No continued accident-insurance benefits after two minor rear-end collisions

U 206/06Bundesgericht17.07.2006Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Insurance Court dismissed the insured person's administrative law appeal against SUVA and confirmed the cantonal judgment. It held that the two rear-end collisions of 15 May 2001 and 3 June 2004 were, in an overall assessment, clearly minor accidents. For that reason, the adequate causal link required for accident-insurance benefits was absent, so there was no basis to continue daily allowances, medical treatment, or to require assessment of pension and integrity compensation. The proceedings were decided in simplified form and no court costs were imposed.

Omnilex-Regeste

Art. 6 Abs. 1 UVG; adequate causal connection in accident insurance; rear-end collisions classified as minor accidents. Where the insured event is, on an overall assessment, a clearly light accident, adequate causation for ongoing benefits is to be denied as a matter of law, even if natural causation is discussed. The assessment is made according to the entire accident dynamics and objective circumstances; biomechanical estimates cannot override a manifestly minor accident pattern. In the absence of adequate causation, neither temporary benefits nor permanent benefits such as a disability pension or integrity compensation are owed (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunal fédéral des assurances
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess{T 7}
U 206/06

Urteil vom 17. Juli 2006
III. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiber Batz

Parteien
T.________, 1941, Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokat Jürg Tschopp, Bäumleingasse 2, 4001 Basel,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Liestal

(Entscheid vom 20. Januar 2006)

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 25. April 2005 verneinte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) eine weitere Leistungspflicht aus den Unfällen vom 15. Mai 2001 und 3. Juni 2004, welche T.________ anlässlich zweier Auffahrkollisionen erlitten hatte. Die hiegegen eingereichte Einsprache wies die SUVA unter Berücksichtigung eines weiteren Unfalles vom 24. Januar 2004 im Sinne der Erwägungen ab (Einspracheentscheid vom 1. Juli 2005).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, mit Entscheid vom 20. Januar 2006 abgewiesen.
T.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen, mit dem Rechtsbegehren, es sei die SUVA, unter Aufhebung von Gerichts- und Einspracheentscheid sowie Verfügung, zu verpflichten, "ihre gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen", "die Entrichtung weiterer gesetzlicher Leistungen wie Rente und Integritätsentschädigung zu prüfen" und "die notwendigen Abklärungen für eine Verrentung an die Hand zu nehmen". Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Das Bundesamt für Gesundheit hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Vorinstanz hat die gesetzliche Bestimmung über den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) und die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod), insbesondere auch bei Vorliegen eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule (HWS) und eines für diese Verletzung typischen Beschwerdebildes (BGE 117 V 360 Erw. 4b), zutreffend dargestellt. Richtig sind auch die Ausführungen des kantonalen Gerichts über die Adäquanzbeurteilung bei Unfällen und der in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (BGE 115 V 133; vgl. BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) sowie die bei Schleudertraumen der HWS und Schädel-Hirntraumen massgebende Judikatur (BGE 117 V 359 und 369). Darauf wird verwiesen.

2.
Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die Beschwerdeführerin aufgrund der beiden Auffahrkollisionen vom 15. Mai 2001 und 3. Juni 2004 im Zeitpunkt der einspracheentscheidweise bestätigten Einstellung der Versicherungsleistungen einen Gesundheitsschaden aufweist, der in natürlicher und adäquatkausaler Weise auf die beiden versicherten Ereignisse zurückgeht.

2.1 Zumindest der adäquate Kausalzusammenhang, welchen Art. 6 Abs. 1 UVG nebst der natürlichen Kausalität kumulativ voraussetzt, ist klarerweise zu verneinen. Es handelt sich bei beiden Auffahrkollisionen um eindeutig leichte Unfälle, bei denen die Adäquanz rechtsprechungsgemäss zu verneinen ist. Insoweit die Vorinstanz, abweichend von der Betrachtungsweise der SUVA im Einspracheentscheid, unter Berufung auf das Urteil A. vom 24. Juni 2003, U 193/01 (= RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357), aufgrund der in der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 7. Dezember 2001 angenommenen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von rund 10-15 km pro Stunde von einem mittelschweren Unfall (im Grenzbereich zu den leichten) ausgeht, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Aufgrund der aktenmässig dokumentierten Unfallverläufe ist - bei einer auch hier massgeblichen Gesamtbetrachtung - klarerweise auf das Vorliegen leichter Unfallereignisse zu schliessen. Diese Einschätzung rechtfertigt sich insbesondere in Anbetracht der in den Akten liegenden Fotos der Unfallautos.

2.2 Sämtliche Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen nichts daran zu ändern, dass die Beschwerdeführerin zwei leichte Auffahrkollisionen erlitten hat, die zumindest wegen fehlender Adäquanz weder die zeitlich unbeschränkte Ausrichtung von Taggeld und Heilbehandlung noch Dauerleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) rechtfertigen.

3.
Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

4.
Das Verfahren ist kostenfrei (Art. 134 OG).

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt.
Luzern, 17. Juli 2006

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Der Präsident der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

accident insurancecausal linkadequate causationrear-end collisionwhiplashbenefits terminationdaily allowanceintegrity compensationcourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the insured's condition after the two accidents remained naturally and adequately causally linked to the insured events for ongoing SUVA benefits.

Extrahierter Entscheid

The causal link necessary under accident insurance law was not established in an adequate sense; the collisions were classified as clearly minor accidents.

Extrahierte Begründung

Even if natural causation were discussed, adequacy was denied. On an overall assessment of the documented accident dynamics, the rear-end collisions were light incidents; the biomechanical assessment did not alter this conclusion.

Kernrechtsfrage

Whether the termination of daily allowances, medical treatment, disability pension, and integrity compensation had to be overturned or reconsidered.

Extrahierter Entscheid

No. The facts did not justify continued temporary benefits or any permanent benefits.

Extrahierte Begründung

Because the accidents lacked adequate causal relevance, the insurer was not obliged to continue benefits or to investigate a pension entitlement on that basis.

Kernrechtsfrage

Whether court costs were to be imposed in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged because the procedure was free of costs.

Extrahierte Begründung

The case was decided in a cost-free procedure under the applicable procedural rule.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.