Occupational pension invalidity benefit denied for late incapacity

9C_584/2009Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung13.08.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant challenged the Bern Administrative Court’s refusal of a full occupational pension from PUBLICA. The Federal Court held that the legally relevant incapacity probably began only on 1 July 2004, when no insurance coverage with PUBLICA still existed. The appellant’s arguments amounted to inadmissible criticism of the evidence, and a letter from the former supervisor dated 23 June 2009 was a new submission excluded by Art. 99 Abs. 1 BGG. The complaint was dismissed in simplified written proceedings, and costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 23 lit. a BVG; Art. 97 Abs. 1 and Art. 105 Abs. 1-2 BGG; determination of the onset of the relevant incapacity as a question of fact. The time when the occupational-pension-relevant incapacity for work began is a factual finding binding on the Federal Court unless manifestly incorrect. Mere repetition of one’s own assessment of the evidence constitutes inadmissible appellatory criticism. New evidence is excluded before the Federal Court under Art. 99 Abs. 1 BGG. If the decisive incapacity arose only after the end of insurance coverage, no entitlement to benefits from the former pension institution exists.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_584/2009

Urteil vom 13. August 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiber Fessler.

Parteien
H.________, vertreten durch Fürsprecher Christian Flückiger,
Beschwerdeführer,

gegen

PUBLICA, Pensionskasse des Bundes, Eigerstrasse 57, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin,

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Schwarztorstrasse 26, 3007 Bern,
Mitbeteiligte.

Gegenstand
Berufliche Vorsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2009.

In Erwägung,
dass der 1978 geborene H.________, schon während seines Studiums vom ... 2001 bis ... 2002 im Umfang von 20 % im Bundesamt X.________ tätig, vom ... 2003 bis zum 30. Juni 2004 ein Praktikum beim Bundesamt Y.________ absolviert hatte, wobei er zunächst bei der Pensionskasse des Bundes PKB, ab 1. Juni 2003 bei der Pensionskasse des Bundes PUBLICA (nachfolgend: Publica) berufsvorsorgeversichert war,
dass die IV-Stelle Bern H.________ mit Verfügung vom 1. November 2007 rückwirkend ab 1. Juli 2005 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100 % eine ganze Rente zusprach,

dass das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, mit Entscheid vom 28. Mai 2009 die Klage des H.________ gegen die Publica auf Bezahlung einer monatlichen vollen Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 %, ab 1. Juli 2005 zuzüglich Zins von 5 % auf den rückwirkend auszurichtenden Rentenbeträgen abwies,

dass H.________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten das vorinstanzliche Begehren erneuert, eventualiter die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an das kantonale Gericht beantragt,
dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG auf eine Stellungnahme und einen Antrag zur Beschwerde verzichtet hat,

dass die Vorinstanz die medizinischen Akten dahingehend gewürdigt hat, die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt habe (Art. 23 lit. a BVG; bis 31. Dezember 2004: Art. 23 BVG), sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht während des Arbeitsverhältnisses beim Bundesamt Y.________ vom 1. Januar 2003 bis 30. Juni 2004 oder früher eingetreten, jedoch ab dem 1. Juli 2004 ausgewiesen,
dass in diesem Zeitpunkt unbestrittenermassen keine Versicherungsdeckung bei der Beschwerdegegnerin mehr bestand,

dass es bei der Frage, wann die berufsvorsorgerechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit nach Art. 23 lit. a BVG resp. aArt. 23 BVG eingetreten war, um eine Tatfrage geht (Urteile 9C_689/2008 vom 25. Februar 2009 E. 3.1 und 9C_182/2007 vom 7. Dezember 2007 E. 4.1.1) und nicht um eine Rechtsfrage, wie in der Beschwerde ausgeführt wird, diesbezügliche Feststellungen der Vorinstanz somit für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich sind (Art. 97 Abs. 1 BGG sowie Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),

dass die Vorbringen in der Beschwerde sich im Wesentlichen darauf beschränken, die eigene Beweiswürdigung zu erläutern und derjenigen der Vorinstanz gegenüberzustellen, was eine unzulässige appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid darstellt (Urteil 9C_882/2007 vom 11. April 2008 E. 5.1 mit Hinweisen),
dass die vorinstanzliche Feststellung, es fehlten Anhaltspunkte für eine arbeitsrechtlich in Erscheinung getretene relevante Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen (Urteil 9C_339/2007 vom 5. März 2008 E. 5.2) nicht offensichtlich unrichtig ist, woran allenfalls bereits während des Praktikums beim Bundesamt Y.________ bestandene Symptome der katatonen Schizophrenie nichts ändern, zumal daraus allein nicht auf eine gesundheitlich bedingt eingeschränkte Arbeitsfähigkeit geschlossen werden kann (Urteil I 687/06 vom 24. April 2007 E. 5.2),
dass im Übrigen auch der Beschwerdeführer in seiner vorinstanzlichen Eingabe vom 20. April 2009 darauf hinwies, den Akten sei keine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit oder eine Arbeitsplatzabsenz während des Praktikums beim Bundesamt Y.________ zu entnehmen und vor Antritt der Stelle möglicherweise bestandene Anzeichen einer Erkrankung hätten ihn nicht an der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit gehindert,
dass das zum Beweis des Gegenteils eingereichte Schreiben des damaligen Vorgesetzten vom 23. Juni 2009 ein unzulässiges neues Vorbringen darstellt (Art. 99 Abs. 1 BGG) und daher unbeachtet zu bleiben hat,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 13. August 2009

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Schlagwörter

occupational pensioninvalidity pensiononset of incapacityevidence assessmentnew evidenceappellate reviewcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the claimant was entitled to a full invalid occupational pension from 1 July 2005 based on 100% invalidity.

Extrahierter Entscheid

The relevant incapacity arose only on 1 July 2004, when no occupational pension coverage with PUBLICA still existed; therefore no pension claim against PUBLICA was established.

Extrahierte Begründung

The Federal Court accepted the cantonal finding that the incapacity leading to invalidity probably did not arise during employment at Bundesamt Y or earlier, and that the finding was not manifestly incorrect. The appellant merely repeated an impermissible appellate reassessment of the evidence.

Kernrechtsfrage

Whether the new letter from the former supervisor dated 23 June 2009 could be considered.

Extrahierter Entscheid

The letter was an inadmissible new submission and was disregarded.

Extrahierte Begründung

It constituted new factual matter within the meaning of Art. 99 Abs. 1 BGG and could not be introduced at this stage.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

As the losing party, the appellant had to bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

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