Inadequate appeal leads to non-entry under Art. 42 BGG

8C_596/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung27.08.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court found the appellant's filing in an accident insurance matter manifestly insufficient under Art. 42 BGG because it contained no proper request and no substantive engagement with the cantonal court's reasoning. As the defects were obvious, the court declined to set a deadline for correction and refused to enter into the appeal in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; non-entry for manifestly inadequate appeal submissions; an appeal must contain a clear request and a reasoned challenge to the contested decision. The appellant must address the decisive considerations of the lower court in a manner that allows the alleged violation of law to be identified. Bare assertions or unsubstantiated criticism are insufficient. If the deficiency is obvious, the court may refuse to enter without first setting a time limit for correction under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG (consid. 1). Costs are borne by the losing party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_596/2010

Urteil vom 27. August 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 9. Juni 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des B.________ vom 10. Juli 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 9. Juni 2010 betreffend Unfallversicherung,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingabe des Versicherten vom 10. Juli 2010 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und sich der Beschwerdeführer nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem er nicht aufzeigt, inwiefern die für das vorliegende Verfahren relevanten Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,
dass deshalb - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 27. August 2010
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

social insuranceappeal admissibilityreasoned appealnon-entrysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the formal reasoning and request requirements under Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not contain a legally sufficient request and did not engage concretely with the decisive reasoning of the lower court.

Extrahierte Begründung

An appeal must state requests and reasons, and the appellant must show specifically how the challenged decision violates law. The submission failed to do so and also did not properly contest relevant factual findings under Art. 97 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether a grace period for correction had to be set before non-entry

Extrahierter Entscheid

No. The court entered no time limit to cure the defects and decided in simplified procedure.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly deficient, the court could refuse to enter without setting a correction deadline.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the appellant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

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