Non-entry for insufficient appeal reasoning in AHV damages case

9C_658/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung31.08.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

D.________ appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal judgment ordering him, as shareholder and formally appointed managing director of X.________ GmbH, to pay AHV damages of CHF 7,795.60. The Federal Supreme Court held that neither the appeal nor the later supplementary filing met the minimum requirements of Art. 42 BGG, because they did not engage with the decisive reasoning of the cantonal court or show any manifestly incorrect findings or legal error. The request concerning loss certificates was outside the subject matter of the proceedings. The Court therefore declined to enter into the appeal and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 95 BGG; requirements for admissibility of a federal appeal. The appeal must, in concise form, set out the prayers for relief and state why the challenged decision violates federal law; a merely abstract or unsubstantiated disagreement with the factual or legal assessment is insufficient. Where the appellant does not engage with the decisive considerations of the lower court, the appeal is inadmissible. A request that falls outside the subject matter of the appealed decision is likewise not admissible. In such a case, the court may decide in simplified proceedings under Art. 108 BGG and, exceptionally, waive court costs under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_658/2010

Urteil vom 31. August 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
D.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgen-strasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Mai 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 3. August 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Mai 2010, mit welchem D.________ in teilweiser Gutheissung seiner Beschwerde verpflichtet wurde, der Ausgleichskasse des Kantons Zürich in seiner Eigenschaft als Gesellschafter und formell eingesetzter Geschäftsführer der Firma X.________ GmbH Schadenersatz in der Höhe von Fr. 7'795.60 zu bezahlen, wobei von der Ausgleichskasse etwaige weitere Zahlungen der Firma X.________ GmbH an diesen Ausstand zu berücksichtigen seien,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 19. August 2010 an D.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin von D.________ am 25. August 2010 (Poststempel) eingereichte Eingabe,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die beiden Eingaben des Beschwerdeführers diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen bezüglich der Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers nach AHVG im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung gemäss Art. 95 BGG beruhend und die darauf basierenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,
dass der Beschwerdebegründung auch sonst keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zu entnehmen ist,
dass die beantragte Herausgabe der Verlustscheine nicht Prozessthema bildet, die Beschwerde insoweit offensichtlich unzulässig ist,

dass unter diesen Umständen offen bleiben kann, inwieweit der Beschwerdeführer überhaupt beschwert ist, wenn er, wie er geltend macht, die "Schulden" während der Verfahrensdauer von zwei Jahren "auf Fr. 0.- zurückgeführt" hat und im vorinstanzlichen Entscheid die Berücksichtigung etwaiger weiterer Zahlungen beim Ausstand ausdrücklich vorbehalten wird,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 31. August 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealnon-entrysocial insurancedamages liabilityloss certificatescourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the mandatory form and reasoning requirements of Art. 42 BGG and could be heard on the merits.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the statutory requirements because it failed to explain in a legally sufficient way how the challenged findings or reasoning violated federal law.

Extrahierte Begründung

The submissions did not address the decisive considerations of the lower court and did not show that the factual findings were manifestly incorrect or based on a legal error.

Kernrechtsfrage

Whether the request for release of loss certificates could be considered in this appeal.

Extrahierter Entscheid

The request was not part of the subject matter of the proceedings and was therefore inadmissible.

Extrahierte Begründung

The relief sought was unrelated to the appellate issues decided below.

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