Invalidity pension denied; new psychiatric report inadmissible

9C_356/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung06.06.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the appeal against the cantonal judgment upholding the denial of an invalidity pension. It held that the binding medical findings showed only a 10–15% limitation in the former occupation and full work capacity in adapted light to medium work. The newly submitted psychiatric certificate was inadmissible as a new allegation and in any event not relevant to the material time. The alleged bias of the administrative experts was rejected. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 28 Abs. 1 IVG; Art. 16 ATSG; Art. 8 Abs. 1 and Art. 7 ATSG; Art. 99 Abs. 1 BGG; scope of review in invalidity pension cases and admissibility of new evidence before the Federal Court. The Federal Court reiterates that the assessment of disability follows the income comparison method and that psychiatric impairments, including somatoform pain disorders, are to be assessed according to the established criteria. Findings of fact are binding absent manifest error. Evidence first submitted before the Federal Court is inadmissible unless the statutory requirements for novum are met and the evidence relates to the relevant temporal reference point. Regular engagement of medical experts by an IV office, without more, does not establish bias.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_356/2008

Urteil vom 6. Juni 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Kernen, Seiler,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Parteien
T.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch das Centro Consulenze, Direzione Centrale, Belpstrasse 11, 3007 Bern,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. März 2008.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle Bern nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren das Gesuch des 1960 geborenen T.________ um Zusprechung einer Invalidenrente mit Verfügung vom 7. Mai 2007 ablehnte,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die vom Versicherten hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 18. März 2008 abwies,
dass T.________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unter Beilage eines Zeugnisses des Psychiaters Dr. med. S.________ vom 15. April 2008 die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und die Zusprechung einer Invalidenrente beantragen lässt,
dass das kantonale Gericht die gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze über Voraussetzungen und Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) sowie die psychischen Gesundheitsschäden, die in gleicher Weise wie die körperlichen eine Invalidität bewirken können (Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 ATSG [in der vorliegend anwendbaren, bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung]), insbesondere die somatoformen Schmerzstörungen (BGE 130 V 352 E. 2 S. 353 ff. und 396 E. 5 S. 397 ff.), zutreffend wiedergegeben hat,
dass der Beschwerdeführer nach den von der Vorinstanz gestützt auf das Gutachten der Dres. med. L.________ und H.________ vom 1. Februar 2007 getroffenen, für das Bundesgericht im Rahmen von Art. 97 Abs. 1 BGG verbindlichen Feststellungen in der bisherigen Tätigkeit als Fischverkäufer aus gesundheitlichen Gründen lediglich zu 10 - 15 % eingeschränkt ist, wogegen ihm eine körperlich leichte bis mittelschwere, leidensangepasste Arbeit vollumfänglich zumutbar ist,
dass entgegen den Vorbringen in der Beschwerde keine Hinweise darauf bestehen, dass die Administrativgutachter Dres. med. L.________ und H.________ befangen seien, eine Befangenheit namentlich nicht im Umstand erblickt werden kann, dass die genannten Ärzte regelmässig von der IV-Stelle Bern als medizinische Sachverständige in Rentenfällen beigezogen werden,
dass andere Gründe, welche die Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 lit. a BGG) erscheinen lassen könnten, weder geltend gemacht werden noch ersichtlich sind,
dass das letztinstanzlich aufgelegte Zeugnis des Psychiaters Dr. med. S.________ vom 15. April 2008 ein unzulässiges Novum ist (Art. 99 Abs. 1 BGG) und sich nicht auf den für die richterliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verwaltungsverfügung (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366) bezieht, weshalb es ohnehin nicht in die Beurteilung einbezogen werden könnte,
dass der vorinstanzlich bestätigte Einkommensvergleich der Verwaltung, welcher einen Invaliditätsgrad von 18 % ergab, in der Beschwerde nicht in Frage gestellt wird und, soweit letztinstanzlich einer Überprüfung zugänglich (vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 398), nicht zu beanstanden ist,
dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG, namentlich ohne Durchführung eines Schriftenwechsels, erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 6. Juni 2008
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

invalidity pensiondisability assessmentincome comparisonpsychiatric evidencenew evidenceexpert biascourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the insured person is entitled to an invalidity pension

Extrahierter Entscheid

No pension entitlement was shown; the assessed invalidity degree remained at 18% and the appeal failed.

Extrahierte Begründung

The findings that the insured person was only 10–15% limited in his former job and fully capable of light to medium adapted work were binding; the income comparison was not challenged in a reviewable way and disclosed no error.

Kernrechtsfrage

Whether the newly filed psychiatric certificate could be considered

Extrahierter Entscheid

No; the report was an inadmissible new fact and in any event did not relate to the relevant time of the administrative decision.

Extrahierte Begründung

Evidence submitted for the first time in federal proceedings is excluded unless the statutory requirements are met; those requirements were not satisfied.

Kernrechtsfrage

Whether the administrative experts were biased

Extrahierter Entscheid

No indications of bias were established.

Extrahierte Begründung

The mere fact that the experts are regularly commissioned by the IV office does not establish partiality.

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