Non-entry on appeal against advance payment order

9C_665/2012Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung28.09.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a Federal Administrative Court interim order requiring an advance payment of CHF 400 in a BVG contribution dispute. The Federal Supreme Court held that the complaint was not sufficiently reasoned: the appellant merely alleged disproportionality between the advance payment and the dispute value, without showing a violation of federal law or satisfying the admissibility requirements for an interim order. The court therefore did not enter into the appeal and, considering the circumstances, waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 63 Abs. 4 VwVG; Art. 66 Abs. 1 BGG; non-entry on appeal against an interim order concerning an advance payment. An independently appealable interim decision may be challenged only if the conditions of Art. 93 Abs. 1 lit. a or b BGG are shown. Where the appellant merely contests the amount of the advance payment as disproportionate to the dispute value, without substantiating a federal-law violation, the complaint is manifestly insufficiently reasoned within the meaning of Art. 42 Abs. 2 BGG and may be dealt with in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. The advance payment corresponds to the expected procedural costs and does not predetermine the later court fee.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_665/2012

Urteil vom 28. September 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
I.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Erlenring 2, 6343 Rotkreuz,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Berufliche Vorsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. August 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des I.________ vom 29. August 2012 gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. August 2012 betreffend die Verpflichtung zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 400.- im Verfahren C-4030/2012,
in die unbeantwortet gebliebene Mitteilung vom 3. September 2012, wonach die Eintretensvoraussetzungen (in Bezug auf Antrag und Begründung) nicht erfüllt zu sein scheinen,
in Erwägung,
dass der angefochtene Entscheid ein selbständig eröffneter Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG in dem vor Vorinstanz hängigen Verfahren C-4030/2012 betreffend Beiträge an die Auffangeinrichtung BVG ist,
dass die Beschwerde somit nur zulässig ist, wenn das angefochtene Erkenntnis einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. a und b BGG),
dass offenbleiben kann, ob einer dieser beiden Tatbestände gegeben ist (vgl. Urteil 4A_680/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 1),
dass der Beschwerdeführer einzig rügt, der gestützt auf Art. 63 Abs. 4 VwVG (SR 172.021) erhobene Kostenvorschuss von Fr. 400.- stehe in keinem Verhältnis zum Streitwert von Fr. 250.-,
dass er damit offensichtlich nicht darzutun vermag, inwiefern die Vorinstanz Art. 63 Abs. 4 VwVG bundesrechtswidrig angewendet hat (Art. 41 Abs. 2 BGG),
dass abgesehen davon der Vorschuss der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten entspricht, somit die Höhe der nachmaligen Gerichtsgebühr nicht präjudiziert (vgl. Seiler/von Werdt/Güngerich, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 3 zu Art. 62 BGG),
dass die offensichtlich nicht hinreichend begründete Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erledigt wird,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. September 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Fessler

Schlagwörter

social insuranceoccupational pensionsadvance paymentinterim orderadmissibilitysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Admissibility of the appeal against the interim order

Extrahierter Entscheid

The appeal is inadmissible because the appellant did not sufficiently show a non-reparable disadvantage or that immediate acceptance would avoid extensive evidence proceedings.

Extrahierte Begründung

The challenged decision was an independently appealable interim order under Art. 93 BGG. The appellant only argued that the CHF 400 advance payment was disproportionate to the CHF 250 dispute value and thus did not demonstrate a federal-law violation.

Kernrechtsfrage

Court costs for the Federal Supreme Court proceedings

Extrahierter Entscheid

No court costs are charged in view of the circumstances.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly insufficiently reasoned and was dealt with in simplified procedure, costs were waived under the applicable rules.

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