Non-entry for failure to pay the advance on costs

BB.2015.167Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer19.01.2015Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A. appealed against the Federal Prosecutor's Office's non-prosecution decision in a fraud complaint against B. and C. The Federal Criminal Court's Complaints Chamber had ordered him to pay a CHF 2,000 advance on costs and warned that failure to pay would lead to non-entry. He neither paid within the deadline nor applied for legal aid. The court therefore did not enter into the complaint and ordered him to pay court costs of CHF 200.

Omnilex-Regeste

Art. 383 StPO; advance on costs in criminal appellate proceedings; non-payment within the set deadline leads to non-entry. The appellate authority may require the private complainant to provide security for costs and compensation, subject to Art. 136 StPO. If the security is not furnished on time, the remedy is inadmissible. For timeliness, payment is deemed effected only if the amount is handed over to the Swiss Post for the authority or debited from a Swiss post or bank account on the last day of the term (Art. 91 Abs. 5 StPO). Costs are borne by the unsuccessful appellant (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Gesamter Gesetzestext

Beschluss vom 19. Januar 2015 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Roy Garré, Gerichtsschreiber Miro Dangubic

Parteien

A.,

Beschwerdeführer

gegen

BUNDESANWALTSCHAFT,

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO),

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: B B . 201 4.1 67

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:

  • A. am 27. Oktober 2014 beim Bundesamt für Polizei gegen B. und C. Strafanzeige wegen Betrugs einreichte (act. 1.2);

  • die Strafanzeige in der Folge an die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") weitergeleitet wurde (act. 1.2); die BA mit Verfügung vom 24. Novem- ber 2014 die Nichtanhandnahme der obgenannten Strafanzeige verfügte (act. 1.2);

  • A. dagegen am 8. Dezember 2014 Beschwerde bei diesem Gericht erhebt und sinngemäss die Durchführung eines Strafverfahrens gegen die von ihm Angezeigten beantragt (act. 1);

  • der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2014 aufgefordert wurde, bis

  1. Januar 2015 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 2);
  • der Beschwerdeführer innert Frist (und bis dato) weder den verlangten Kostenvorschuss bezahlt noch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hat.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

  • gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Beschwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);

  • die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft verpflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383 Abs. 1 StPO); falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO);

  • die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO);

  • der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall die ihm zur Leistung des Kostenvorschusses anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf seine Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist;

  • bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO) hat;

  • die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 20. Januar 2015

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

  • A.
  • Bundesanwaltschaft

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.

Schlagwörter

non-entryadvance on costscriminal complaintappeal inadmissibilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the non-prosecution decision could be heard despite non-payment of the advance on costs.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant let the deadline for the advance on costs lapse without payment and without requesting legal aid, so the court could not enter into the appeal.

Extrahierte Begründung

Under Art. 383 StPO, the appellate authority may require security for costs; if it is not paid on time, it must not enter into the remedy. The appellant did not comply with the deadline.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs after non-entry.

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the court costs, which were set at CHF 200.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 428 Abs. 1 StPO, and the fee was fixed according to the applicable court fee rules.

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