Conviction for counterfeiting, fraud, impersonation and attempted extortion

SK.2013.33Bundesstrafgericht / Strafkammer17.12.2013Convicted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Criminal Court convicted A. of counterfeiting, circulating counterfeit money, repeated minor fraud, impersonation of an official, and attempted extortion. It imposed a suspended 13-month prison sentence with two years' probation and a CHF 3,000 fine, crediting four days of detention. The court also revoked the suspension of a prior three-day monetary penalty, ordered confiscation and destruction of counterfeiting equipment and notes, awarded compensation to three private plaintiffs, fixed an Ersatzforderung of CHF 800 in favor of the Confederation, maintained a CHF 400 seizure, and charged A. with the remaining procedural costs.

Omnilex-Regeste

Art. 240, 242, 146, 287 and 156 StGB; Art. 22 StGB; sentencing and confiscation consequences in a counterfeit-currency case: where the accused admits or the evidence establishes the offence complex, a combined suspended custodial sentence and fine may be imposed. Pre-trial detention is credited to the custodial sentence. Instruments and counterfeit notes are to be confiscated and destroyed or rendered unusable; remaining counterfeit notes may be kept in the file. Prior suspended sanctions may be revoked upon a new conviction. Civil claims, substitute claims, legal-aid compensation and costs are allocated according to the conviction and the secured claims.

Gesamter Gesetzestext

Urteil vom 17. Dezember 2013 Strafkammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Einzelrichter, Gerichtsschreiber Tornike Keshelava Parteien BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Adriano Robbi, Staatsanwalt des Bundes, und als Privatklägerschaft:

  1. Feuerwehrverein B.,
  2. C. AG,
  3. D. gegen A., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Lukas Bürge,

Gegenstand Geldfälschung, mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes, mehrfacher geringfügiger Betrug, Amtsan- massung, versuchte Erpressung B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: S K . 201 3.3 3

  • 2 - Der Einzelrichter erkennt: I.
  1. A. wird schuldig gesprochen der Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB), des mehrfachen in Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB), des mehrfachen geringfügigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 172 ter Abs. 1 StGB), der Amtsanmassung (Art. 287 StGB) und der versuchten Erpressung (Art. 156 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB).
  2. A. wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten, bedingt vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von Fr. 3'000.--. Bezahlt A. die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheits- strafe von 30 Tagen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 4 Tagen wird auf die Freiheitsstrafe angerechnet.
  3. Für den Vollzug wird der Kanton St. Gallen als zuständig erklärt.
  4. Der bedingte Vollzug der mit Strafmandat der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt vom 11. Juni 2012 ausgesprochenen Geldstrafe von 3 Tagessätzen à Fr. 130.-- wird widerrufen.
  5. Folgende beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet:  Sack mit Notenschnipseln (Ausschuss/Abfall) aus Dusche (diverse Serien-Nrn.);  4 gefälschten Banknoten à Fr. 100 (1 ausgeschnitten, 3 nicht ausgeschnitten) ab Küchenablage/Dusche (Serien-Nr. 04H6738915);  Laserdrucker HP mit Druckvorlage (Schablone);  Zettel mit Notizen.
  6. Die übrigen beschlagnahmten Falsifikate (total 122 Banknoten à Fr. 100) werden eingezogen, unbrauchbar gemacht und verbleiben in den Akten.
  7. A. wird (gemäss seiner Anerkennung) verpflichtet, den Privatklägern folgende Be- träge zu bezahlen:  Feuerwehrverein B.: Fr. 400.--;  C. AG: Fr. 300.--;  D.: Fr. 120.--;
  • 3 -
  1. Zu Lasten von A. und zu Gunsten der Eidgenossenschaft wird eine Ersatzforderung von Fr. 800.-- festgesetzt.
  2. Die Beschlagnahme von Fr. 400.-- bleibt zur Sicherstellung der Ersatzforderung und der Forderungen der Privatkläger aufrechterhalten. Werden die genannten Forde- rungen ohne Vollstreckungsmassnahmen getilgt, fällt die Beschlagnahme dahin.
  3. Fürsprecher Lukas Bürge wird für die amtliche Verteidigung von A. mit Fr. 12'400.-- (inkl. MwSt) durch die Eidgenossenschaft entschädigt. A. hat der Eidgenossenschaft hierfür Ersatz in vollem Umfang zu leisten, sobald er dazu in der Lage ist.
  4. Die weiteren Verfahrenskosten, bestehend aus den Gebühren des Vorverfahrens von Fr. 3'500.--, den Auslagen der Bundesanwaltschaft von Fr. 572.-- und der Ge- richtsgebühr von Fr. 1'500.--, werden A. auferlegt. II. Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Einzelrichter münd- lich begründet. Den anwesenden Parteien wird das Urteilsdispositiv ausgehändigt; den nicht anwesenden Parteien wird es schriftlich zugestellt.

Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber

  • 4 - Rechtsmittelbelehrung Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet; und nicht eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Artikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Frei- heitsentzug von mehr als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung des Disposi- tivs verlangt (Art. 82 Abs. 2 StPO). Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes- gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be- schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). Mit der Beschwerde kann nur geltend gemacht werden, der Anklageschrift sei nicht zugestimmt worden oder das Urteil entspreche nicht der Anklageschrift (Art. 362 Abs. 5 StPO). Gegen den Entschädigungsentscheid des Gerichts kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen bei der Beschwerdeinstanz Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a, Art. 396 Abs. 1 StPO).

Auf eine schriftliche Begründung des Urteils wurde gemäss Art. 82 Abs. 1 StPO verzichtet.

Schlagwörter

counterfeitingfraudimpersonationattempted extortionconfiscationsuspended sentencesubstitute claimlegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether A. is guilty of counterfeiting, circulating counterfeit money, minor repeated fraud, impersonation of an official, and attempted extortion.

Extrahierter Entscheid

A. was found guilty on all charged counts.

Extrahierte Begründung

The court accepted the prosecution case and the accused's admissions where relevant, establishing the elements of the offences.

Kernrechtsfrage

What sentence should be imposed and whether it should be suspended.

Extrahierter Entscheid

A suspended custodial sentence of 13 months with a probation period of 2 years and a fine of CHF 3,000 was imposed; 4 days pre-trial detention were credited.

Extrahierte Begründung

The court fixed a custodial sentence combined with a fine and granted conditional execution.

Kernrechtsfrage

Whether the previously suspended 3-day fine from the Basel-Stadt prosecutor's order should be revoked.

Extrahierter Entscheid

The conditional suspension of the prior fine was revoked.

Extrahierte Begründung

Because of the new conviction, the earlier suspended sanction could no longer remain in force.

Kernrechtsfrage

What should happen to the seized counterfeit notes and equipment.

Extrahierter Entscheid

Specified seized items were confiscated and destroyed; the remaining 122 counterfeit notes were confiscated, rendered unusable, and kept in the file.

Extrahierte Begründung

The items were instrumentalities or objects of the offences and could not remain in circulation.

Kernrechtsfrage

Whether A. must compensate the private plaintiffs and the Confederation.

Extrahierter Entscheid

A. had to pay CHF 400 to Feuerwehrverein B., CHF 300 to C. AG, and CHF 120 to D.; a substitute claim of CHF 800 was imposed in favor of the Confederation.

Extrahierte Begründung

The court ordered monetary consequences consistent with the admitted claims and confiscation substitute value.

Kernrechtsfrage

Allocation of legal aid, security seizure, and procedural costs.

Extrahierter Entscheid

Defence counsel was compensated CHF 12,400 by the Confederation; A. must reimburse that amount when able; the seizure of CHF 400 remained in place; A. was charged with the remaining procedural costs.

Extrahierte Begründung

The court allocated costs and secured civil and substitute claims by maintaining the seizure.

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