Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_340/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung25.05.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

K. filed a federal appeal against a Basel-Stadt social insurance judgment. After being notified of the formal requirements and the possibility to cure defects within the appeal period, he still failed to submit a properly reasoned appeal or a valid prayer for relief. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy Art. 42 BGG and did not sufficiently challenge the decisive findings of the cantonal court. The appeal was therefore not entered into under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. The court waived court costs in view of the circumstances.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: an appeal must contain a valid request and concise reasoning showing, in relation to the decisive grounds of the challenged decision, in what respect federal law was violated. Mere general criticism or unsubstantiated assertions do not suffice. The appellant must engage with the determinative considerations and, where factual findings are attacked, indicate why they are manifestly inaccurate or based on a legal error. If these minimum requirements are not met, the appeal is manifestly inadmissible and the division president may refuse entry in simplified procedure (consid. 1). Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_340/2010

Urteil vom 25. Mai 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Basel-Stadt, Lange Gasse 7, 4052 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 15. März 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des K.________ vom 20. April 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 15. März 2010,
in die nach Erlass von zwei separaten Verfügungen bzw. Mitteilungen betreffend fehlende Beilagen (vorinstanzlicher Entscheid) resp. gesetzliche Formerfordernisse von Beschwerden erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingabe des Versicherten vom 20. April 2010 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und sich der Beschwerdeführer nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die für das vorliegende Verfahren relevanten Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG beruhend und die darauf basierenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb trotz der Nachreichung des vorinstanzlichen Entscheides kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht den Versicherten auf die entsprechenden Anforderungen an Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Möglichkeit einer Verbesserung der Eingabe hingewiesen hatte,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. Mai 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementnon-entrysocial insuranceformal defectscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the formal admissibility requirements under Art. 42 BGG and Art. 97 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not contain a valid request and did not substantively engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to explain, in a concrete and sufficiently substantiated way, why the relevant findings of fact were manifestly incorrect or based on legal error; the appeal therefore did not satisfy the minimum reasoning requirements.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be entered into under the simplified procedure of Art. 108 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appeal was manifestly inadmissible, the president could issue a non-entry order in simplified procedure.

Extrahierte Begründung

Under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, manifestly inadmissible appeals are not entered into by the division president.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged for the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed due to the circumstances of the case.

Extrahierte Begründung

The court exercised its discretion under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG to refrain from charging costs.

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