N
14 décembre 1984
1924
Postulat Hegg
che bekanntlich denselben Verfassungsartikel aufweisen und sich des selben Instrumentariums des NHG bedienen, geprüft und rasch vollzogen werden. Dabei wäre es im Interesse der Ausmerzung amtsinterner Interessenkonflikte von Vorteil, wenn eine solche Vereinigung beim Bundesamt für Kulturpflege erfolgen würde, wo die Denkmalpflege seit je untergebracht wird.
Schriftliche Erklärung des Bundsrates vom 3. Dezember 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 décembre 1984 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen Überwiesen - Transmis
84.502 Postulat Renschler Verordnung über verbotene giftige Stoffe. Revision Interdiction de substances toxiques. Révision de l'ordonnance
Wortlaut des Postulates vom 19. September 1984
Der Bundesrat wird ersucht, die Ergänzung der Verordnung über verbotene giftige Stoffe zu prüfen, und zwar in dem Sinne, dass der Import oder die Abgabe von Gegenständen, die mit giftigen Stoffen behandelt wurden, verboten wird.
Texte du postulat du 19 septembre 1984
Le Conseil fédéral est invité à compléter l'ordonnance sur l'interdiction de substances toxiques, de façon à proscrire l'importation et la fourniture d'objets traités avec de telles substances.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bratschi, Braunschweig, Bundi, Christinat, Clivaz, Eggli-Winterthur, Fankhauser, Fehr, Gloor, Jaggi, Lanz, Longet, Mauch, Meyer-Bern, Morf, Neukomm, Pitteloud, Reimann, Riesen-Freiburg, Robbiani, Schmid, Stamm Walter, Stappung, Wagner (24)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Zusammenhang mit der Untersuchung einer Berufs- krankheit hat sich herausgestellt, dass wohl der Verkehr eines Giftes nach der Giftgesetzgebung verboten sein kann, dass jedoch der Import oder die Abgabe von Gegenständen, die dieses Gift enthalten, erlaubt ist.
Die Giftverordnung vom 19. September 1983 verbietet zwar in Artikel 40 die Inverkehrbringung von Giften in der Form von Spielzeugen, Scherzartikeln, Lebensmitteln oder in anderen Formen, die Anlass zu Verwechslungen geben kön- nen. Sie deckt damit aber längst nicht alle Arten von Gegen- ständen ab, deren Behandlung mit giftigen Stoffen für den Menschen eine Gefahr darstellen kann. Auch die in der Lebensmittelverordnung enthaltenen ciesbezüglichen Vor- schriften vermögen die Lücken nicht zu schliessen.
Aus diesem Grunde drängt es sich auf den Import und die Abgabe von Gegenständen, die mit giftigen Stoffen behan- delt werden, in der Verordnung vom 23. Dezember 1971 über verbotene giftige Stoffe generell zu verbieten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. November 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 novembre 1984 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
84.501 Postulat Hegg Fortpflanzung. Technisch-medizinische Beeinflussung Procréation. Nouvelles techniques médicales
Wortlaut des Postulates vom 19. September 1984
Technisch-medizinische Eingriffe in die menschlichen Fort- pflanzungsfunktionen nehmen weltweit zu. Zu erwähnen sind operative und medikamentöse Sterilisation oder Fruchtbarkeitssteigerung bei Mann und Frau, künstliche Besamung, auch mit Fremdsamen («heteronome Insemina- tion», «Leihvaterschaft»), chirurgische Eizellenentnahme und extrakorporelle Besamung, Befruchtung und Entwick- lung von Embryonen («in vitro Insemination und Fekunda- tion», «Retortenbabies»), Gebärmuttereinpflanzung von Embryonen («Embryotransfer», «Ammenschwangerschaft», «Leihmütter»), Konservierung von Gameten und Embryonen durch Tiefgefrierung zwecks späteren Auftauens zur Entwicklung («Samen-, Eizellen- und Embryonenbanken», künstliche Befruchtung mit Gameten von Verstorbenen), künstliche Mehrlingserzeugung («Klonen»), Genchirurgie an den Chromosomen. Möglicherweise stehen weitere Techniken auf dem Gebiet kurz vor der Realisierung.
Der Bundesrat wird ersucht, den Fragenkomplex zu studie- ren und zu prüfen, welche gesetzgeberischen und eventuel- len anderen Massnahmen sich aufdrängen, damit Gefahren für die Volksgesundheit, von kommerziellen Missbräuchen und Auswüchsen, von personenrechtlichen Komplikationen sowie einer mit der Menschenwürde unvereinbaren Experi- mentiererei, die mit den neuen Techniken verbunden sind, abgewendet werden können.
Texte du postulat du 19 septembre 1984
Dans le monde, les techniques médicales sont de plus en plus appliquées aux fonctions de reproduction. On peut citer la stérilisation chirurgicale ou médicamenteuse, l'aug- mentation de la fertilité chez l'homme et la femme, l'insémi- nation artificielle, même au moyen de sperme étranger (insé- mination hétéronome, père biologique), fécondation et développement d'embryons (insémination et fécondation in vitro, bébés éprouvettes), implantation d'embryons dans l'utérus (transfert d'embryons, location d'utérus, mère por- teuse), conservation de gamètes et embroyons par surgéla- tion en vue d'un dégel ultérieur pour le développement (banque de sperme, d'ovules et d'embroyons, fécondation artifielle par les gamètes de personnes décédées), procréa- tion artificielle de jumeaux multiples (clones), manipulation des génotypes. Il est d'ailleurs possible que d'autres techni- ques soient en bonne voie de réalisation dans ce domaine. Le Conseil fédéral est prié d'étudier l'ensemble de ces problèmes et d'examiner quelles sont les mesures législa- tives ou autres qui s'imposent pour qu'on puisse éviter que la santé publique ne soit affectée par des abus et de aberra- tions de nature commerciale, par des complications d'ordre juridique ou par des expérimentations liées à des nouvelles techniques, qui sont incompatibles avec la dignité humaine.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Günter, Oehen, Ruf-Bern, Soldini (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Zwar hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften medizinisch-ethische Richtlinien zur Sterili- sation und künstlichen Besamung (artifizielle Insemination) erlassen. Trotzdem befriedigt der rechtliche Zustand nicht. Denn erstens umfasst das Problem nicht nur die von den Richtlinien der Akademie erfassten Gebiete, zweitens haben die Richtlinien keinen Gesetzescharakter. Rechtsunsicher- heiten bleiben also bestehen, und es fehlen staatliche Sank- tionsmöglichkeiten gegen Personen, nicht nur Ärzte, die
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Postulat Renschler Verordnung über verbotene giftige Stoffe. Revision Postulat Renschler Interdiction de substances toxiques. Révision de l'ordonnance
In
Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1984
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.502
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
1924-1924
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20 012 999
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