Supplementary benefits denied due to deemed income and gifts

P 43/00Bundesgericht / I. sozialrechtliche Abteilung29.11.2000Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The daughter of a supplementary-benefits claimant challenged the refusal of EL benefits for her father. The Federal Insurance Court held that the cantonal court had correctly applied the EL calculation rules. Gifts to the children had to be treated as waived assets, and the timing of their payment did not change the amount to be deducted under the amortization rules. Because the income exceeded the expenses even without the disputed loan element, the appeal was dismissed in simplified proceedings. No court costs were imposed.

Omnilex-Regeste

Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG; Art. 17a Abs. 1 ELV; supplementary benefits calculation and waived assets: gifts to descendants are to be treated as waived assets and included in the income side of the EL calculation. The chronological allocation of the payments is immaterial where the applicable amortization rules lead to the same deductible amount; what matters is the resulting reduction of the deemed asset. Returns from waived assets are likewise to be counted as income (consid. 2). Where the appellant raises no arguments showing the contested calculation to be contrary to federal law, the complaint is manifestly unfounded and may be decided in simplified proceedings under Art. 36a OG.

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0]
P 43/00 Vr

III. Kammer

Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer;
Gerichtsschreiber Fessler

Urteil vom 29. November 2000

in Sachen
B.________, Deutschland, Beschwerdeführerin,

gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, St. Gallen, Beschwerdegegnerin,

und
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen

In Erwägung,

dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: Durchführungsstelle) mit Verfügung vom 17. Juni 1999 den Anspruch des 1918 geborenen X.________ auf Ergänzungsleistungen (EL) zur Altersrente der AHV ab 30. Oktober (recte: 1. November 1998) verneinte,
dass die Tochter von X.________, B.________, hiegegen Beschwerde erhob, welche das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 23. Mai 2000 abwies,
dass B.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt und die Zusprechung von Ergänzungsleistungen an ihren Vater beantragt,
dass die Durchführungsstelle auf Abweisung des Rechtsmittels schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherung sich nicht vernehmen lässt,
dass in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht wird, was den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig, insbesondere den einschlägigen Berechnungsvorschriften gemäss Gesetz (ELG) und Verordnung (ELV) widersprechend, erscheinen liesse,
dass gemäss den EL-Berechnungsblättern zur Verfügung vom 17. Juni 1999 ein Einnahmenüberschuss von Fr. 25'285.- für 1998 und Fr. 22'833.- für 1999 resultiert,
dass selbst ohne das Darlehen von Fr. 115'000.- aus dem Verkauf der Liegenschaft (Parz. 384 in Halden) an die Tochter als Bestandteil des Vermögens die anrechenbaren Einnahmen die Ausgaben übersteigen,
dass die Geldbeträge, welche X.________ seiner Tochter und seinem Sohn schenkte, in die Berechnung mit einzubeziehen sind (Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG und BGE 121 V 205 Erw. 4a mit Hinweisen), wobei unerheblich ist, ob die gesamte Summe von Fr. 137'000.- 1991 ausbezahlt worden war, oder ob der Teil von Fr. 84'000.- erst 1993 gegeben wurde, da dies an den Amortisationsraten von jährlich maximal Fr. 10'000.- (Art. 17a Abs. 1 ELV und SVR 1999 EL Nr. 2 S. 3) und damit am gesamten vom Verzichtsvermögen in Ab- zug zu bringenden Betrag von Fr. 60'000.- für 1998 und Fr. 70'000.- für 1999 nichts ändert,
dass ebenso die Erträge aus Verzichtsvermögen auf der Einnahmenseite in Anschlag zu bringen sind (vgl. BGE 123 V 35 und AHI 1997 S. 146),
dass soweit die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde das laufende Jahr 2000 betreffen, es X.________ frei steht, sich erneut zum EL-Bezug anzumelden,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 29. November 2000

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

supplementary benefitswaived assetsgiftsincome surplusamortizationsocial insurance appealsimplified proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether supplementary benefits should be granted to X. despite the assessed income surplus and gifts treated as deemed assets.

Extrahierter Entscheid

No. The federal court found no violation of federal law in the cantonal decision and upheld the refusal of supplementary benefits.

Extrahierte Begründung

The appeal did not show that the calculation rules under the EL legislation were wrongly applied. Even excluding the loan from the property sale, the counted income exceeded expenses. Gifts to the children had to be included as waived assets, and their treatment was not altered by the timing of the payments because the amortization rules limited the deductible reduction. Returns on waived assets also had to be counted as income.

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