E 5 mars 1986
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Motion Knüsel
85.269 Petition betreffend die Erhöhung der Medizinalgebühren Pétition concernant les taxes des examens fédéraux de médecine
Herr Matossi unterbreitet im Namen der Kommission für Wissenschaft und Forschung den folgenden schriftlichen Bericht:
Mit Schreiben vom 8. Februar 1985 wurde den Kommissio- nen für Wissenschaft und Forschung die am 30. Januar eingereichte, 3698 Unterschriften tragende Petition betref- fend Erhöhung der Prüfungsgebühren bei den eidgenössi- schen Medizinalprüfungen zugewiesen, da sie in einem unmittelbaren Zusammenhang stand mit der bevorstehen- den Beratung der Vorlage 84.085, Genehmigung der Verord- nung über die Gebühren und Entschädigungen bei den eidgenössischen Medizinalprüfungen (Art. 38 Abs. 1 GR/ SR).
In ihrer Eingabe ersuchen die Studenten der Medizinalbe- rufe die Räte, auf die Erhöhung der Gebühren zu verzichten. Der Bundesrat hatte mit Rücksicht auf die 20 Jahre zurück- liegende letzte Anpassung eine Erhöhung der Prüfungsge- bühren um durchschnittlich 110 Prozent beantragt. In der Dezembersession 1985 hat der Nationalrat auf Antrag seiner Kommission die Vorlage jedoch nur unter der Auflage genehmigt, dass die durchschnittliche Erhöhung der Gebührenansätze 50 Prozent nicht übersteige.
An ihrer Sitzung vom 28. Januar 1986 hat sich die Kommis- sion dem Beschluss des Nationalrates einstimmig ange- schlossen.
Die Kommission beantragt deshalb einstimmig, die Petition der Studenten der Medizinalberufe als teilweise erfüllt abzu- schreiben.
Zustimmung - Adhésion
85.468 Motion Knüsel Gewässerschutzgesetz. Revision Loi fédérale sur la protection des eaux. Révision
Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1985
Seit der Inkraftsetzung im Jahre 1971 sind auf dem Gebiete des Gewässerschutzes grosse und nachhaltige Erfolge erzielt worden. Leider aber zeigen die jährlich wiederkeh- renden gravierenden Fischvergiftungen mit aller Deutlich- keit, dass vor allem in stehenden sowie in kleineren Fliess- gewässern noch sehr viel zur Gesundung dieser Grossbio- tope getan werden muss. Die zuständigen Amtsstellen lei- sten wohl eine einmalige Pionierarbeit. Leider aber sind das zuständige Bundesamt für Umweltschutz wie auch die kan- tonalen Amtsstellen von der personellen Seite betrachtet, vielfach überfordert. Jede Schadenverhütung ist besser als eine nachmalige Wiedergutmachung. Die Praxis zeigt, dass viele qualifizierte Freiwillige bereit wären, an einem wir- kungsvollen Informations-, Kontroll- und Beratungsdienst zugunsten eines aktiven Gewässerschutzes und zur Förde- rung der Fischbestände mitzuwirken.
Bis heute aber fehlt bei den Kantonen und beim Bund die Möglichkeit zu einer fachlichen Grund- und Weiterausbil- dung von qualifiziertem Personal. Im Bericht des Bundes-
amtes für Justiz im zweiten Paket von Vorschlägen zur Neuverteilung von Aufgaben zwischen Bund und Kantonen wird der Beratung und der Forschung sowohl bei der Revi- sion des Gewässerschutz- als auch des Fischereigesetzes ein hoher Stellenwert zugeordnet.
Der Bundesrat wird gebeten, bei der Revision des Gewässer- schutzgesetzes, eventuell auch bei derjenigen des Fische- reigesetzes, im Dienste einer nachhaltigen Sanierung der Gewässer an der Quelle die Grund- und Weiterausbildung von qualifizierten Gewässer- und Fischwarten zu ermögli- chen.
Im Sinne einer Koordination kann diese Ausbildung in Zusammenarbeit mit den Kantonen erfolgen.
Den Gewässer- und Fischwarten ist für die Informations-, Kontroll- und Beratungsaufgabe im Dienste eines aktiven Umweltschutzes eine amtliche Funktion zuzuordnen.
Texte de la motion du 13 juin 1985
Depuis l'entrée en vigueur, en 1971, de la loi sur la protec- tion des eaux, des progrès importants et durables ont été réalisés dans ce domaine. Cependant, les graves empois- sonnements de la faune piscicole auxquels l'on assiste chaque année montrent clairement qu'il y a encore beau- coup à faire pour l'assainissement des biotopes étendus, tout particulièrement des eaux dormantes et des petits cours d'eau. Les services compétents fournissent certes un travail de pionnier fort méritoire. Toutefois, aussi bien l'Of- fice de la protection de l'environnement que les services cantonaux, ne disposent souvent pas des effectifs en per- sonnel nécessaires pour venir à bout de toutes les tâches qui leur incombent. Il est un principe toujours valable: mieux vaut prévenir que guérir. Or, la pratique montre que beau- coup de volontaires qualifiés seraient prêts à offrir leur aide à un service efficace chargé de l'information, du contrôle et de la vulgarisation en matière de protection des eaux, aux fins d'encourager les efforts dans ce domaine et de préser- ver le peuplement piscicole.
Jusqu'à présent, les cantons et la Confédération ont été dans l'impossibilité de former des spécialistes de la protec- tion des eaux et de leur assurer une formation continue. L'Office fédéral de la justice, dans son rapport relatif à la deuxième série de propositions au titre de la nouvelle répar- tition des tâches entre la Confédération et les cantons, a attribué une grande importance à la diffusion des connais- sances et à la recherche dans le cadre de la révision des lois sur la protection des eaux et sur la pêche.
Le Conseil fédéral est invité à développer l'enseignement de base et la formation continue des gardes-pêche lors de la révision des lois sur la protection des eaux et sur la pêche, dans le but de favoriser un assainissement des eaux à la source.
Par souci de coordination, cette formation peut être envisa- gée en collaboration avec les cantons.
Il faudra attribuer aux gardes-pêche une fonction officiele qui leur permettra de contribuer activement à la protection de l'environnement par le biais de l'information, du contrôle et des conseils donnés au public.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Andermatt, Arnold, Bauer, Belser, Brahier, Bührer, Cavelty, Gadient, Hophan, Lauber, Meier Hans, Meier Josi, Meylan, Miville, Piller, Schoch, Weber, Zumbühl (19)
Knüsel: Darf ich für die Fischer, die als Wächter unserer Natur sehr aktiv sind und verhältnismässig wenig Beziehun- gen zu unserem Parlament haben, ein Anliegen vorbringen. Lassen Sie mich die Motion kurz wie folgt begründen: Die Inkraftsetzung des eidgenössischen Gewässerschutzgeset- zes im Jahre 1971 leitete beim Bund, aber auch bei den Kantonen und insbesondere bei den Gemeinden eine neue Politik im Dienste des Umweltschutzes ein. Ohne genügend und einwandfreies Wasser, das hat man festgestellt, gibt es kein Ueberleben. Rückblickend kann erfreulicherweise fest- gehalten werden, dass die Inkraftsetzung des Gewässer- schutzgesetzes eine neue Aera eingeleitet hat. Glücklicher-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Petition betreffend die Erhöhung der Medizinalgebühren Pétition concernant les taxes des examens fédéraux de médecine
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Jahr
1986
Année
Anno
Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.269
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.03.1986 - 08:00
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Data
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32-32
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