Invalidity pension denied; appeal dismissed as manifestly unfounded

9C_42/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung27.03.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the claimant's public-law appeal against the Bern IV office's refusal of an invalidity pension, which the cantonal court had already upheld. Relying on the cantonal fact-finding and the MEDAS Bern expert report, the Court held that the claimant could still perform suitable light work without reduced capacity and that the record was fully clarified. It therefore refused the request for remittal and confirmed the cost consequence. The earlier request for legal aid had already been denied for lack of prospects of success.

Omnilex-Regeste

Art. 105 BGG; review of factual findings in disability pension cases; Art. 109 BGG; manifestly unfounded appeals may be decided summarily. The Federal Court is bound by the cantonal findings of fact unless they are manifestly inaccurate or based on a legal error. In invalidity assessment, a comprehensive, coherent medical expert opinion may suffice to establish work capacity and to reject further evidentiary requests. Where the appeal merely repeats arguments already addressed and does not engage with the decisive reasoning, it is dismissed in simplified proceedings. Legal aid is refused when the appeal lacks prospects of success; costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_42/2008

Urteil vom 27. März 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Kernen, Seiler,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Parteien
S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecherin Sabine Schmutz, Bollwerk 21, 3011 Bern,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin,

Pensionskasse SBB, Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65 SBB.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. November 2007.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 12. März 2007 lehnte die IV-Stelle Bern das Gesuch des 1956 geborenen S.________ um Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung ab, wobei sie von einem Invaliditätsgrad von 13 % ausging.

Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 26. November 2007 ab.
S.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Antrag, es sei ihm ab 24. Juni 2004 bis auf weiteres eine ganze Rente zuzusprechen (zuzüglich Verzugszins auf Rentennachzahlungen); eventualiter sei die Sache zur Durchführung eines Beweisverfahrens und zum Neuentscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen; ferner beantragt er unentgeltliche Rechtspflege.
Mit Verfügung vom 5. Februar 2008 weist das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsbegehrens ab und fordert S.________ zur Entrichtung eines Kostenvorschusses auf, den dieser innert der bis zum 12. März 2008 erstreckten Frist bezahlt.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 132 V 393 zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG).

2.
Verwaltung und Vorinstanz haben in formell-, materiell- und beweisrechtlicher Hinsicht die für die Beurteilung der strittigen Punkte massgeblichen Grundlagen sowie die diesbezügliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.

3.
Das kantonale Gericht hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage - insbesondere gestützt auf das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene interdisziplinäre Gutachten der MEDAS Bern vom 11. September 2006 - mit einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung erkannt, dass der Sachverhalt vollständig abgeklärt ist und dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht seinen beruflichen Qualifikationen entsprechende körperlich leichte Tätigkeiten ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit und in einem zeitlichen Rahmen von täglich acht bis neun Stunden an fünf Tagen pro Woche zugemutet werden können. Es wird auf die zutreffenden vorinstanzlichen Darlegungen verwiesen (E. 3.1-3.7). Die Beschwerde beschränkt sich im Wesentlichen auf bereits vor kantonaler Instanz Vorgebrachtes und setzt sich mit den darauf bezogenen Erwägungen im angefochtenen Entscheid kaum auseinander. Die Ausführungen vermögen die Betrachtungsweise des kantonalen Gerichts, namentlich unter dem Blickwinkel der grundsätzlichen Verbindlichkeit der vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen für das Bundesgericht (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397), nicht ernsthaft in Frage zu stellen.

4.
Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegründet, mit summarischer Begründung und ohne Schriftenwechsel erledigt wird.

5.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 27. März 2008
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Schmutz

Schlagwörter

invalidity pensionmedical evidencework capacitysummary procedurelegal aidcourt costsfact-finding

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the refusal of an invalidity pension should be overturned and a full pension granted from 2004-06-24.

Extrahierter Entscheid

The medical findings were sufficiently established; the claimant remained able to perform suitable light work without loss of capacity, so no pension entitlement arose.

Extrahierte Begründung

The Federal Court deferred to the cantonal findings under Art. 105 BGG. The appeal did not show that the factual assessment was manifestly wrong or legally flawed, and it did not seriously engage with the lower court's reasoning, which was based on a comprehensive MEDAS Bern expert opinion.

Kernrechtsfrage

Whether the case had to be remitted for further evidence and a new decision.

Extrahierter Entscheid

No remittal was warranted because the record was considered fully clarified.

Extrahierte Begründung

The lower court had carefully assessed the whole file and the expert evidence; the appellant failed to demonstrate any evidentiary gap or reviewable error.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to legal aid before the Federal Court.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was refused because the appeal had no prospect of success.

Extrahierte Begründung

The Federal Court had already denied the request on 2008-02-05 due to lack of chances of success.

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