Non-entry on appeal against an interim remand decision

8C_540/2009Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung17.07.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the cantonal decision was an independently appealable interim remand order, not a final decision. The appellant did not demonstrate irreparable harm or immediate savings of time and costs as required for an appeal against an interim decision. The Court therefore did not enter into the appeal in simplified procedure and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; appeal against an independently notified remand order; admissibility of interim decisions. A cantonal decision that sets aside the administrative decision and remands the matter for supplementary fact-finding and a new decision is, as a rule, an interim decision within the meaning of Art. 93 BGG. Such a decision is only immediately challengeable if the appellant substantiates irreparable harm or shows that immediate admission would bring about a final decision and avoid extensive evidentiary proceedings. Issues concerning the merits of the remand order may be raised later together with the final decision (Art. 93(3) BGG). If these requirements are not shown, the Federal Supreme Court does not enter into the appeal in simplified procedure (Art. 108(1) lit. a and b BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_540/2009

Urteil vom 17. Juli 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
J.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dieter Kehl,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts von Appenzell Ausserrhoden
vom 18. Februar 2009.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Verwaltungsgerichts von Appenzell Ausserrhoden vom 18. Februar 2009, mit welchem die Beschwerde der J.________ teilweise gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. August 2008 aufgehoben und die Sache zwecks ergänzender Sachverhaltsabklärung und zur Neuentscheidung im Sinne der Erwägungen an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zurückgewiesen wurde,

in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, mit welcher J.________ beantragen lässt, der angefochtene Entscheid vom 18. Februar 2009 sei, soweit die psychischen Beschwerden der Versicherten betreffend, aufzuheben und die Sache sei an die SUVA zurückzuweisen, damit diese ein Gutachten zur Unfallkausalität der psychischen Beschwerden der Versicherten veranlasse und danach neu entscheide,

in Erwägung,
dass es sich beim angefochtenen kantonalen Rückweisungsentscheid, entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin, nicht um einen End- oder Teilentscheid, sondern um einen - selbstständig eröffneten - Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.; 133 V 645 E. 2.1 S. 647; zum hier nicht gegebenen Ausnahmefall, dass ein Rückweisungsentscheid als Endentscheid zu qualifizieren ist, siehe SVR 2008 IV Nr. 39 S. 131, 9C_684/2007, E. 1.1),
dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG),

dass die Beschwerdeführerin nicht dartut, inwiefern ihr durch den Rückweisungsentscheid des kantonalen Gerichts ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (vgl. dazu auch BGE 133 V 477 E. 5.2 und 5.2.2 S. 483) oder ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten erspart werden könnte (zum Erfordernis der rechtsgenüglichen Begründung vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG),
dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern eine der beiden Tatbestandsvoraussetzungen gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sein könnte,
dass sich die Beschwerde nicht gegen die Rückweisung zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und zur Neuentscheidung, sondern im Wesentlichen lediglich gegen die im angefochtenen Entscheid erfolgte Verneinung der Unfallkausalität der psychischen Beschwerden der Versicherten wendet, welche Fragen sie gegebenenfalls zusammen mit dem Endentscheid wird anfechten können (Art. 93 Abs. 3 BGG),
dass deshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG sowie ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. Juli 2009
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

social insuranceaccident insuranceinterim decisionremandadmissibilityirreparable harmcourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the cantonal remand decision was a final or intermediate decision appealable to the Federal Supreme Court.

Extrahierter Entscheid

The remand decision was an independently notified interim decision under Art. 93 BGG, not a final or partial decision.

Extrahierte Begründung

Because the cantonal decision only sent the case back for additional fact-finding and a new decision, it did not finally dispose of the matter.

Kernrechtsfrage

Whether the requirements for immediate review of an interim decision were met.

Extrahierter Entscheid

The appellant failed to show either irreparable harm or that immediate admission of the appeal would avoid extensive and costly evidence proceedings.

Extrahierte Begründung

The appeal did not sufficiently substantiate the conditions of Art. 93(1) BGG, and the challenged issues could still be raised together with the final decision.

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Supreme Court should enter into the appeal.

Extrahierter Entscheid

The appeal was not entered into in simplified procedure without exchange of submissions.

Extrahierte Begründung

As the appeal was inadmissible under Art. 93 BGG, non-entry followed under the summary admissibility procedure.

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