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Motion Borel
allfällig gewährten Reallohnerhöhungen ansteigen; die Anpassung der laufenden Altersrenten an die Teuerung soll in diesen Verpflichtungen mitberücksichtigt werden: Ich habe Ihnen bereits einleitend gesagt, das sei primär eine Frage der Struktur der Kasse. Wenn Sie daran denken, dass ein 64jähriger noch eine Teuerungszulage bekommt, muss für ihn unverhältnismässig mehr aufgewendet werden, damit man die Teuerungszulage dann in der Rente einbauen kann und auszahlen kann, solange er noch lebt. Deshalb ist es eben nicht denkbar, wenn Sie einen älteren Bestand haben. Deshalb ist es auch bei der SBB besonders krass, weil die SBB einen relativ alten Versichertenbestand haben und zudem der Personalbestand noch schrumpft. Das ist auch die Aussage, die im Bericht Bühlmann steht.
Aus diesen Überlegungen muss ich einfach schliessen: Es ist nicht möglich, proportional zu verfahren. Man hätte natürlich auch eine Möglichkeit, dass man zum vorneherein eine bestimmte Steigerung der Teuerung von 4 Prozent annimmt und dann Arbeitgeberbeiträge und Arbeitnehmer- beiträge erhöht. Das wäre an sich eine Möglichkeit, dann hätten wir das Problem nicht. Die jungen Leute würden eben zugunsten der ältern Beiträge leisten, das ist auch selbstver- ständlich, aber bei diesem System riskieren wir natürlich, dass die Leute, wenn wir tiefere Teuerungen haben, den Eindruck haben, sie würden zuviel bezahlen. Umgekehrt haben wir bei höheren Teuerungen keine Deckung.
Das sind die Überlegungen, die uns dazu geführt haben, Ihnen die Ablehnung des Postulates zu empfehlen. Wir wollen die EVK an das BVG anpassen, indem eben sämtli- che Leute versichert sein müssen mit einem minimalen Einkommen, aber wir möchten nicht die EVK in den Leistun- gen schmälern.
Abstimmung - Vote Für die Überweisung des Postulates Dagegen An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
82 Stimmen 40 Stimmen
84.477 Motion Borel Witwen- und Witwerrente Rente de conjoint survivant
Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1984
Zurzeit erhalten die Witwen von Bundesbeamten eine Rente von 40 Prozent des versicherten Verdienstes. Schon heute erhalten indessen die Witwer eine Hinterbliebenenrente, wenn sie sich in einer schwierigen finanziellen Lage befin- den und ihre Frau nachweisbar längere Zeit wesentlich zu ihrem Lebensunterhalt beigetragen hat. Aufgrund von Arti- kel 4 Absatz 2 der Bundesverfassung erscheint es am Platz, bei der Eidgenössischen Versicherungskasse die Gleichbe- rechtigung auch im Bereich der Leistungen zugunsten der Hinterbliebenen einzuführen. Es ist übrigens statistisch erwiesen, dass diese Massnahme nur geringe finanzielle Auswirkungen hätte.
. Wir laden den Bundesrat ein:
a. Artikel 29 der Statuten der Eidgenössischen Versiche- rungskasse so zu ändern, dass sowohl die Witwer als auch die Witwen eine Rente für hinterbliebene Ehegatten bezie- hen können;
b. beim Verwaltungsrat der SBB vorstellig zu werden und ihn zu veranlassen, die Statuten der Pensionskasse der SBB im gleichen Sinn zu ändern.
Texte de la motion du 21 juin 1984
Actuellement, les veuves de fonctionnaires fédéraux tou- chent une rente correspondant aux 40 pour cent du salaire assuré. Déjà aujourd'hui certains veufs touchent des rentes de survivants lorsqu'ils se trouvent dans une situation finan- cière difficile et qu'il est établi que leur défunte épouse pourvoyait depuis longtemps en grande partie à leur entre- tien. En application de l'article 4, 2º alinéa, de la constitution fédérale, il paraît opportun d'introduire l'égalité des droits en matière de prestations des assurances-survivants offertes par les caisses de la Confédération. Par ailleurs, il est statis- tiquement prouvé qu'une telle mesure n'aurait que de fai- bles incidences financières.
Le Conseil fédéral est invité à:
a. Modifier l'article 29 des statuts de la Caisse fédérale d'assurance, de manière à permettre aux hommes aussi bien qu'aux femmes de toucher une rente de conjoint survi- vant.
b. Intervenir auprès du Conseil d'administration des CFF pour l'engager à modifier les statuts de la caisse de pension des CFF dans le même sens.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall, Aubry, Borel, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Fankhauser, Fehr, Frey-Neuchâtel, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger Ernst, Longet, Mauch, Morf, Neukomm, Ott, Rebeaud, Renschler, Robbiani, Ruffy, Stamm Walter, Stap- pung, Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon (30)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Pour les employés de la fonction publique du canton de Neuchâtel, la rente de veuve a été transformée, il y a quel- ques années déjà, en rente de conjoint survivant. Le canton de Vaud vient de prendre la même mesure. La Confédéra- tion devrait, elle aussi, ne serait-ce que pour donner l'exem- ple, prendre une mesure analogue allant dans le sens de l'égalité entre hommes et femmes.
A première vue, en pensant aux éventuels bénéficiaires d'une telle modification des statuts des caisses, on peut penser que ce pas vers l'égalité profite essentiellement aux hommes. En analysant de plus près la question, on constate qu'une telle mesure est surtout dans l'intérêt des femmes, et ceci pour les deux raisons principales suivantes:
Les femmes paient les mêmes cotisations que les hommes, elles cotisent donc l'assurance-vie que représente la rente de veuve. Mais ces cotisations ne leur donnent droit, en contrepartie, à aucune prestation. Elles ne font que financer les rentes de veuves de leurs défunts collègues.
Pour beaucoup de couples, l'égalité passe par le partage des tâches, professionnelles et ménagères. Dans ce cas, particulièrement pour des couples ayant des enfants, il est important que l'ensemble du revenu (formé de deux demi- salaires) puisse être assuré en cas de décès de l'un ou l'autre des conjoints. La réglementation actuelle ne prévoit d'assurer que la moitié du revenu familial, ce qui est un frein non négligeable à l'accession de la femme à l'égalité au niveau de sa profession.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 mars 1985
Les statuts de la Caisse fédérale d'assurance et de la Caisse de pension et de secours des CFF sont en cours de révision et ils seront par la même occasion adaptés à la LPP. Lors de cette procédure de révision, il conviendra d'examiner à fond et de résoudre la question des rentes de survivants.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat.
Präsident: Der Bundesrat beantragt in seiner schriftlichen Antwort, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Wird das
11 mars 1985 N
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Motion Carobbio
Postulat aus der Mitte des Rates bekämpft? Das ist nicht der Fall.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
83.401 Postulat (Räz)-Geissbühler Bundesverwaltung. Dezentralisierung Administration fédérale. Décentralisation
Wortlaut des Postulates vom 7. März 1983
Im Rahmen der erwogenen Dezentralisierung von Teilen der Bundesverwaltung einerseits und der Verstärkung der regio- nalpolitischen Massnahmen andererseits wird der Bundes- rat eingeladen zu prüfen, ob und wann eine Verlegung des Bundesamtes für Statistik und der Eidgenössischen Alko- holverwaltung in die zweisprachige und sehr gut erschlos- sene Stadt Biel in Aussicht genommen werden könnte.
Texte du postulat du 7 mars 1983
Dans le cadre de la décentralisation, à l'étude actuellement, de certains services de l'administration fédérale, d'une part, et du renforcement des mesures de politique régionale, d'autre part, le Conseil fédéral est invité à examiner si on pourrait envisager un transfert de l'Office fédéral de la statistique et de la Régie fédérale des alcools vers Bienne, ville où l'on pratique le bilinguisme et qui bientôt disposera d'excellentes liaisons routières et ferroviaires. Le cas échéant, quand ce transfert pourrait-il avoir lieu?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Blocher, Geissbühler, Graf, Hofmann, Kohler Raoul, (Roth) (7)
Geissbühler: Der Vorstoss Räz wünscht eine Prüfung der Frage der Verlegung des Eidgenössischen Statistischen Amtes und der Alkoholverwaltung nach Biel. Zur Dezentrali- sation der Bundesverwaltung ist hier im Rate bereits mehr- mals motioniert, postuliert und interpelliert worden, so dass mit diesem Vorstoss von alt Kollega Raz ein alter Hase aufgescheucht wird.
Die meisten Vorstösse konzentrieren sich auf die Jahre 1982 und 1983, zum Teil sicher vor dem Hintergrund wirtschaftli- cher Schwierigkeiten, die sich die in einzelnen Regionen, besonders aber in den Regionen der Uhrenindustrie, zu dieser Zeit bedrohlich bemerkbar machten. Die verständli- chen Begehren zur Ansiedlung von Arbeitsplätzen der Zen- tralverwaltung des Bundes in betroffenen Regionen, aber andererseits auch die vom Angebot her schwierige und vor allem kostspielige Beschaffung von Baugrund im Raume der Bundesstadt legen die Wünsche einer solchen Umsied- lung nahe.
Der Vorstoss Räz deckt sich in seinem Inhalt mit der Motion von Herrn Kollega Houmard aus dem Jahre 1982, die erst vor Jahresfrist auf Antrag des Bundesrates im Rate als Postulat überwiesen wurde. Es erübrigt sich somit, jetzt nochmals eine Verlegung des Statistischen Amtes und der Alkoholver- waltung nach Biel in allen Details zu begründen, da sich an der damaligen Situation ohnehin kaum etwas geändert hat. Nur auf drei Hauptargumente möchte ich hier stichwortartig hinweisen, nämlich auf die verhältnismässig kurze Distanz zur Bundeshauptstadt, auf die nach der Fertigstellung der T6 geradezu idealen Verkehrsverhältnisse und schliesslich auf die Zweisprachigkeit der Stadt Biel mit dem entspre- chenden Ausbildungsangebot. Diese Tatsachen können kaum übersehen werden.
Nun haben wir in der Fragestunde als Antwort auf eine Frage von Herrn Butty gehört, dass die seit langem vom
Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Dezentralisation der Bundesverwaltung ihren Schlussbe- richt abgeliefert hat. Somit verbleiben mir nur noch der Wunsch und die Hoffnung, dass der Bundesrat diesem Begehren folgen wird.
Ich bitte Sie, diesem Postulat, im Einklang mit früher gefass- ten Entscheiden, zuzustimmen.
Bundesrat Stich: Nach den Erfahrungen von heute nimmt der Bundesrat dieses Postulat selbstverständlich entgegen. Die meisten Fragen haben wir bereits geprüft, erfüllen kön- nen wir aber sicher nicht alle.
Präsident: Herr Bundesrat Stich ist bereit, das Postulat von Herrn Geissbühler entgegenzunehmen. Wird es aus der Mitte des Rates bekämpft? Das ist nicht der Fall.
Überwiesen - Transmis
83.382 Motion Carobbio Berufsbildung. Gesetzesrevision Formazione professionale. Revisione della legge Formation professionnelle. Révision de la loi
Wortlaut der Motion vom 16. März 1983
Damit der raschen technischen Entwicklung, wie sie die Industrie und die Wirtschaft ganz allgemein zurzeit erfahren, Rechnung getragen und die berufliche Mobilität der Arbeit- nehmer gefördert werden kann, ist es dringend notwendig, die Berufsbildung in der Schweiz gründlich zu überprüfen. Der Bundesrat wird ersucht, eine Revision des Berufsbil- dungsgesetzes und der zugehörigen Verordnung zu prüfen. Ziel der Revision soll sein, die Berufsbildung in der Schweiz den Entwicklungen der Wirtschaft anzupassen, indem ins- besondere
a. eine vielseitige Berufsausbildung, die sich für verwandte Berufe auf eine einheitliche Grundausbildung stützt, einge- führt und
b. die Zahl der Berufslehren dementsprechend auf wenige grosse Gruppen vermindert wird.
Texte de la motion du 16 mars 1983
Si l'on veut tenir compte de la rapide évolution technique en cours dans l'industrie et en général dans l'économie, et en même temps favoriser la mobilité professionnelle des tra- vailleurs, il faut réexaminer les problèmes de fond de la formation professionnelle en Suisse.
Le Conseil fédéral est prié d'étudier une révision de la loi sur la formation professionnelle et de ses ordonnances d'appli- cation, en vue d'adapter la formation professionnelle en Suisse à l'évolution en cours dans l'économie. Il s'agit de prévoir en particulier:
a. l'institution d'une formation professionnelle polyvalente, s'appuyant sur une formation de base unifiée dans les professions apparentées;
b. la réduction consécutive du nombre des apprentissages à quelques groupes importants.
Testo della mozione del 16 marzo 1983
Per tener conto della rapida evoluzione tecnica in atto nell'industria e in generale nell'economia e anche allo scopo di favorire la mobilità professionale dei lavoratori si impone un riesame dell'impostazione di fondo della formazione professionale in Svizzera.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Borel Witwen- und Witwerrente Motion Borel Rente de conjoint survivant
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1985
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.477
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 11.03.1985 - 14:30
Date
Data
Seite
407-408
Page
Pagina
Ref. No
20 013 191
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