuranceappeal admissibilityformal requirementsreasoning obligationappeal deadlinenon-entrycourt costsfree legal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal lacked a proper request, a case-related reasoning, and sufficiently substantiated objections.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42 BGG, an appeal must contain requests and reasons showing with concise arguments how the challenged decision violates the law. The submission did not satisfy these requirements.

Kernrechtsfrage

Whether the later submission of 4 March 2008 cured the formal defect.

Extrahierter Entscheid

No. The correction was filed after expiry of the appeal period and therefore could not remedy the defect.

Extrahierte Begründung

Any improvement had to be made within the appeal time limit; the later filing came too late despite the court's express warning.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged and whether free legal aid was to be granted.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged, so the request for free legal aid became moot.

Extrahierte Begründung

Because the court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG, the request for free legal aid no longer had an object.

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