Non-entry on appeal against remand decision in disability insurance

8C_371/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung21.05.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the cantonal remand decision ordering a stationary psychiatric assessment was an independently appealable interim decision under Art. 93 BGG. However, the appellants failed to make credible that the assessment would cause irreparable harm, and the hoped-for saving of time and costs was not significant enough. The appeal was therefore inadmissible and the court did not enter into the merits. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 200 were imposed on the appellants.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a remand order for medical assessment. A remand decision ordering evidentiary measures constitutes an independently appealable interim decision only if the appellant demonstrates irreparable prejudice or, alternatively, that immediate admission would lead to a final decision and avoid a significant amount of time and costs in extensive evidence proceedings. Unsubstantiated assertions of possible health deterioration do not suffice; the risk must be at least made credible. Where experts can detect any deterioration and take countermeasures or interrupt the assessment, no irreparable prejudice is established. The criterion of time and cost savings is applied restrictively and is not met by merely potential procedural economy (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_371/2010

Urteil vom 21. Mai 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Holzer.

Verfahrensbeteiligte

  1. B.________,
  2. P.________,
    beide vertreten durch Rechtsanwalt Alfred Haldimann,
    Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern,
Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 30. April 2010 (Postaufgabe) gegen einen Entscheid des Verwaltungsgericht des Kantons Bern vom 26. März 2010 sowie in das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde vom 4. Mai 2010 (Postaufgabe),

in Erwägung,
dass es sich beim angefochtenen Rückweisungsentscheid um einen - selbständig eröffneten - Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481 ),
dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a), oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Abs. 1 lit. b),
dass zwar geltend gemacht wird, die vom kantonalen Gericht angeordnete stationäre Abklärung würde zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicherten führen, diese Behauptung jedoch durch keinerlei Beweismittel auch nur glaubhaft gemacht wird,
dass von den psychiatrischen Fachpersonen, welche die Abklärung durchführen werden, erwartet werden kann, eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu erkennen, die notwendigen Gegenmassnahmen zu treffen oder im Notfall die Begutachtung abzubrechen,
dass die Versicherte somit durch den vorinstanzlichen Entscheid keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleidet,
dass eine Gutheissung der Beschwerde zwar sofort einen Endentscheid herbeiführen könnte, die Ersparnis an Zeit und Kosten jedoch nicht als bedeutend im Sinne der Rechtsprechung gelten kann (vgl. Urteil 8C_575/2008 vom 24. Juli 2008 E. 4 mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde somit offensichtlich unzulässig ist und auf sie nicht eingetreten werden kann,
dass mit diesem Entscheid das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos wird,
in Anwendung von Art. 65 sowie Art. 66 Abs. 1 BGG und im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. Mai 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Holzer

Schlagwörter

admissibilityinterim decisionirreparable harmmedical assessmentdisability insurancesuspensive effectcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the remand decision was admissible under Art. 93 BGG.

Extrahierter Entscheid

The remand decision was an independently appealable interim decision, but neither an irreparable prejudice nor a significant saving of time and costs was shown.

Extrahierte Begründung

The alleged deterioration of health during the assessment was unsupported by evidence, and the experts could react appropriately if such a deterioration occurred. The expected procedural economy was not significant enough.

Kernrechtsfrage

Whether suspensive effect should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request became moot after the non-entry decision.

Extrahierte Begründung

Once the appeal was declared inadmissible, no suspensive effect question remained to be decided.

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