Unfall insurer not liable for helicopter rescue costs

8C_313/2014Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung03.07.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the appeal, to the extent it was admissible, against the cantonal judgment confirming SUVA's refusal to reimburse helicopter rescue costs. The appellant had slipped while hiking in steep terrain and was airlifted to safety. The court held that the requirements for rescue-cost coverage under accident insurance were not satisfied, because the emergency situation was not sufficiently caused by the slip itself and it was not established that serious health harm would inevitably have occurred without the rescue. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 6 and 13 UVG in conjunction with Art. 20 UVV and Art. 4 ATSG; reimbursement of rescue costs by accident insurance requires a sufficiently close causal nexus between the accident and the emergency situation, or alternatively that the rescue avoided a serious health impairment that would otherwise have inevitably materialized. The threshold is strict: a mere increased risk of deterioration is insufficient; it must be shown that, absent the rescue measure, the harmful consequence would have occurred without doubt (consid. 1). A complaint that does not engage with the decisive cantonal reasoning is dismissed to the extent admissible under Art. 42 para. 2 BGG and may be disposed of in simplified procedure under Art. 109 para. 2 lit. a BGG.

Gesamter Gesetzestext

8C_313/2014 {T 0/2}

Urteil vom 3. Juli 2014

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Bundesrichter Ursprung, Bundesrichter Maillard,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Kostenvergütung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn
vom 12. März 2014.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 12. März 2014 und die am 28. April 2014 dagegen erhobene Beschwerde,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer am 12. August 2012 bei einer Wanderung in steilem Gelände ausgerutscht und hernach von der B.________ mit einem Helikopter gerettet worden ist,
dass die Vorinstanz die Weigerung der SUVA zur Übernahme der dabei entstandenen Kosten bestätigt hat,
dass sie dabei unter Hinweis auf die anwendbaren Bestimmungen (Art. 6 und 13 UVG in Verbindung mit Art. 20 UVV sowie Art. 4 ATSG) und die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 135 V 88 und SVR 2010 KV Nr. 17 S. 68 [Urteil 9C_858/2009 vom 25. Mai 2010]) erwogen hat, die Übernahme der Kosten für die Rettung durch den Unfallversicherer setze voraus, dass die Notsituation durch einen Sturz oder ein Ausrutschen zu Stande gekommen sei, aus welcher es ohne die angeforderte Hilfe kein Entkommen mehr gegeben hätte, oder aber durch die Rettung erhebliche Gesundheitsschädigungen vermieden werden konnten, die sich ohne diese Rettungsmassnahme ohne Zweifel verwirklicht hätten,
dass sie bezogen auf den geforderten hinreichend engen Bezug der Notsituation zum Unfallereignis ausführte, dieser sei nicht gegeben, da die Notsituation nicht in erster Linie durch das Ausrutschen selbst hervorgerufen worden sei, sondern durch die Routenwahl, welche durch einen steilen Hang mit Geröll geführt habe,
dass sie hinsichtlich des zweiten Punktes zwar das Risiko einer ernsthafteren Gesundheitsschädigung bejahte, dieses indessen nicht als derart hoch wertete, dass gesagt werden könne, dieses hätte sich ohne die Rettungsmassnahme ohne Zweifel verwirklicht,
dass der Beschwerdeführer dagegen, soweit sich überhaupt mit den entscheidwesentlichen Erwägungen des kantonalen Gerichts hinreichend auseinandersetzend (Art. 42 Abs. 2 BGG), nichts Stichhaltiges vorbringt,
dass vielmehr gesamthaft auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann, zumal darin auch einlässlich dargelegt ist, weshalb die Übernahme von Rettungskosten des Unfallversicherers zur Vermeidung eines Gesundheitsschadens nur unter engen Voraussetzungen in Frage kommt (dazu siehe auch BGE 135 V 88 E. 3.2 S. 92),
dass damit die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG abzuweisen ist,
dass die Gerichtskosten ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer zu überbinden sind (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 3. Juli 2014

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Schlagwörter

accident insurancerescue costshelicopter rescuecausal nexusemergency situationadmissibilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether SUVA must reimburse the helicopter rescue costs under accident insurance law.

Extrahierter Entscheid

No; the conditions for reimbursement of rescue costs were not met.

Extrahierte Begründung

The danger was not caused primarily by the slip itself but by the route choice on a steep, rocky slope. In addition, although a serious health risk existed, it was not shown that such harm would have inevitably occurred without the rescue.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal is admissible and sufficiently reasoned.

Extrahierter Entscheid

Only to the extent admissible; the appellant did not engage sufficiently with the decisive reasoning.

Extrahierte Begründung

The filing did not adequately address the cantonal court's core considerations under Art. 42 para. 2 BGG.

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