.
1833
Voranschlag 1984. Nachtrag II
Fünfzehnte Sitzung - Quinzième séance
Donnerstag, 13. Dezember 1984, Vormittag Jeudi 13 décembre 1984, matin 8.00 h
Vorsitz - Présidence: Herr Koller Arnold
83.062
Europarat. Zusatzprotokolle (Internationale Rechtshilfe) Conseil de l'Europe. Protocoles additionnels (entraide judiciaire)
Siehe Seite 591 hiervor - Voir page 591 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 26. September 1984 Décision du Conseil des Etats du 26 septembre 1984
Differenzen - Divergences Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Widmer, Berichterstatter: Wir unterbreiten Ihnen ein ganz kurzes, rein formelles Geschäft. Im Dezember 1983 hat der Ständerat allen vier Protokollen zugestimmt. Später dann, im Juni dieses Jahres, hat der Nationalrat eines dieser Proto- kolle abgelehnt. Dadurch ist eine Differenz entstanden. Der Ständerat beschäftigt sich jetzt mit diesem Protokoll; es ist das Protokoll 99, das hier kritisch aufgenommen worden war. Es zeigt sich, dass sich im Ständerat die Prüfung dieses Protokolls zeitlich in die Länge zieht. Die Kommission wird im Januar Hearings abhalten usw. Deshalb hat der Ständerat einen durchaus vernünftigen Beschluss gefasst. Man hat diese Botschaft getrennt, indem man die drei unbestrittenen Protokolle herausnimmt und in Kraft setzen möchte, damit die Verwaltung damit arbeiten kann. Das eine umstrittene Protokoll 99 wird für sich allein weiter behandelt. Es handelt sich um eine Selbstverständlichkeit, um eine rein formelle Beschlussfassung.
Ich empfehle Ihnen deshalb Zustimmung zu diesem Antrag des Ständerates auf Trennung der drei unbestrittenen Proto- kolle vom umstrittenen Protokoll. Ich bitte Sie, in diesem Sinn zu entscheiden.
.
M. Eggly-Genève, rapporteur: En juin de cette année, nous avons ratifié trois protocoles additionnels à des conventions du Conseil de l'Europe et nous avons refusé d'en ratifier un, le protocole 99, concernant l'extension de l'entraide judi- ciaire pénale à l'escroquerie fiscale. Le Conseil des Etats qui, auparavant, avait accepté les quatre protocoles a donc été obligé de reprendre le dossier. Il a décidé, à nouveau, de ratifier trois d'entre eux et d'examiner de manière plus approfondie celui qui est litigieux ainsi que de procéder, en janvier, à des auditions. C'est la raison pour laquelle, il a choisi de séparer les trois protocoles non contestés de celui qui est encore en discussion. C'est cette proposition qui vous est faite. Il n'y a donc pas de problème pour les protocoles que vous avez déjà ratifiés; le quatrième est sorti - si vous me permettez l'expression - du «paquet» et votre commission vous propose d'accepter cette manière de pro- céder.
Angenommen - Adopté
84.052 Voranschlag der Eidgenossenschaft 1985 Budget de la Confédération 1985
Siehe Seite 1763 hiervor - Voir page 1763 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 12. Dezember 1984 Décision du Conseil des Etats du 12 décembre 1984
Differenzen - Divergences
541.557.11 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Schwarz, Berichterstatter: Der Ständerat hat gestern auf Antrag seiner Finanzkommission beschlossen, die Rubrik 541.557.11 (Rüstungsmaterial) von 1 355 000 500 Franken um 300 Millionen Franken auf 1 655 000 500 Franken zu erhöhen. Dies als Konsequenz aus der Verabschiedung des Rüstungsprogramms in beiden Räten. Die Finanzkommis- sion Ihres Rates empfiehlt Ihnen, diesem Antrag des Stände- rates zu folgen. Damit wäre die letzte Differenz ausgeräumt. Die Schlusszahlen würden dann wie folgt lauten: Ausgaben- überschuss im Finanzvorschlag: 682 691 828 Franken und Reinaufwand im Gesamtvoranschlag: 802 522 441 Franken.
M. Bonnard, rapporteur: Après la décision que nous avons prise concernant l'acquisition du Leopard 2, le Conseil des Etats a décidé, lors de l'examen du budget, d'augmenter la rubrique 541.557.11 (Matériel d'armement), qui est actuelle- ment de 1 355 000 500 francs à 1 655 000 500 francs, soit de 300 millions; ce qui est le montant nécessaire, l'année prochaine, au financement de l'acquisition du Leopard. La Commission des finances unanime vous invite à accepter cette nouvelle proposition du Conseil des Etats. Ainsi, la dernière divergence entre les deux Chambres serait élimi- née. L'excédent définitif des dépenses serait alors de 682 millions 691 828 francs au compte financier. Le déficit du compte général serait de 802 millions 522 441 francs.
Angenommen - Adopté
Ad 83.052
Voranschlag 1984. Nachtrag II Budget 1984. Supplément II
Botschaft und Beschlussentwurf vom 31. Oktober 1984 Message et projet d'arrêté du 31 octobre 1984
Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale, Bern
S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel, Berne
Beschluss des Ständerates vom 5. Dezember 1984 Décision du Conseil des Etats du 5 décembre 1984
Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Budget 1984. Supplément II
1834
N
13 décembre 1984
Minderheit (Biel)
Volkswirtschaftsdepartement
707 Bundesamt für Landwirtschaft
433.30 Butterverwertung 433.31 Käseverwertung 433.92 Förderung des Rebbaus
streichen streichen
streichen
Proposition de la commission Majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Minorité
(Biel)
Département de l'économie publique 707 Office fédéral de l'agriculture
433.30 Placement du beurre
biffer
433.31 Placement du fromage
biffer
433.92 Encouragement de la viticulture
biffer
Schwarz, Berichterstatter: Die mit dem Nachtrag Il zum Budget 1984 beantragten Kreditnachträge entfallen mit 423 Millionen Franken auf eigentliche Nachtragskredite und mit 1 Million Franken auf Kreditübertragungen. Im Vorjahr waren es total 483,9 Millionen. Zusammen mit dem Nach- trag I führen sie zu einer Erhöhung der budgetierten Gesamtausgaben um 496 Millionen Franken. Das sind 2,3 Prozent der budgetierten Gesamtausgaben. Im Vorjahr waren es 500,2 Millionen oder 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre sind die Nachtragskredit- begehren pro 1984 etwas geringer. Zusätzlich werden noch 11 Millionen für Verpflichtungskredite und Zusatzkredite anbegehrt. Über 80 Prozent der genannten 423 Millionen entfallen auf höhere Leistungen für den Ankauf und die Verwertung landwirtschaftlicher Produkte (rund 220 Millio- nen), auf höhere Leistungen des Bundes an die Invaliden- versicherung (61 Millionen), auf Mehraufwendungen an die konzessionierten Transportunternehmen (44 Millionen) sowie auf die Beteiligung des Bundes an einem Schweizeri- schen Forschungszentrum für Mikrotechnik (21 Millionen). Bei den weiteren Nachtragskrediten fallen am stärksten ins Gewicht der Teuerungsausgleich für das Bundespersonal (15 Millionen), die ausserordentlichen Massnahmen gegen Waldschäden (8 Millionen), Personen- und Gütertransport in militärischen Schulen und Kursen (5,4 Millionen) und Gewässerkorrektionen (5 Millionen). Die restlichen 91 Begehren belaufen sich auf insgesamt 39,4 Millionen und stehen vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung des Dollarwechselkurses. Von den sieben Kreditübertra- gungsgesuchen verdienen insbesondere die im Vorjahr nicht voll beanspruchten Zahlungskredite von knapp 1 Mil- lion Franken für die Denkmalpflege Erwähnung. Die anbe- gehrten Verpflichtungskredite umfassen sieben neue Objektkredite für 4,5 Millionen sowie sieben Zusatzkredite für 6 Millionen. Ein Objektkredit von 2 Millionen ist für eine Datenverarbeitungsanlage beim Bundesgericht vorgesehen, weitere 5 Millionen werden als Zusatzkredite für Gewässer- korrektion infolge der ausserordentlichen Unwetterschäden 1983 beantragt. Die übrigen Verpflichtungskreditgesuche entfallen auf eine Reihe ziviler und militärischer Bauvorha- ben. Anlass zu Diskussionen boten in der Finanzkommis- sion vor allem die landwirtschaftlichen Nachtragskreditbe- gehren. Kollege Biel wird drei Minderheitsanträge begrün- den, und zwar zur Futterverwertung (32,2 Millionen Fran- ken), zur Käseverwertung (37,3 Millionen Franken) und zur Förderung des Rebbaus (800 000 Franken). Die entspre- chenden Streichungsanträge wurden von der Kommissions- mehrheit abgelehnt. Damit ich nachher nicht nochmals das Wort ergreifen muss, nur soviel: Es dreht sich im Grundsatz um dieselbe Thematik, wie wir sie bereits im Rahmen der Budgetberatung in der ersten Sessionswoche behandelt haben. Es geht um gesetzliche Bindungen einerseits und um Produktionsüberschüsse andererseits. Würden die Nachtragskredite verweigert, entstünde eine Verletzung des Paritätslohnprinzips.
Bei der Position «Förderung des Rebbaus» haben wir anlässlich der Budgetberatung vernommen, dass gemäss Aussage von Bundesrat Furgler der Entwurf des neuen Rebbaubeschlusses bis Ende 1985 vorliegen soll.
Die Finanzkommission beantragt Ihnen mit 18 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen den Bundesbeschluss über den zweiten Nachtrag zum Voranschlag 1984 gutzuheissen. Soweit Min- derheitsanträge vorliegen, werden sie noch begründet.
M. Bonnard, rapporteur: Nous avons à nous prononcer sur des crédits supplémentaires de paiement pour 424 millions et sur des crédits d'engagement pour environ 11 millions. Les crédits de paiement sollicités se décomposent en cré- dits supplémentaires à proprement parler pour 423 millions et en crédits reportés pour 1 million. Ils se situent en chiffres absolus au niveau des années précédentes. Ils représentent les 2,3 pour cent de l'ensemble des dépenses de 1984, ce qui reste en deçà des chiffres correspondants des années pré- cédentes.
Pour plus de 80 pour cent, les crédits de paiement ont trait à des mesures rendues nécessaires par l'abondance des récoltes de céréales et de la production dans le domaine de l'agriculture, à un accroissement des prestations en faveur de l'assurance-invalidité, au surplus de dépenses en faveur des entreprises de transport concessionnaires et, enfin, à la participation de la Confédération au Centre suisse de recherche en microtechnique et en électronique. Vous vous êtes prononcés sur ce dernier projet dans le courant de l'année.
La proposition qui nous est soumise comprend aussi sept demandes de report de crédits dont environ 1 million, soit presque la totalité, est destiné à la protection des monu- ments historiques. Ces crédits acceptés pour l'année précé- dente, donc pour 1984, et qui n'ont pas été pleinement utilisés, sont reportés sur l'exercice en cours en vue d'assu- rer la poursuite ou l'achèvement d'un certain nombre de projets.
Les crédits d'engagement comprennent sept nouveaux cré- dits d'ouvrage et sept crédits additionnels. Parmi les crédits d'ouvrage, je vous signale l'acquisition d'un ordinateur pour le Tribunal fédéral - souhaitons que cela lui permette de récupérer une partie de son retard - un crédit additionnel de 5 millions pour les corrections de cours d'eau à la suite des dégâts causés par les intempéries de 1983.
L'objet en question n'a, pour l'essentiel, pas donné lieu à des contestations devant la Commission des finances. Je peux donc me borner à vous toucher un mot des proposi- tions de minorité de M. Biel. Il y en a donc trois. Les deux premières tendent à biffer les crédits de 32,2 millions pour le placement du beurre, c'est la position 707.433.30, et à biffer aussi la position de 37,3 millions pour le placement du fromage. La commission a rejeté ces deux propositions par 14 voix contre 1 et vous recommande d'en faire autant aujourd'hui.
Au moment où le budget est établi, la quantité de beurre ou de fromage qui sera produite ne peut bien sûr faire l'objet que d'une évaluation, d'une estimation. Si la quantité pro- duite en définitive dépasse le chiffre qui a été budgeté, nous devons en tirer les conséquences sur le plan financier. La loi nous l'impose, elle ne nous laisse pas de marge de ma- nœuvre.
Quant à la troisième proposition de M. Biel, elle requiert la suppression des 800 000 francs projetés pour encourager la viticulture; or, il s'agit là d'un crédit destiné à encourager la reconstitution du vignoble. Nous en avons déjà discuté dans le cadre de l'examen du budget. Le Parlement a demandé également sa suppression, mais j'ai déjà eu l'occasion de vous dire que le statut du vin est en révision et que ce projet nous sera soumis l'an prochain. Ce remaniement porte notamment sur la question soulevée par M. Biel, mais tant qu'il n'est pas achevé, la subvention est due. Aussi la com- mission a-t-elle repoussé cette proposition par 7 voix contre 2 et 2 abstentions. A ce sujet également, M. Biel vous soumet une proposition de minorité que nous vous invitons à rejeter.
1835
Voranschlag 1984. Nachtrag II
Sur l'ensemble, la Commission des finances vous propose par 18 voix sans opposition et 2 abstentions d'approuver l'arrêté fédéral concernant le deuxième supplément au bud- get 1984.
Biel, Sprecher der Minderheit: Ich begründe alle drei Min- derheitsanträge zusammen. Wir haben, wie die Referenten darauf hingewiesen haben, bereits anlässlich des Budgets 1985 über diese Positionen diskutiert. Alle drei Anträge betreffen das Bundesamt für Landwirtschaft, zwei davon die sogenannte Milchrechnung und einer die Förderung des Rebbaues.
Zuerst zur Milchrechnung. Letztmals ist ja einiges dazu gesagt worden, und ich muss in diesem Zusammenhang noch auf einiges zurückkommen. Ich habe Ihnen damals beantragt, die Aufwendungen zu plafonieren. Es ist behaup- tet worden, das sei rechtlich nicht zulässig. Das ist natürlich überhaupt nicht wahr. Im Landwirtschaftsgesetz sind einige Grundsätze enthalten und sonst nichts. Es wäre anders, wenn bis zum Milchpreis und der Milchmenge alles in einem Erlass genau geregelt wäre. Aber die Milchmenge, das Kon- tingent und der Milchpreis werden vom Bundesrat bzw. von der Verwaltung festgesetzt, nicht vom Parlament. Folglich haben wir genügend Parameter, um die ganze Geschichte zu steuern. Das musste einfach wieder einmal gesagt werden.
1984 waren 750 Millionen Franken für diese Position budge- tiert. Das ist sehr viel Geld. Dennoch fordert nun der Bun- desrat massive Nachtragskredite von 70 Millionen Franken allein im Bereich der Milchrechnung. Im Bereich der Land- wirtschaft haben wir dieses Mal die grössten Nachtragskre- dite: 220 Millionen für Milch, Wein und Getreide.
Warum verhält es sich so? Einmal mehr, weil die Grundbe- dingungen des Landwirtschaftsgesetzes nicht respektiert worden sind, insbesondere Artikel 18, der verlangt, dass die Produktion auf die Absatzmöglichkeiten abzustimmen ist. Für die Preise, die wir bezahlen, lässt sich diese Produktion eben nicht absetzen. Die Produktion und der Preis sind zu hoch: 92 Rappen für die Milch ist ein Weltrekordpreis. In der EG kostet ein Liter Milch im gewogenen Durchschnitt 55 Rappen. Sie können so ungefähr den Unterschied sehen. Beim Getreide ist es gleich, wobei da insofern das Problem etwas weniger schlimm ist, weil ja ein Teil des Getreides, das zuviel eingekauft werden muss, in den nächsten Jahren verwertet werden kann, und zwar so, dass letztlich dann doch wieder Einnahmen resultieren. Deshalb figuriert es auch unter dem Titel «Warengeschäfte». Bei der Milch hin- gegen geht es so weiter: Jahr für Jahr höhere Kosten. Wir können dieses Politik nicht mittragen, und deshalb wehre ich mich dagegen. Unser Budgetrecht wird mit diesen Nach- tragskrediten einmal mehr ausgehöhlt.
Was geschieht, wenn wir diese Nachtragskredite nicht bewilligen? Dann muss der Bundesrat handeln. Er hat vor allem auch die Möglichkeit, die Geschichte zu steuern. Einmal sollte man meines Erachtens denjenigen, die über ihr Kontingent hinaus liefern, nichts mehr bezahlen. Dann würde die Überproduktion nämlich rasch aufhören. Dann ist es vor allem durchaus möglich, den Rückbehalt zu erhöhen, wobei es der Bundesrat in der Hand hätte, hier einmal auf die Produktionsmenge abzustellen und von denjenigen, die kleine Kontingente haben, einen entsprechend geringeren Rückbehalt zu verlangen; das wäre auch denkbar. Es geht darum, wie die Mehraufwendungen zu decken sind. Wir dürfen nicht immer wieder alles auf eine Bundeskasse über- wälzen, die sowieso leer ist.
Über den Wein ist bereits genug gesprochen worden. Auch hier geht es wieder um einen Nachtragskredit zur Förderung der Produktion eines Produktes, von dem schon viel zu viel vorhanden ist. Das ist einfach widersinnig, da können Sie mir erzählen, was Sie wollen. Wir müssen derartige Nach- tragskredite ablehnen! Beim Wein werden Sie sowieso in anderen Zusammenhängen noch einige Schwierigkeiten bekommen - ich erinnere an das temperamentvolle Votum unseres Kollegen Moritz Leuenberger. Jetzt hat die Schweiz in der gemischten Kommission ja Schwierigkeiten mit der
Europäischen Gemeinschaft bekommen. Zu Recht hat man dort natürlich auch diese - laut Zeitungskommentar - «kleinkarierte, protektionistische Importrestriktion» ange- prangert.
Es geht hier um viele Dinge, und im Schweizervolk versteht man nun einfach eine gewisse Politik schon lange nicht mehr; es wird nur noch der Kopf darüber geschüttelt, dass wir hier weiterhin Geld ausgeben für die Förderung eines Produktes, das schon im Überfluss vorhanden ist. Am lieb- sten hätte ich auch die andere Position - die viel saftigere - bekämpft, nämlich diese Überschussverwertungsaktion. Im Unterschied zu derjenigen, die ich im Sommer bekämpft habe, haben Sie diesmal immerhin nicht die Spekulanten direkt unterstützt, sondern zumindest auch den Konsumen- ten etwas zugute kommen lassen; das ist immerhin etwas, aber die Geschichte wird dadurch nicht schöner: 70 Millio- nen für Weinüberschüsse in einem Jahr sind viel Geld, und zwar Geld, das den Konsumenten gehört, weil es ihnen nämlich vorher bei der Einfuhr abgenommen wurde.
Ich beantrage Ihnen sowohl aus sachlichen wie auch aus budgetären Gründen Ablehnung dieser drei Positionen. Ich kann die Verantwortung für eine solche Politik nicht mit- tragen.
Mme Jaggi: M. Biel vient de nous rappeler que ce poste 433.93, «Mesures de placement du vin», nous aura coûté au total, par le biais des premier et deuxième suppléments au budget de l'année courante, environ 70 millions.
Autant un débat sur le budget est un acte politique impor- tant, fixant le cadre financier du ménage de la collectivité concernée, autant une discussion comme celle-ci sur les suppléments semestriels au budget a quelque chose de vain, d'un peu surréaliste même. Nous en sommes réduits à nous prononcer sur l'opportunité de dépenses qui ont déjà été faites, de crédits qui sont déjà ouverts, bref de décisions déjà prises. Dans ces conditions, il n'y a en fait que deux moyens de donner un sens à l'exercice: on peut faire une démonstration, telle celle que, fidèle à lui-même, M. Biel nous propose, ou bien on peut tirer, s'il y a lieu, des leçons pour l'avenir.
C'est plutôt cette deuxième solution que nous devrions adopter à propos des mesures de placement sur le vin. Après les 35 millions soumis avec le premier supplément au budget 1984, qui sont allés aux négociants en vins et même aux brasseurs disposant de certaines capacités de stockage, on nous propose 33 millions, dont 30 200 000 francs ont effectivement été dépensés pour des mesures de placement en elles-mêmes sensiblement plus efficaces que le simple financement de mises en réserve. Pour la récolte 1984, on ne s'est pas contenté d'assumer stupidement la vendange record, en reportant le problème.
Cette année, on a cherché à vendre avant la transformation en vin une partie de la récolte excédant les besoins du marché sous des formes diverses - raisin de table, moût, primeur, jus de raisin. Le crédit soumis à notre ratification a permis d'accorder des montants au litre ou au kilo. Les produits concernés sont donc typiquement des produits subventionnés au sens de la loi sur les marchandises a prix protégés. Or cette loi prescrit l'intervention du contrôle des prix pour la fixation des conditions de vente au détail dans les magasins des produits subventionnés précisément, mais selon l'interprétation usuelle, pas dans les établissements publics. On en voit le résultat au travers de la calculation autorisée pour le «sauser», par exemple, cette année: prix de vente aux commerces et aux cafés-restaurants: 3 fr. 50 le litre, dont environ un tiers - la proportion varie selon les régions de production - à la charge de la Confédération; 3 fr. 50 donc à l'achat pour les établissements publics; prix de vente aux consommateurs, autorisé par l'Office de l'agri- culture: 9 fr. 50 à 12 francs!
Accorder des subventions pour la vente de produits pour lesquels on tolère une marge de 200 pour cent, représentant les deux tiers du prix final; cela n'a, à mon avis, guère de sens! On peut penser que la surveillance des prix viendra y mettre de l'ordre, mais je vous rappelle que la surveillance
N
13 décembre 1984
1836
Budget 1984. Supplément li
des prix devrait intervenir à titre subsidiaire seulement lors- qu'une forme de surveillance ou de contrôle des prix n'est pas déjà prévue par la législation existante.
Il importe, à mon sens, d'examiner à la loupe les marges pratiquées par les cafetiers-restaurateurs et de les placer sous contrôle. Il est inutile de se lamenter sur la puissance du lobby des cafetiers, tout en lui laissant la liberté de pratiquer des marges dépassant de toute évidence un niveau acceptable. Pas plus qu'au sein de la commission, je ne fais pas de proposition relative à ce poste «Mesures de placement». En revanche, je demande au Conseil fédéral de donner l'assurance qu'il entreprendra l'adaptation du régime légal nécessaire au contrôle ces marges dans les établissements publics ou, plus simplement et ce serait suffisant, je le prie d'adopter enfin une interprétation plus ferme de la loi sur les marchandises à prix protégés.
M. Candaux: Je voudrais m'exprimer également au sujet de la proposition de M. Biel.
Après l'affrontement de la semaine dernière sur le compte laitier, que M. Biel voulait limiter à 800 millions de francs au lieu des 834,7 millions proposés, il faut constater que M. Biel ne se décourage pas et surtout qu'il ne perd pas son temps. Il propose aujourd'hui des rognures considérables puisque, dans le cadre du message concernant les suppléments du budget de l'Office fédéral de l'agriculture, il supprime 32,9 millions pour le placement du beurre, 37,3 millions pour le placement du fromage, et enfin 33 millions à l'encourage- ment à la viticulture, et notamment les jus sans alcool, soit au total 102,5 millions. Je suis surpris par cette initiative de M. Biel, car je le considère comme un spécialiste qui connaît bien les problèmes de l'agriculture.
Je voudrais vous rappeler que l'augmentation des dépenses pour la mise en valeur du lait n'est pas imputable aux producteurs qui sont strictement soumis au contingente- ment. Cela est dû, et vous le savez bien, aux conditions difficiles qui caractérisent le marché laitier, non seulement sur le plan national mais aussi sur le plan international, autrement dit dans le cadre du Marché commun ou CEE. Le refus des crédits nécessaires aurait des répercussions sur le prix de base du lait et entraînerait une réduction des contin- gentements laitiers. Inutile de vous préciser les consé- quences de cette politique sur le revenu des familles pay- sannes!
Je voudrais reprendre le premier problème, celui du beurre. Le beurre bénéficie d'une subvention à la consommation. Si tel n'était pas le cas, les margarines se substitueraient entiè- rement au beurre, autrement dit le métier de l'importation, évidemment beaucoup plus fructueux pour les grandes chaînes, prendrait le relais.
En ce qui concerne le placement du fromage, qui constitue un marché difficile, notre pays a toujours exporté des fro- mages jusqu'en Amérique et, à l'heure actuelle, il faut se battre et pratiquer parfois des prix de dumping pour arriver à placer les surplus de fromages. Tous les pays d'Europe sont confrontés au même problème.
Enfin, il y a l'encouragement à la viticulture. A cet égard, je suis surpris des propositions de M. Biel car si la production totale pour 1984 est de 117 millions de litres, on a pu, grâce à une opération jus de raisin, détourner 8 millions de litres pour les transformer directement en jus sans alcool, et on a soustrait 3 millions de kilos de raisin comme raisin de table et 600 000 litres de moût primeur. S'il n'y a pas eu plus de raisin de table, ce n'est en tout cas pas la faute des viticul- teurs qui, eux, ont été victimes de conditions métérologi- ques vraiment désastreuses en septembre.
La chaîne Migros a toujours pratiqué la «politique du sans alcool» - et je lui en suis reconnaissant. Cependant, je me demande si l'on ne prévoit pas, dans cette grande chaîne d'alimentation, un changement de cap après le départ de Mme Duttweiler qui incarne la volonté du refus de la vente de vin dans cette grande chaîne.
Je dois encore ajouter que le refus de la semaine passée a été pour le monde agricole une source de satisfaction qui pourrait être de courte durée si l'on en juge par les pro-
blèmes que nous rencontrerons lors de l'élaboration du nouvel arrêté laitier de 1987, actuellement en gestation.
M. Biel propose de prendre des mesures beaucoup plus sévères à l'endroit de l'agriculture. Or, le contingentement laitier en vigueur dans notre pays est respecté. Les 29 millions de quintaux sont légèrement dépassés, mais nul n'ignore que le lait qui arrive en supplément n'est plus payé que 30 centimes au lieu de 90,2 centimes. Les agriculteurs n'ont donc aucun intérêt à fournir du lait à ce prix. Aussi font-ils de l'engraissement. S'ils avaient le droit de produire autant de lait qu'ils le peuvent, nous n'aurions pas 29 mil- lions de quintaux aujourd'hui, mais nous arriverions facile- ment à 40 millions de quintaux avec la production augmen- tée du bétail laitier et les possibilités qu'offrent les machines à traire. Ceci est valable non seulement pour notre pays mais pour tous les pays.
C'est pour cette raison que je vous prie instamment de refuser les propositions de M. Biel concernant ces trois secteurs.
Oehen: Ich bin jetzt hier seit 13 Jahren Zeuge der immer wiederkehrenden Anträge von Herrn Biel, die Beiträge an die Landwirtschaft zusammenzustreichen. Als Mitbetroffe- ner habe ich gelegentlich Mühe, bei diesen Diskussionen ruhig zu bleiben. Es ist in seinen Anträgen so viel Unan- nehmbares enthalten, dass ich heute einmal ein paar harte Worte sagen will. Ich gehe von etwas aus, das gestern Herr Bundespräsident Schlumpf im Tone der Selbstverständlich- keit als «Gag> gesagt hat: Nicht wahr, in unserem Lande haben wir doch alle auf den 1. Januar den Teuerungsaus- gleich, selbst wir Bundesräte bekommen den vollen Teue- rungsausgleich. Ich habe gestern den Zwischenruf ge- macht: Aber wir Bauern nicht!
Herr Biel, im vergangenen Jahr wurde die ausgewiesene Teuerung der Landwirtschaft durch Erhöhung der Produk- tepreise zu knapp 50 Prozent ausgeglichen. Auf das kom- mende Jahr hat unsere Standesvertretung darauf verzichtet, neue Anträge zu stellen, obwohl die Teuerung wieder um 3 Prozent angestiegen ist. Wir wissen ganz genau, dass die Landwirtschaft dauernd hintennachhinkt. Dauernd ist sie das Stiefkind in dieser Gesellschaft. Die Kaufkraftverluste unserer Produkte gehen in mehrere 10 Prozent. Die Land- wirtschaft steht unter ununterbrochenem Rationalisierungs- zwang. Rationalisierungszwang bedeutet zu einem schönen Teil eben auch immer mehr Produktionskraft pro Person. Die Betriebe sind derart personell zusammengestaucht, dass ihnen überhaupt nichts mehr anderes übrig bleibt, als die Existenz dadurch zu sichern zu suchen, dass pro Per- son, dass pro Tier, dass pro Hektare mehr produziert wird. Dann steht in diesem Nachtragsbegehren die Begründung, dass man den Aufschlag dieses einen Rappen nicht hätte auf die Konsumenten überwälzen können. Wieso nicht? Wegen der Opposition, die genau aus Ihren Kreisen vor allem aus Ihrer Geschäftstätigkeit kommt, aber auch aus Kreisen der Exportindustrie, die immer und sofort klagt, dass die Erhöhung der Lebensmittelpreise sich unmittelbar auf ihre Konkurrenzfähigkeit auswirken werde.
Ich muss Ihnen sagen, dass die Landwirtschaft nicht nur hier, sondern in allen Industriestaaten unter diesem andau- ernden Rationalisierungszwang steht, und dass wir genau deshalb zu diesen unsinnigen Überproduktionen auf Teilge- bieten der Landwirtschaft gekommen sind. Wenn Sie nun, Herr Biel, sagen, es sei eine unerträgliche Situation, sich immer mit diesen Überproduktionen herumzuschlagen, gehe ich mit Ihnen einig. Aber es gibt nur eine Möglichkeit, dies zu verhindern, nämlich die Kaufkraftsicherung wenig- stens der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte. Kein Bauer hat ein grosses Vergnügen, dauernd seine Kühe noch mehr auszubeuten und den Ertrag seines Bodens mit allen Nebenfolgen heraufzudrücken. Dann kommen die Umwelt- schützer und sagen: Ihr seid die grossen Land-, Boden- und Wasservergifter
Auf diese Art und Weise geht es auf die Dauer nicht weiter. Oder wollen Sie die Landwirtschaft sterben lassen? Dann kommt man und erklärt uns, die Landwirtschaft ist wichtig
1837
Voranschlag 1984. Nachtrag II
für die Umwelt, ihr seid die einzigen, die sich mit Umwelt- pflege praktisch gratis herumschlagen. Ihr seid die Sicher- heit, dass unsere Umwelt für den Tourismus noch interes- sant bleibt usw. Für die Notvorsorge haben wir Euch nötig. Ja, aber dann, bitteschön, wenn Ihr das nicht über den Preis der Produkte abgelten wollt, dann stellt uns doch als Staats- angestellte an. Vom damaligen Präsidenten des Schweizeri- schen Gewerkschaftsbundes ist einmal angeregt worden, man könnte ja alle Landwirte als Staatsangestellte betrach- ten, sie entsprechend entlöhnen und den entsprechenden Personalvorschriften unterstellen. Ich muss Ihnen sagen, wenn Sie das tun, dann sind die Überschüsse sehr rasch weg. Wir werden es dann sehr viel einfacher haben und leichter leben können, auch mit einer 42-Stunden-Woche, einer Pensionskasse und vier, fünf oder sechs Wochen Ferien im Jahr. Ich muss Ihnen schon sagen: Was die schweizerische Landwirtschaft für diese Volkswirtschaft lei- stet, wird beileibe nicht überrissen abgegolten.
Ein letztes Wort: Hören Sie bitte auf mit Preisvergleichen zwischen unserer Landwirtschaft und derjenigen anderswo. Wir wissen sehr genau, dass unsere Berufskollegen in vielen Ländern Europas und vor allem der Dritten Welt natürlich noch viel mieser dran sind als wir. Das ist aber kein Grund, uns dauernd vorzuhalten, die Nachtragskredite und Stützun- gen seien unerträglich. So geht es auf die Dauer nicht!
Eine letzte Bemerkung zum Weinbau: Hier geht es um die Rechtssicherheit, Herr Kollega Biel. Lesen Sie doch die Begründung des Bundesrates! Wenn Sie die Rechtssicher- heit nicht mehr hochachten, dann streichen Sie das, anson- sten aber müssen Sie von Ihrer Forderung zurücktreten. Ich bitte Sie, den Antrag Biel abzulehnen.
M. Bonnard, rapporteur: Je vous ai dit tout à l'heure que la loi imposait le paiement du crédit supplémentaire. M. Biel vous a dit que cette opinion était inexacte et que la loi ne posait que quelques principes dont on ne peut sans autre tirer la solution. M. Biel a raison dans ce sens qu'effective- ment la loi sur l'agriculture ne contient que quelques prin- cipes. Il n'empêche que le statut du lait tourne, comme on l'a vu notamment à la dernière séance, tout entier autour du prix du lait. Ce prix est fixé par le Conseil fédéral et la proposition ou l'idée de M. Biel de plafonner le compte laitier ou les contributions fédérales au compte laitier signi- fierait qu'après coup le prix du lait devrait être réduit. C'est cela qui est absolument contraire aux principes généraux du droit, Monsieur Biel, et en particulier au principe de la bonne foi, lequel s'applique à l'administration publique. C'est en cela que la proposition de M. Biel est juridiquement inacceptable.
Biel, Sprecher der Minderheit: Es ist schon merkwürdig: Offenbar haben wir strammzustehen, wenn ein Nachtrags- kredit kommt. Wieso müssen wir uns dann überhaupt dazu äussern? Ich bin schon sehr erstaunt darüber, dass wir hier das Budgetrecht nicht mehr haben sollten. So könnten wir das Parlament schon rationalisieren. Dann empfehle ich aber, dass wir künftig einen Teil der Bundespositionen im Budget streichen, weil wir sie so zu schlucken haben, wie sie vom Bundesrat serviert werden. Im Jahr darauf hätten wir dann noch 10 bis 20 Prozent Nachtragskredite zu behan- deln. Das würde uns die Arbeit sehr erleichtern.
Herr Oehen, wenn Sie mir vorwerfen, sie hörten jetzt seit 13 Jahren meine Anträge, muss ich Ihnen entgegnen, dass ich Ihre Platten auch 13 Jahre höre. Die sind noch viel ausgelei- erter als diejenigen, die ich bringe. Dennoch habe ich sie angehört, und ich habe zumindest nie erklärt, Sie hätten nicht das Recht, sie abzuspielen. Also dürfen Sie auch mir die Freiheit zugestehen, mich zu äussern.
. Über das, was Sie sonst bezüglich Landwirtschaft gesagt haben, werden wir anlässlich der Beratung des Sechsten Landwirtschaftsberichtes des Bundesrates diskutieren. Die- ser Bericht gibt doch ein etwas anderes Bild als das, was Sie jetzt geschildert haben. Ich glaube nicht, dass die Landwirt- schaft wirklich so aus dem letzten Loch pfeift.
Bundesrat Stich: Nachtragskredite zu landwirtschaftlichen Positionen werden immer wieder kommen, und zwar so sicher, wie wir im Verlaufe des Jahres abwechslungsreiches Wetter haben. Einmal ist die Begründung so und einmal anders, aber Nachtragskredite werden Sie immer haben, und zwar aus dem einfachen Grund, weil die bäuerlichen · Preisbegehren grundsätzlich nicht budgetiert werden. Des- halb gibt es Nachtragsbegehren.
In diesem Fall wäre das aber eine doch zu einfache Antwort. Es sind letztlich nicht nur die Preisbegehren, die zu diesen Nachträgen geführt haben, sondern es wurde tatsächlich zuviel produziert. Es geht hier nicht nur darum, dass man im Inland die Preise nicht überwälzen kann, ich möchte Sie daran erinnern, dass wir etwa 50 Prozent der gesamten Käseproduktion exportieren. Wenn die Preise zu hoch sind, geht der Export zurück. Das verursacht dann zusätzliche Preisnachlässe, damit man diesen Käse trotz allem exportie- ren kann.
Aber ich möchte hier nicht wiederholen, was ich Ihnen zur Landwirtschaftspolitik bei der Budgetdebatte schon gesagt habe. Schliesslich bin ich nicht der Volkswirtschaftsmini- ster. Wir werden also diesen Problemen immer wieder begegnen. Aber in der letzten Zeit wurden sie und in der Zukunft werden sie aus dem einfachen Grund härter wer- den, weil in der Europäischen Gemeinschaft auch Massnah- men ergriffen werden. Deshalb werden wir zusätzliche Schwierigkeiten zu erwarten haben. Der Bundesrat lebt in einem Dilemma: Auf der einen Seite hat er das landwirt- schaftliche Einkommen zu berücksichtigen, er kann das praktisch nur über die Preise bewerkstelligen, und wenn die Preise hoch sind, dann steigt zusätzlich die Produktion. Deshalb wird der Sechste Landwirtschaftsbericht zweifellos Gelegenheit zu gründlichen Diskussionen über diese Fra- gen bieten.
Auf der anderen Seite darf man zweifellos nicht einfach sagen, die Butter sei subventioniert. Das geht auch etwas zu weit. Ich glaube auch nicht, Herr Oehen, dass es sehr zweck- mässig ist, wenn man mit der 42-Stunden-Woche und mit der Pensionskasse Vergleiche zieht. Ich möchte immerhin doch darauf hinweisen, dass die landwirtschaftlichen Fami- lieneinkommen in der Schweiz anständig sind und dass man sicher nicht sagen kann, Herr Oehen, die Landwirtschaft habe keinen Teuerungsausgleich bekommen. Sie hat in den letzten Jahren sogar real einiges bekommen. Das muss doch festgehalten werden. Man kann nicht so tun, als hätte man für die Landwirtschaft nichts getan. Aber wie gesagt, das ist dann Sache der Diskussion zum Sechsten Landwirt- schaftsbericht; heute kann ich Ihnen nur empfehlen, die Minderheitsanträge abzulehnen, weil sich Ende des Jahres nichts mehr steuern lässt. Ende des Jahres kann man nur noch Kenntnis nehmen; bei aller Respektierung des Budget- rechtes, aber der Bundesrat muss natürlich auch eine gewisse Handlungsfreiheit haben.
In bezug auf Rebbauhilfe kann ich Ihnen sagen, dass der Bundesrat Ihnen im nächsten Jahr eine Botschaft vorlegen wird.
Ich bitte Sie also, die drei Ablehnungsanträge zu verwerfen und dem Bundesrat zuzustimmen.
Präsident: Der Rat hat zu entscheiden. Ich beantrage Ihnen im Einverständnis mit Herrn Biel zwei Abstimmungen: die erste über die Positionen Butter- und Käseverwertung - sie betreffen die Milchrechnung - und die zweite über die Förderung des Rebbaues.
Abstimmungen - Votes Pos. 433.30, 433.31 Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
Pos. 433.92 Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
Minderheit offensichtliche Mehrheit
15 Stimmen 86 Stimmen
Assurance-maladie. Révision partielle
1838
N
13 décembre 1984
Bundesbeschluss - Arrêté fédéral Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1-3 Titre et préambule, art. 1 à 3 Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
106 Stimmen 3 Stimmen
81.044 Krankenversicherung. Teilrevision Assurance-maladie. Révision partielle
Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1820 hiervor - Voir page 1820 ci-devant
Bundesbeschluss B - Arrêté fédéral B
Titel Antrag der Kommission Bundesgesetz über die Krankengeldversicherung inklusive Taggeld bei Mutterschaft
Titre
Proposition de la commission
Loi fédérale sur l'assurance d'une indemnité journalière, y compris l'indemnité journalière en cas de maternité
(Art. 40a à 40s; dispositions transitoires, lettre g)
Angenommen - Adopté
Ingress Antrag der Kommission
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft, nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 19. August 1981, beschliesst:
Préambule
Proposition de la commission
L'Assemblée fédérale de la Confédération suisse, vu le mes- sage du Conseil fédéral du 19 août 1981, arrête:
Angenommen - Adopté
Ziff. I Ingress Antrag der Kommission I
Das Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversiche rung wird wie folgt geändert:
Ch. I préambule
Proposition de la commission 1
La loi sur l'assurance en cas de maladie et d'accidents est modifiée comme il suit:
Angenommen - Adopté
Art. 40a Antrag der Kommission
Abs. 1
... in der Schweiz beschäftigt sind. (Rest des Absatzes streichen)
Abs. 2 und 3 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 4
Der Arbeitgeber sowie dessen nicht obligatorisch versi- cherte mitarbeitende Familienmitglieder können sich der Versicherung der Arbeitnehmer anschliessen. Ausgeschlos- sen sind nicht erwerbstätige Arbeitgeber, die lediglich Haus- bedienstete beschäftigen. Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften; er ordnet namentlich den Beitritt zur Versiche- rung.
Art. 40a Proposition de la commission
Al. 1
Sont assurés à titre obligatoire pour une indemnité journa- lière les travailleurs occupés en Suisse. (Biffer le reste de l'alinéa)
Al. 2 et 3 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 4
L'employeur ainsi que les membres de sa famille travaillant dans l'entreprise sans être soumis à l'assurance obligatoire ont la faculté d'adhérer à l'assurance conclue pour les travailleurs. Ne peuvent adhérer à l'assurance les employeurs sans activité lucrative qui n'emploient que des gens de maison. Le Conseil fédéral édicte les prescriptions complémentaires d'application; il réglemente notamment l'adhésion à l'assurance.
Angenommen - Adopté
Art. 40b Antrag der Kommission
Randtitel Erfüllung der Versicherungspflicht
Abs. 1
Der Arbeitgeber muss alle Arbeitnehmer versichern. Die Arbeitnehmer des gleichen Betriebs sind in der Regel beim gleichen Versicherungsträger versichert und haben bei der Wahl des Versicherungsträgers ein Mitbestimmungsrecht. Abs. 2
Wechselt ein Betrieb den Versicherungsträger, so geht die Leistungspflicht für laufende Fälle auf den neuen Versiche- rungsträger über. Die im früheren Versicherungsverhältnis zurückgelegten Wartefristen und bezogenen Leistungen sind anzurechnen.
Art. 40b Proposition de la commission
Titre marginal Respect de l'obligation d'assurer
Al. 1
L'employeur doit assurer tous les travailleurs. Les travail- leurs d'une même entreprise sont dans la règle assurés auprès du même assureur et ont le droit de participer du choix de l'assureur.
AI. 2
Au cas où une entreprise change d'assureur, l'obligation de verser les prestations pour les cas en cours passe au nouvel assureur. Celui-ci tient compte du délai d'attente accompli dans l'ancien rapport d'assurance ainsi que des prestations versées en vertu dudit rapport.
Angenommen - Adopté
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Voranschlag 1984. Nachtrag II Budget 1984. Supplément II
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1984
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
13.12.1984
Date
Data
Seite
1833-1838
Page
Pagina
Ref. No
20 012 963
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.