Beschluss vom 10. Februar 2015 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Tito Ponti und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja
Parteien A., Beschwerdeführerin
gegen
EIDGENÖSSISCHE ZOLLVERWALTUNG, Ober- zolldirektion, Beschwerdegegnerin
Gegenstand Revision (Art. 88 Abs. 4 VStrR)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Ges c häft s n um m er: B V . 201 5.3
Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
A. mit Strafbescheid im abgekürzten Verfahren der Eidgenössischen Zollver- waltung, Zollinspektorat Schaffhausen, (nachfolgend "EZV") vom 1. Dezem- ber 2011 wegen Nichtanmeldung eines Personenwagens zu einer Busse von Fr. 250.-- verurteilt worden ist (act. 1.1);
A. mit Schreiben vom 4. Juni 2014 an die Zollkreisdirektion Basel gelangte und geltend machte, sie sei nur deshalb wegen Nichtanmeldung eines Per- sonenwagens gebüsst worden, weil ihr irrtümlicherweise anstelle einer Grenzgängerbewilligung G eine Aufenthaltsbewilligung B erteilt worden sei (Verfahrensakten EZV Urk. 1);
die EZV dieses Schreiben als Revisionsbegehren entgegennahm und mit Verfügung vom 13. Juni 2014 den Antrag auf Revision abwies (Verfahrens- akten EZV Urk. 5);
A. gestützt auf die Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung der EZV vom
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
Widerhandlungen gegen das Zollgesetz, das Mehrwertsteuergesetz und das Automobilsteuergesetz nach den jeweils einschlägigen Gesetzen und nach dem VStrR verfolgt und beurteilt werden (Art. 128 Abs. 1 ZG, Art. 103 Abs. 1 MWSTG und Art. 40 Abs. 1 AStG);
gegen einen abweisenden Revisionsentscheid innert 30 Tagen seit der Er- öffnung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 88 Abs. 4 VStrR);
die Beschwerde der Rechtsmittelbelehrung auf dem angefochtenen Ent- scheid entsprechend bei der Beschwerdegegnerin eingereicht wurde;
die rechtzeitige Einreichung der Beschwerde bei der unzuständigen Behörde die Beschwerdefrist wahrt (Art. 28 Abs. 4 VStrR);
für die Berechnung der Fristen die Artikel 20 – 24 VwVG sinngemäss gel- ten, sich die Fristen im gerichtlichen Verfahren aber nach der StPO richten (Art. 31 VStrR);
das Beschwerdeverfahren als gerichtliches Verfahren im Sinne von Art. 31 Abs. 2 VStrR anzusehen ist (siehe hierzu die Beschlüsse des Bundesstraf- gerichts BV.2011.4 vom 23. März 2011; BV.2011.2 vom 16. März 2011, E. 1.3; je m.w.H.), weshalb sich die Fristen nach den Bestimmungen der StPO richten;
Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abge- geben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizeri- schen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder im Falle von in- haftierten Personen der Anstaltsleitung übergeben werden müssen (Art. 91 Abs. 2 StPO);
die Beschwerdeführerin ihren Ausführungen zufolge den angefochtenen Ent- scheid vom 13. Juni 2014 am 4. Juli 2014 in Empfang genommen haben soll, weshalb die Frist zur Beschwerdeerhebung am 4. August 2014 abgelaufen ist;
gemäss Sendungsverfolgung ("Track & Trace") die Beschwerde am 5. Au- gust 2014 in Deutschland der Post aufgegeben und am 8. August 2014 der Schweizerischen Post zugeführt worden ist (act. 2.1);
die Beschwerde daher verspätet eingereicht wurde, weshalb darauf nicht einzutreten ist;
bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts- kosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO) hat;
die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au- gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf- verfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
Bellinzona, 10. Februar 2015
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:
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Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.