Mutual legal assistance complaints withdrawn; proceedings joined

RR.2014.289,RR.2014.290Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer04.12.2014Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A filed identical complaints against two St. Gallen mutual legal assistance orders concerning bank records requested by German prosecutors. The Federal Criminal Court's complaints chamber joined the proceedings. After A. withdrew both complaints by letter of 8 November 2014, the chamber held the cases closed and ordered them struck from the docket. It also waived court fees because the matter required no relevant effort.

Omnilex-Regeste

Art. 74 IRSG; withdrawal of a complaint in mutual legal assistance proceedings renders the appeal moot and leads to discontinuance and removal from the docket. Identical complaints concerning the same authority and subject matter may be joined when economy of procedure so requires (consid. 1). If the complainant withdraws the complaint, the court need not examine the merits and may terminate the proceedings without levying fees where no relevant work was incurred (consid. 2-3).

Gesamter Gesetzestext

Entscheid vom 4. Dezember 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiber Martin Eckner

Parteien

A., Beschwerdeführer

gegen

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ST. GALLEN, Beschwerdegegner

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: R R . 20 14. 28 9-290

  • 2 -

Sachverhalt:

A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen entsprach dem Rechtshil- feersuchen der Staatsanwaltschaft Bielefeld (Deutschland) vom 27. Au- gust 2014 mit Schlussverfügung vom 13. Oktober 2014 (RR.2014.289 act. 3, Verfahren der Vorinstanz RH.2014.347) und dem Rechtshilfeersu- chen der Staatsanwaltschaft Oldenburg (Deutschland) vom 17. Juli 2014 mit Schlussverfügung vom 2. Oktober 2014 (RR.2014.290 act. 3; Verfahren der Vorinstanz RH.2014.364).

In beiden Fällen geht es um auf dem Auktionsportal EBay verkaufte Waren, die nicht geliefert worden sein sollen. In beiden Verfahren seien die Kauf- preise auf das gleiche Konto bei der Bank B. geleistet worden (RH.2014.347 EUR 300, RH.2014.364 EUR 81). Die erwähnten deutschen Strafverfolgungsbehörden ersuchen um Herausgabe der Kontounterlagen.

B. Gegen die Schlussverfügungen erhob A. am 26. Oktober 2014 in beiden Verfahren gleichlautende Beschwerden (act. 1).

Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

  1. Die Eingaben vom 26. Oktober 2014 lauten gleich, sind von der gleichen Person verfasst und betreffen die gleiche Rechtshilfebehörde. Die Verfah- ren RR.2014.289 und RR.2014.290 sind zu vereinigen (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.301 vom 22. Mai 2014, E. 2).

  2. Mit Schreiben vom 8. November 2014 (act. 5) zog A. die Beschwerden zu- rück. Demnach war schon sein Beschwerdewille fraglich. Die Verfahren sind jedenfalls zufolge Rückzugs der Beschwerden erledigt und entspre- chend von der Geschäftskontrolle abzuschreiben.

  3. Mangels relevanten Aufwands wird keine Gerichtsgebühr erhoben.

  • 3 -

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Die Verfahren RR.2014.289 und RR.2014.290 werden vereinigt.

  2. Die Verfahren werden zufolge Rückzugs der Beschwerden als erledigt abge- schrieben.

  3. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.

Bellinzona, 5. Dezember 2014

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

  • A.
  • Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen
  • Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).

Schlagwörter

mutual legal assistancewithdrawaljoindercourt feesbank recordsdismissal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the two complaints should be joined

Extrahierter Entscheid

The two proceedings were joined because the filings were identical, filed by the same person, and concerned the same mutual legal assistance authority.

Extrahierte Begründung

Identical submissions by the same complainant against the same authority justified joinder.

Kernrechtsfrage

Whether the complaints should be dismissed as withdrawn

Extrahierter Entscheid

The proceedings were closed after the complainant withdrew both complaints.

Extrahierte Begründung

The withdrawal made the cases moot/terminated, and the court ordered them struck from the docket.

Kernrechtsfrage

Whether court fees should be charged

Extrahierter Entscheid

No court fee was imposed because no relevant effort had been incurred.

Extrahierte Begründung

The court expressly waived fees due to the limited workload.

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