Interpellation Braunschweig
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86.943
Interpellation Ruf-Bern Selbstklebeadressen der Parlamentarier Interpellation Ruf-Berne Adresses autocollantes des Parlementaires
Wortlaut der Interpellation vom 9. Oktober 1986 Im Zusammenhang mit der Abgabe der Selbstklebeetiketten mit den Adressen aller National- und Ständeräte durch das Generalsekretariat der Bundesversammlung wird das Büro um die Beantwortung folgender Fragen ersucht:
Nach welchen Grundsätzen - und allenfalls zu welchem Preis - werden die erwähnten Selbstklebeetiketten durch das Generalsekretariat der Bundesversammlung an welche Empfänger herausgegeben?
Besteht hinsichtlich dieser Frage ein Reglement, oder handelt es sich bei der bisherigen Praxis, die Adressetiket- ten sehr wohl an Wirtschaftsverbände und andere Interes- senorganisationen abzugeben, Parlamentarier mit entspre- chenden Begehren jedoch abzuweisen, um eine gewohn- heitsrechtliche Regelung?
An welche Organisationen (und allenfalls Einzelpersonen) wurden die Selbstklebeadressen in den letzten drei Jahren durch das Generalsekretariat herausgegeben? (Es wird eine detaillierte Liste mit den Namen der Empfänger, den Daten der Abgabe der Etiketten und - soweit bekannt - dem Inhalt des Versandes gewünscht).
Wie rechtfertigt das Büro die befremdende Tatsache, dass private Interessenverbände und andere parlamentsexterne Organisationen bei der Abgabe der Selbstklebeadressen gegenüber den Parlamentariern - also den eigentlichen «Hausherren (und -damen)» - bevorzugt behandelt werden? 5. Teilt das Büro die Ansicht, die Mitglieder beider Räte sollten jederzeit - ohne Verzug und ohne Begründung - die Selbstklebeetiketten mit den Adressen der Parlamentarier beziehen können - allenfalls gegen die Vergütung der Selbstkosten?
Ist das Büro bereit, dem Generalsekretariat in diesem Sinne Weisungen zu erteilen bzw. ein diesbezügliches Reglement zu erlassen, um willkürliche Entscheidungen ins- künftig auszuschliessen?
Texte de l'interpellation du 9 octobre 1986
A propos de la remise d'autocollants portant les adresses de tous les députés des deux Chambres par le secrétariat général de l'Assemblée fédérale, le Bureau est prié de répondre aux questions ci-après:
Selon quels critères le secrétariat a-t-il distribué ces éti- quettes? A quel prix? Pour quels destinataires?
Est-ce en raison d'un règlement ou d'une simple coutume que l'on remet les adresses autocollantes aux organisations économiques et autres associations intéressées alors qu'on les refuse aux députés qui en font la demande ?
A quelles organisations - et le cas échéant à quels parti- culiers - ces autocollants ont-ils été remis ces trois der- nières années par le secrétariat? (Nous désirons une liste détaillée des noms des destinataires, des dates de remise des étiquettes, et si possible du contenu des envois).
Comment le Bureau justifie-t-il le fait choquant que des groupements d'intérêts privés et autres organismes exté- rieurs au Parlement reçoivent un traitement préférentiel quant à la remise de ces étiquettes, alors que les députés devraient être les premiers servis?
Le Bureau pense-t-il comme nous que les députés des deux Chambres devraient pouvoir en tout temps - sans délai et sans avoir à donner d'explication - obtenir les adresses autocollantes des parlementaires, éventuellement contre paiement du prix coûtant?
Le Bureau est-il prêt à donner au secrétariat général des instructions dans ce sens ou à établir un règlement en la matière afin d'éviter à l'avenir des décisions arbitraires?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Steffen (1)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wiederholt wurde verschiedenen Mitgliedern der Bundes- versammlung durch das Generalsekretariat die Abgabe der Selbstklebeetiketten mit den Adressen aller National- und Ständeräte verweigert! Parlamentarier müssen die Couverts also selbst adressieren, wenn sie ihre Kollegen mit Informa- tionsunterlagen bedienen wollen.
Immer wieder erhalten jedoch vor allem privatrechtliche Interessenorganisationen, namentlich Wirtschaftsverbände, die Selbstklebeadressen problemlos (und vermutlich gratis), um ihre Jahresberichte oder andere Propagandaschriften zu versenden. Jüngstes Beispiel dafür ist der Versand der «Aare-Tessin AG für Elektrizität» - an die Mitglieder der Bundesversammlung im Vorfeld der ausserordentlichen «Tschernobyl-Session» im Oktober 1986.
Diese Praxis des Generalsekretariats, Interessenorganisatio- nen gegenüber den Parlamentariern in diesem Bereich zu bevorzugen, wird von verschiedenen National- und Stände- räten als äusserst befremdend und als eine Missachtung des Parlaments empfunden. Eine Regelung, die den Mitgliedern der Bundesversammlung den Bezug der Selbstklebeadres- sen - allenfalls gegen die Vergütung der Selbstkosten - ohne Verzug und ohne Schwierigkeiten ermöglicht, drängt sich auf, da das Generalsekretariat im Dienste des Parla- mentes und nicht irgendwelcher Wirtschaftsverbände zu stehen hat. Am zweckmässigsten wäre der Erlass eines entsprechenden Reglements durch die Büros beider Räte, um willkürliche Entscheidungen des Generalsekretariats, wie sie wiederholt getroffen wurden, inskünftig zu ver- meiden.
Schriftliche Stellungnahme des Büros Rapport écrit du Bureau
Seit der Einführung der Informatik beim Generalsekretariat der Bundesversammlung gibt dieses auf Wunsch Selbstkle- beadressen der Ratsmitglieder an die eidgenössischen Räte sowie an Organisationen ab, die ihre Meinung zu Geschäf- ten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Session äussern möchten. Die zu verteilenden Texte sollen zum besseren Verständnis der Geschäfte beitragen und für die Ratsmitglieder von Interesse sein. Die Anfragen müssen von wirklich bestehenden Organisationen stammen und von den verantwortlichen Organen unterzeichnet sein. Diese Anfra- gen sind relativ selten. Es wird keine Statistik darüber ge- führt.
Das Büro ist jedoch der Ansicht, dass die Ratsmitglieder über zahlreiche Möglichkeiten verfügen, um sich bei ihren Kollegen während der Sessionen Gehör zu verschaffen, und dass es nicht angebracht ist, den Versand von zusätzlichem Material zu fördern, ausser in dringenden Fällen und wenn ein offensichtliches Interesse für alle Parlamentarier be- steht.
Le président: L'interpellant n'est pas satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
86.971
Interpellation Braunschweig KSZE-Folgetreffen in Wien CSCE. Prochaine réunion de Vienne
Wortlaut der Interpellation vom 11. Oktober 1986 Der Bundesrat misst dem KSZE-Prozess seit Jahren im Rah- men der schweizerischen Aussenpolitik grosse Bedeutung zu, zuletzt in seiner Interpellationsantwort vom 22. Septem- ber 1986 auf Seite 9. Im Hinblick auf die aussenpolitische
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ruf-Bern Selbstklebeadressen der Parlamentarier Interpellation Ruf-Berne Adresses autocollantes des Parlementaires
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Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1986
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.943
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.12.1986 - 08:00
Date
Data
Seite
2065-2065
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Pagina
Ref. No
20 015 065
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