Steuerbusse: Nichtdeklaration einer Entschädigung und nicht abzugsfähige Provision

ATA/474/1995Cour de justice / Verwaltungskammer19.09.1995SteuerrechtAbgewiesen

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Der Steuerpflichtige erhielt 1988 eine Entschädigung von CHF 610,000, deklarierte sie jedoch 1989 nicht gegenüber der kantonalen Steuerverwaltung. Das Gericht befand, dass die Unterlassung mangels nachgewiesener Täuschungsabsicht zwar nicht vorsätzlich, aber offensichtlich fahrlässig war. Angesichts seiner früheren Funktion als Unternehmensdirektor und seiner Finanzkenntnisse hätte er zumindest den Zeitpunkt der Realisierung des Einkommens steuerlich erkennen müssen. Das Gericht befand zudem, dass eine an eine Person im Ausland gezahlte Provision nicht abzugsfähig war, da der Name des Empfängers und der Überweisungsbeleg das Bestehen einer echten rechtlichen und steuerlichen Verpflichtung nicht nachwiesen.

Omnilex-Regeste

LCP art. 16 and art. 23 lit. g; unrichtige Steuerangabe und Abzugsfähigkeit von Provisionsaufwendungen. Ein Steuerpflichtiger, der eine erhebliche Entschädigung erhält und diese nicht deklariert, handelt zumindest offensichtlich fahrlässig, wenn er angesichts seines beruflichen Hintergrunds und seiner Finanzkenntnisse die steuerliche Relevanz und den Zeitpunkt des Einkommens hätte erkennen müssen, auch wenn keine Täuschungsabsicht nachgewiesen ist. Aufwendungen sind nur abzugsfähig, wenn der Steuerpflichtige das tatsächliche Bestehen der zugrunde liegenden rechtlichen und steuerlichen Verpflichtung nachweist; der blosse Name des Empfängers und ein Überweisungsbeleg reichen nicht aus, um eine abzugsfähige Provision nachzuweisen.

Gesamter Gesetzestext

Descripteurs

IMPOT; REVENU; INDEMNITE(EN GENERAL); FAUSSE INDICATION; DEDUCTION(SENS GENERAL); FRAIS(EN GENERAL); ASTUCE; AMENDE; FIN

Normes

LCP.16; LCP.23 litt.g

Résumé

Le recourant qui reçoit une indemnité de Frs 610'000.- en 1988 fait preuve d'une négligence patente en n'informant pas en 1989 l'administration fiscale cantonale de l'existence de cette indemnité, même s'il est prouvé qu'il n'a pas voulu tromper le fisc. En tant qu'ancien directeur de société, ayant des connaissances dans le domaine de la finance, et malgré les mauvais conseils de son mandataire, le recourant aurait pu et dû au moins se douter du moment où ce revenu était réalisé sur le plan fiscal. N'est pas déductible au sens de l'article 23 lettre g LCP, la commission versée par le recourant à une personne domiciliée à l'étranger, car le seul nom de cette personne et l'avis de virement de la commission ne suffisent pas à établir qu'une obligation existait réellement, juridiquement et fiscalement.

Schlagwörter

taxationincomedeductionexpensesnegligencefineforeign commissionproof

The omission was at least a patent negligence; even without an intent to deceive, the taxpayer should have recognized the tax relevance and reporting time of the indemnity.

As a former company director with financial knowledge, he could and should have understood when the income was realized for tax purposes, despite poor advice from his representative.

The commission was not deductible because the name of the recipient and the transfer notice did not sufficiently prove a real, legally and fiscally existing obligation.

The evidence produced did not establish the underlying obligation with the required certainty.

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