Costs after remand: party losing entirely bears costs

a-7233-2008Bundesverwaltungsgericht / 1. Abteilung25.11.2008Confirmed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court decided the costs after the Federal Supreme Court had annulled part of its earlier judgment and remitted the matter. It held that, in light of the Supreme Court ruling, the appellant was the fully unsuccessful party in proceedings A-1609/2006 and must bear the CHF 2,000 costs already fixed, which are set off against the advance paid. No costs were imposed for the present cost proceedings, and no party compensation was awarded for either set of proceedings.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 6 lit. b VGKE; Art. 64 Abs. 1 VwVG and Art. 7 VGKE: where a remittal leaves a party fully unsuccessful, procedural costs of the earlier administrative-court proceedings are to be charged to that party and set off against the advance on costs. No court costs are imposed for the cost decision itself under Art. 6 lit. b VGKE. Party compensation is denied when the party is wholly unsuccessful; this applies both to the remitted proceedings and to the ancillary cost decision (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

BVGer A-7233/2008

Entscheiddatum: 25.11.2008Publikationsdatum: 03.12.2008

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung I

A-7233/2008

{T 0/2}

Urteil vom 25. November 2008

Besetzung

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Thomas Stadelmann, Richter Lorenz Kneubühler,

Gerichtsschreiberin Iris Widmer.

Parteien

X._______ LTD,

vertreten durch _______,

Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung,

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid i.S. A-1609/2006.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-1609/2006 vom 29. April 2008 die Beschwerde der X._______ Limited (Beschwerdeführerin) teilweise guthiess und die Sache zur Berechnung des geschuldeten Vergütungszinses an die Vorinstanz zurückwies,

dass im genannten Urteil die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 1'800.-- auferlegt wurden und ihr eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'700.-- zugesprochen wurde,

dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_411/2008 vom 28. Oktober 2008 die Beschwerde der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) gutgeheissen hat,

dass es das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. April 2008 hinsichtlich des zugesprochenen Vergütungszinses aufgehoben und dieses angewiesen hat, über die Kosten und die Parteientschädigung für das verwaltungsgerichtliche Verfahren neu zu entscheiden,

dass im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils die Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht als vollständig unterliegende Partei erscheint,

dass ihr folglich die Verfahrenskosten, welche bereits mit Urteil vom 29. April 2008 auf Fr. 2'000.-- festgesetzt wurden, nach Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) aufzuerlegen, und diese mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen sind,

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass bei diesem Verfahrensausgang weder für das Verfahren A-1609/2006 noch für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin auszurichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Kosten im Verfahren A-1609/2006 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet.

Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten auferlegt.

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Dieses Urteil geht an:

die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Iris Widmer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

costsparty compensationremandtax proceedingsloss on the merits

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant must bear the costs of BVGer proceedings A-1609/2006 after the Federal Supreme Court's remand.

Extrahierter Entscheid

The appellant is treated as the fully unsuccessful party and must bear the CHF 2,000 court costs, offset against the advance paid.

Extrahierte Begründung

In light of the Federal Supreme Court judgment, the appellant fully lost the case before the Federal Administrative Court; therefore Art. 63(1) VwVG requires costs to be imposed and set off against the advance payment.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed for the present cost decision proceedings.

Extrahierter Entscheid

No costs are charged for the present proceedings.

Extrahierte Begründung

Under Art. 6(b) VGKE, no procedural costs are imposed for this cost decision.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant is entitled to party compensation for either the earlier proceedings or the present proceedings.

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded for either proceeding.

Extrahierte Begründung

Given the outcome, there is no entitlement to compensation under Art. 64(1) VwVG and Art. 7 VGKE.

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