Postulat Müller-Bachs
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N
21 mars 1986
rungs- oder Neubauprojektes ist an verschiedene Vorausset- zungen geknüpft, die nach wie vor gelten sollen. So muss der Hotelbetrieb lebensfähig und die Kurortseinrichtung den Verhältnissen angepasst sein. Der Schuldner muss vertrau- enswürdig sein und ausreichende Gewähr bieten, dass das Hotelunternehmen betriebswirtschaftlich gut geführt wird. Sodann hat der Gesuchsteller in zumutbarem Mass eigenes Kapital einzusetzen. Schliesslich sollte der Hotelbetrieb nor- malerweise mindestens 30 Betten umfassen. In dieser Hin- sicht sieht die SGH eine Senkung der minimalen Bettenzahl auf 20 Einheiten vor.
Gegenwärtig hat die SGH rund 84 Millionen Franken an Darlehen in der Hotellerie investiert. Zusätzlich hat sie zur- zeit Bürgschaftsverpflichtungen gegenüber Banken in der Höhe von 82 Millionen Franken. Das Bewilligungsvolumen der SGH betrug in den letzten Jahren durchschnittlich rund 30 Millionen Franken. Da die Rückzahlungsbeträge nicht genügen, um die neueinzugehenden Verpflichtungen zu decken, muss ähnlich wie bei den Investitionshilfekrediten eine Aufstockung erfolgen. Deshalb sollte die SGH in Zukunft weitere unverzinsliche Bundesvorschüsse in der Grössenordnung von rund 7 bis 8 Millionen Franken pro Jahr erhalten. Um nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne wiederum eine situationsgerechte Neubeurteilung der Lage vornehmen zu können, ist es zweckmässig, diese Leistun- gen des Bundes auf 10 Jahre zu beschränken. Es geht deshalb um einen Bundesvorschuss in der Grössenordnung von 80 Millionen Franken.
Gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, die SGH-Zinsverbilligungsmassnahmen in Ausnahmefällen auf maximal 8 bis 10 Jahre zu erstrecken. Da die Zinsverbilligun- gen als Ueberbrückungshilfe nach getätigten Investitionen dienen, ist eine Verlängerung der Dauer zweckmässig. Aller- dings sollten die Zinsverbilligungen ab dem sechsten Jahre schrittweise reduziert werden. Diese Art der Finanzierungs- hilfe ist betriebswirtschaftlich besser zu begründen und entspricht den praktischen Anforderungen.
Im Rahmen der Revision soll ferner geprüft werden, ob Zinsverbilligungen auch für besonders förderungswürdige Projekte in Fremdenverkehrsgebieten, die nicht Entwick- lungsregionen sind, gewährt werden können. Dies muss allerdings der Ausnahmefall sein und sollte in erster Linie für Hotelübernahmen durch Nachwuchskräfte oder bei Erneuerungsvorhaben in Betrieben der Einsaison-Seehotel- lerie Anwendung finden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. März 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 mars 1986 Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
85.594
Postulat Müller-Bachs Vergiftung der Böden und Eutrophierung der Seen Empoisonnement des sols et eutrophisation des lacs
Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1985
Die in der Schweiz aus Hofdünger (Jauche, Festmist) und häuslichen Abwässern (Stoffwechselprodukte, Waschmittel) stammenden Phosphate reichen aus, um den Bedarf unse- rer Landwirtschaft an Phosphatdünger zu decken. Trotzdem werden aber pro Jahr 20 000 Tonnen Phosphat als Handels- dünger zusätzlich ausgebracht. Diese Menge bewirkt nicht nur eine massive Ueberdüngung, sondern auch eine gefähr- liche Belastung des Bodens mit toxischen Schwermetallen.
So enthalten Phosphathandelsdünger grosse Mengen des hochtoxischen Schwermetalls Cadmium (bis zu 500 Gramm pro Tonne Phosphor; das sind bis zu zehnmal mehr als der Richtwert im Entwurf zur neuen Stoffverordnung). Demge- genüber enthalten Waschmittelphosphate 0,5 Gramm Cad- mium pro Tonne Phosphor.
Die Verwertbarkeit des Klärschlamms als Dünger in der Landwirtschaft hängt im wesentlichen von dessen Phos- phatgehalt ab. Geringer Cadmiumgehalt sowie ein hoher Phosphatgehalt machen den Klärschlamm für die Landwirt- schaft wertvoll und dessen Verarbeitung zu Dünger loh- nend. Gleichzeitig kann durch die landwirtschaftliche Nut- zung des Klärschlamms ein biologischer Kreislauf geschlos- sen werden.
Wir bitten den Bundesrat, die folgenden Anregungen entge- genzunehmen:
Die Phosphatdüngerherstellung ist aus ökologischen Gründen möglichst vollständig auf Recycling von Klär- schlamm abzustützen. Herkömmliche Kunstdünger sollten nur zum Standardisieren der aus Recycling stammenden Produkte eingesetzt werden. Der Gehalt an Schwermetallen ist auf ein Minimum zu beschränken.
Das Verbot der Waschmittelphosphate ist vom Grundsatz des Recycling und der möglichst vollständigen Elimination von Schwermetallen aus den Düngemitteln her gesehen widersinnig. Durch die Reduktion des Phosphatgehaltes wird die Verwertbarkeit des Klärschlamms als Dünger in der Landwirtschaft drastisch vermindert. Dies führt zu neuen Problemen bei der Klärschlammentsorgung und zu ver- mehrtem Einsatz von schwermetallhaltigen Handelsdün- gern. Vor diesem Hintergrund sollte ein Moratorium für das Inkrafttreten dieses Verbotes erlassen und die ganze Thema- tik nochmals umfassend überprüft werden.
Das Netz der Kläranlagen mit Phosphatelimination aus den Abwässern muss entsprechend den Anforderungen des Gewässerschutzes umgehend ausgebaut werden. Dies ist zwingend notwendig, um die Phosphatbelastung der Seen durch häusliches/kommunales Abwasser wirkungsvoll zu reduzieren und um eine optimale Rückgewinnung des Phos- phors als wertvolles Düngemittel zu erreichen.
Wirkungsvolle Massnahmen gegen die Phosphatab- schwemmung in der Landwirtschaft, wie Strukturieren der Anbauflächen und Anlegen von Hecken unter Berücksichti- gung der Höhenkurven, Respektieren von Ufer- und Bachrandabständen, Umstellen auf Festmistverfahren usw., sind durch Umlenkung von bisher wenig sinnvoll aufgewen- deten Subventionen zu unterstützen.
Die Verunreinigung von Klärschlamm mit Schwermetallen und mit anderen ökologisch problematischen Substanzen ist mit gezielten Massnahmen an der Quelle auf ein Mini- mum zu reduzieren.
Ein angepasstes bzw. bodenkonformes Aufarbeiten und Ausbringen des Klärschlammes ist sicherzustellen.
Texte du postulat du 3 octobre 1985
En Suisse, les phosphates provenant des engrais de la ferme (purin, fumier solide) et des eaux domestiques usées (pro- duits du métabolisme, produits de lessive) suffisent ample- ment pour couvrir les besoins de notre agriculture en engrais phosphatés. Néanmoins, une quantité supplémen- taire de 20 000 tonnes de phosphore provenant d'engrais du commerce est épandue chaque année. Cette quantité n'en- traîne pas seulement une fumure excessive, mais aussi, par des métaux lourds toxiques, une charge dangereuse pour le sol. C'est ainsi par exemple que les engrais à base de phosphate contiennent de grandes quantités de cadmium, métal lourd hautement toxique (jusqu'à 500 gr. par tonne de phosphore, soit dix fois plus que la valeur indicative retenue dans le projet de nouvelle ordonnance sur les substances dangereuses pour l'environnement). Comparativement, les phosphates des produits de lessive contiennent 0,5 gr. de cadmium par tonne de phosphore.
La possibilité d'utiliser les boues d'épuration en agriculture, en tant qu'engrais, dépend surtout de leur teneur en phos- phate. Leur teneur plus faible en cadmium ainsi qu'une plus
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Postulat Müller-Bachs
forte teneur en phosphate rendent les boues d'épuration très précieuses pour l'agriculture; il vaut donc la peine de les transformer en engrais. En même temps, le fait que les boues soient utilisées en agriculture permet de parachever un cycle biologique.
Compte tenu de ce qui précède, nous invitons le Conseil fédéral à prendre en considération les propositions sui- vantes:
Pour des raisons dictées par l'écologie, il faudrait que la fabrication d'engrais à base de phosphate s'effectue pres- qu'exclusivement à partir du recyclage des boues d'épura- tion. Les engrais chimiques courants ne devraient plus servir qu'à standardiser les produits tirés du recyclage. Il faut réduire à un minimum la teneur en métaux lourds.
Vue sous l'angle du recyclage et dans la perspective de l'élimination aussi complète que possible des métaux lourds contenus dans les engrais, l'interdiction des poudres à les- sive à base de phosphate est un non-sens. En réduisant la teneur en phosphate, on diminue gravement la possibilité de recycler les boues d'épuration comme fumure dans l'agri- culture. Cela pose de nouveaux problèmes en matière d'éva- cuation de ces boues et encourage l'utilisation des engrais commercialisés, riches en métaux lourds. Dans ce contexte, il faudrait que la mise en vigueur de cette interdiction fasse l'objet d'un moratoire et que l'ensemble du problème soit complètement revu.
Il s'impose de développer et de compléter le réseau des stations d'épuration, éliminant les phosphates des eaux usées, conformément aux exigences de la protection des eaux. C'est chose indispensable de toute urgence, pour réduire efficacement la charge de phosphate que les eaux usées domestiques communales imposent aux lacs et pour que le phosphore, engrais précieux, puisse être récupéré de façon optimale.
En déviant puis en réaffectant des subventions dépensées pas toujours à bon escient jusqu'ici, on appuiera des mesures efficaces contre le lessivage des phosphates dans l'agriculture, mesures allant dans le sens de la structuration des surfaces cultivables et de la pose de haies qui épousent les courbes de niveau, le respect de certaines distances à partir des rives et des berges des cours d'eau, la réintroduc- tion du système du fumier solide, etc.
Par des mesures spécifiques appliquées à la source, il faut ramener à un minimum la pollution de boues d'épuration par des métaux lourds et par d'autres substances qui posent des problèmes du point de vue écologique.
Il faut enfin faire en sorte que les boues d'épuration soient traitées et épandues de manière appropriée, c'est-à-dire conformément à la nature du sol.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Biel, Dünki, Eisenring, Eppenberger-Nesslau, Feigenwinter, Giger, Gren- delmeier, Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Oehen, Sager, Seiler, Steinegger, Stucky, Wanner, Weber Monika, Weder- Basel, Zwygart (20)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. März 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mars 1986
Vorbemerkungen: Der Bundesrat hat sich stets für eine möglichst schadstofffreie Wiederverwertung von Produkten aus der Abfallaufbereitung eingesetzt. So hat er 1975 eine Verordnung über Abwassereinleitungen erlassen, die bewirkt, dass Schadstoffe bereits am Ort ihres Anfalles zurückgehalten werden. Konsequenterweise musste auch die Verwertung des Klärschlamms aus der Abwasserreini- gung, der Schadstoffe enthält, entsprechend geregelt wer- den. Dies geschah mit der Einführung von Grenzwerten für bedenkliche Schwermetalle und von Frachtbegrenzungen für den Klärschlammaustrag (Klärschlammverordnung vom 8. April 1981, KSVo). Weitere Schadstoffbegrenzungen wird
der Bundesrat mit der kommenden Stoffverordnung behan- deln (Grenzwerte für Schwermetalle in Handelsdüngern und Komposten).
Die in gewissen Regionen als kritisch zu beurteilende Phos- phorüberdüngung in der Landwirtschaft kann nicht allein über die landwirtschaftliche oder nichtlandwirtschaftliche Klärschlammverwertung geregelt werden. Der Phosphoran- teil im Klärschlamm macht nur gerade sechs Prozent des landwirtschaftlichen Gesamtumsatzes aus. Massnahmen sind bei den anderen Ursachen durchzusetzen, nämlich beim teils sehr hohen Handelsdüngerverbrauch sowie bei den Futtermittelimporten - einer bedeutenden, indirekt wir- kenden Phosphorquelle - bzw. bei der Hofdüngerverwer- tung. Letztere liefert gegen 60 Prozent des gesamten Phos- phors in der Landwirtschaft. Im übrigen wäre die künstliche Anreicherung von flüssigem Klärschlamm mit Phosphaten wenig sinnvoll; diese muss aus gewässerschützerischen und volkswirtschaftlichen Gründen abgelehnt werden. Phosphorhandelsdünger sind gezielt - und nur dort wo nötig - als Ergänzungsdünger zu Hofdüngern und auf vieh- Josen Betrieben einzusetzen.
Der Bundesrat wird entsprechende Bestimmungen zur Regelung der Düngungsprobleme in der Landwirtschaft mit der kommenden Stoffverordnung behandeln und weitere, direkt gewässerschutzbezogene Anliegen in der laufenden Revision des Gewässerschutzgesetzes vorschlagen.
Die KSVo stellt es den Kantonen in Artikel 6 frei, die Verwertung des Klärschlamms als Dünger an eine einzelbe- triebliche, den Phosphoreintrag durch Hofdünger berück- sichtigende Gesamtnährstoffbilanz zu binden. Nachdem die Kantone in der Vernehmlassung zur KSVo eine diesbezügli- che obligatorische Regelung vor Jahren nahezu geschlos- sen abgelehnt haben, stützen sie sich heute nun zunehmend auf diese Möglichkeit der einzelbetrieblichen Nährstoffbilan- zierung bei der Klärschlammabgabe an die Landwirte. Aller- dings bietet die Berücksichtigung der häufig auf Viehhal- tungsbetrieben ebenfalls eingesetzten Handelsdüngerphos- phate noch Schwierigkeiten. Diese sind schwer zu erfassen, weil die KSVo die Landwirte nicht zur Mitbilanzierung des Phosphors aus Handelsdüngern zwingen kann. Dasselbe gilt übrigens auch für die Schwermetalle; erfasst sind nur jene des Klärschlamms. Der Bundesrat wird deshalb mit der Stoffverordnung bestehende Lücken möglichst schliessen. Er erachtet es, wie erwähnt, als unzweckmässig, den flüssi- gen Klärschlamm mit Handelsdüngerzugaben zu standardi- sieren.
Der Bundesrat wird nicht mehr auf sein gewässerschütze- risch und politisch wichtiges Verbot von Phosphor in Waschmitteln zurückkommen. Klärschlamm wird auch nach dem Wegfall der Waschmittelphosphate Phosphor mit deut- licher Düngewirkung enthalten. Im übrigen wird die zweite bedeutende Düngewirkung des Klärschlamms, jene des Stickstoffs, durch die Massnahmen beim Phosphor nicht beeinflusst.
Sämtliche Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgebiet der Seen müssen mit einer dritten Stufe (Phosphatfällung) ausgerüstet sein. In einzelnen Grossanlagen ist gar eine vierte Stufe (Flockungsfiltration) vorgesehen. Wichtig ist heute vor allem auch, dass die Kläranlagen einwandfrei funktionieren. Den Kantonen obliegt hier eine wichtige Kon- trollaufgabe.
Das Eidgenössische Meliorationsamt hat bereits Schritte eingeleitet, um Ställe mit Festmistverfahren subventionspo- litisch analog den Schwemmmistverfahren (Güllenproduk- tion) zu fördern. Die Subventionierung landschaftsgestalte- rischer Massnahmen, wie Anlegen von Hecken, hat der Bundesrat bereits anlässlich der Behandlung eines Postula- tes von Herrn Nationalrat Müller-Bachs vom 14. März 1984 als unnötig abgelehnt. Er sieht auch jetzt keine Notwendig- keit, um aus gewässerschützerischen Ueberlegungen Bei- träge zum Strukturieren von Anbauflächen, Respektieren von Ufer- und Bachrandabständen usw. auszurichten. Diese Vorkehrungen liegen ohnehin zwingend in der gewässer- schützerischen Eigenverantwortung der Bodenbewirt- schafter.
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Postulat Brélaz
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N 21 mars 1986
Diesbezügliche Bestimmungen sind in der Verordnung vom 8. Dezember 1975 über Abwassereinleitungen bereits erlassen. Eine allfällige Verschärfung gewisser Normen wird anlässlich einer kommenden Revision geprüft werden.
Diesbezügliche Bestimmungen sind in der KSVo enthal- ten. Schwierigkeiten, die im Vollzug noch bestehen, sind so rasch als möglich durch die Vollzugsorgane, in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen oder privaten landwirt- schaftlichen Beratungsdiensten, zu beheben; das Bundes- amt für Umweltschutz hat sich vor einem Jahr in einem grundsätzlichen Kreisschreiben an die Kantone gewandt. Seither haben verschiedene Kantone zusätzliche Vollzugs- massnahmen ergriffen, mit denen besonders die Winterdün- gung mit Schlamm unterbunden wird.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat in den Punkten 1, 3, 5 und 6 entgegenzunehmen. Er ist auch bereit, Punkt 4 hin- sichtlich der Förderung von Festentmistungsställen entge- genzunehmen, beantragt hingegen Ablehnung von Punkt 2 und dem übrigen Anliegen in Punkt 4.
Ueberwiesen gemäss Antrag des Bundesrates Transmis selon la proposition du Conseil fédéral
85.599
Postulat Brélaz Ueberdüngung der Gewässer und Vergiftung der Böden Eutrophisation des eaux et empoisonnement des terres agricoles
Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1985
Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Massnahmen zu prüfen und gegebenenfalls einzuführen:
An der Quelle durchzuführende Bekämpfung der Einlei- tung von Schwermetallen in das Abwasser, das in die Reini- gungsanlagen gelangt, um eine unschädliche Verwendung des Klärschlammes in der Landwirtschaft zu ermöglichen; 2. Ergänzung des vollkommen gerechtfertigten und bei- spielhaften Phosphatverbots für Textilwaschmittel durch eine Bestimmung, welche die Anreicherung des für die Landwirtschaft bestimmten Klärschlammes mit reinen Phos- phaten für die Fälle vorsieht, in denen die Anreicherung für die Verwertung erforderlich ist;
Verbot, in der Landwirtschaft schwermetallhaltige Phos- phate zu verwenden;
Einführung von Strafen für Landwirte, die - obwohl es vermeidbar wäre - Jauche auf gefrorenen Boden ausbrin- gen, sowie Ausrichtung von Bundesbeiträgen für die Neudi- mensionierung der Jauchegruben in den Fällen, in denen das Ausbringen auf gefrorenen Boden unvermeidbar ist;
Verstärkung der Phosphatausfällung in den Abwasserrei- nigungsanlagen und Ausbau der diesbezüglichen Beiträge sowie Verstärkung der entsprechenden Kontrollen.
Texte du postulat du 3 octobre 1985
Le Conseil fédéral est prié d'étudier, le cas échéant de réaliser, les mesures suivantes:
Lutte, à la source, contre l'introduction de métaux lourds dans les eaux parvenant aux stations d'épuration, afin de permettre une utilisation non nocive de ces boues dans l'agriculture.
Compléter sa mesure, parfaitement justifiée et exem- plaire, d'interdiction des phosphates dans les lessives, par une norme d'enrichissement en phosphates purs des boues destinées à l'agriculture, dans les cas où cela serait néces- saire à leur valorisation.
Interdiction de l'utilisation de phosphates contenant des métaux lourds par l'agriculture suisse.
Mise sur pied d'un système de pénalisation des agricul- teurs pratiquant un épandage sur sol gelé dans tous les cas où ils peuvent l'éviter et de subvention au redimensionne- ment des fosses à purin dans les autres cas.
Renforcement de l'élimination des phosphates dans les stations d'épuration et des subventions à cet effet; renforce- ment aussi des contrôles effectués.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Borel, Carobbio, Deneys, Friedli, Gloor, Jaggi, Longet, Meizoz, Pitteloud, Rebeaud, Ruffy, Vannay (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Le Conseil fédéral a décidé récemment, de manière parfaite- ment justifiée, d'interdire les phosphates dans les lessives. Cette mesure importante pour nos lacs ne permet, néan- moins, pas de considérer tous les problèmes comme ré- solus.
En effet, pour de nombreux lacs, la concentration en phos- phates restera encore trop importante. Il y a donc lieu de compléter cette mesure au niveau de l'agriculture (autre pourvoyeur important des cours d'eau en phosphates) et du traitement des phosphates dans les stations d'épuration. Les quantités dues aux matières fécales sont en effet plus difficiles à diminuer (par des systèmes de toilettes sèches par exemple).
Un autre volet lié est l'utilisation des boues d'épuration par l'agriculture. A ce stade, il convient de réduire les quantités de métaux lourds se trouvant dans les boues. Il pourrait également, dans certains cas particuliers, être nécessaire d'enrichir ces boues en phosphates encore qu'un traitement plus complet des eaux devrait ramener ce problème à des cas marginaux.
Il est, de plus, indispensable d'éviter l'empoisonnement des sols par des engrais. Il conviendrait donc d'interdire l'utilisa- tion d'engrais phosphatés, riches en métaux lourds, comme le cadmium.
Enfin, il faut lutter contre l'eutrophisation des eaux par l'agriculture à la source; l'épandage à certaines saisons constitue une part relativement importante de ce problème; des mesures du type décrit sous point 4 pourraient aider à y remédier.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. März 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mars 1986
Chaque fois que l'occasion s'est présentée, le Conseil fédé- ral est intervenu en faveur d'un recyclage aussi peu polluant que possible des produits résultant du traitement des déchets. Ainsi, en 1975, il éditait une ordonnance sur le déversement des eaux usées, qui a eu pour conséquence que les polluants sont retenus à leur lieu de production déjà. L'utilisation des boues d'épuration, qui contiennent des polluants, demandait elle aussi une réglementation. Cela a été réalisé avec l'introduction de valeurs limites pour les métaux lourds et de limitations pour l'épandage des boues d'épuration (ordonnance du 8 avril 1971 sur les boues d'épuration). Par le biais de l'ordonnance sur les substances dangereuses pour l'environnement, le Conseil fédéral fixera prochainement encore d'autres limitations aux teneurs en polluants (valeurs limites pour les métaux lourds dans les engrais commercialisés et les composts).
La surchage en phosphore due à l'agriculture, que l'on peut qualifier de critique dans certaines régions, ne peut pas être résolue que par l'utilisation des boues d'épuration, dans des domaines agricoles ou non. En effet, la quantité de phosphore dans les boues d'épuration représente à peine 6 pour cent de celle utilisée dans l'agriculture. Il faut lutter également contre les autres sources de cette pollution, c'est-à-dire: forte consommation d'engrais commercialisés, importation d'aliments pour les animaux - une importante source de phosphore aux effets indirects - et utilisation des engrais de ferme, cette dernière source représentant
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1986
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Anno
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I
Volume
Volume
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Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.594
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
21.03.1986 - 08:00
Date
Data
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448-450
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Pagina
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20 014 199
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