N 2 mars 1987
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Interpellation Bonny
86.828
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion Zivilschutz für den Katastrophenfall Interpellation du groupe Adl/PEP Protection civile et aide en cas de catastrophes
Wortlaut der Interpellation vom 19. Dezember 1986 Im Zusammenhang mit dem Chemieunfall von Basel stellen sich Fragen, ob nicht gewisse Lehren für den Katastrophen- fall gezogen werden müssten. Die Bevölkerung ist beunru- higt und fragt sich, ob die Zivilschutzorganisation sowie deren Einrichtungen bei kurzfristig notwendigen Einsätzen eine genügende Bereitschaft aufweisen. Aus diesem Grunde wird der Bundesrat gebeten, zu den folgenden Fragen Stel- lung zu nehmen:
Ist die Ausbildung im Bereich Zivilschutz genügend? Es steht fest, dass gewisse Kantone noch keine Ausbildungs- stätten besitzen. Ohne genügende Ausbildung kann der Zivilschutz seine Aufgaben im Bedarfsfall nicht wahrneh- men. Wäre es nicht notwendig, dass in diesem Bereich vermehrte Anstrengungen gemacht werden? Was gedenkt der Bund zu tun, um diese Ziele zu erreichen? Sind genü- gend Spezialisten vorhanden? Ist es allenfalls notwendig, einen Pikett-Dienst mit vertiefter Ausbildung nicht nur auf der höchsten Stufe zu realisieren?
Die Alarmorganisation im Raume Basel war offensichtlich ungenügend. Wie lässt sich die breite Bevölkerung genü- gend schnell sicher informieren? Wäre es nicht auch not- wendig, die Bevölkerung über die Möglichkeiten der Benüt- zung von Schutzräumen laufend und besser zu infor- mieren?
Warum wissen so wenig Leute, wo ihr Schutzplatz ist? Es wäre für alle, vor allem aber für Familien mit Kindern, wich- tig, wenn sie die Standorte ihrer Schutzräume kennen wür- den, falls bei einem Katastrophenfall ein kurzfristiger Schutzraumbezug notwendig würde.
Die Schutzräume werden heute im Normalfall privat genutzt. Ist diese Form der Nutzung noch richtig oder müss- ten die Räumlichkeiten nicht sofort und vollständig bezugs- bereit sein?
Ist das richtige und notwendige Material vollständig vor- handen? Immer wieder wird etwa der Ruf nach Schutzmas- ken für die Bevölkerung laut. Was hat den Bund bis anhin abgehalten, solche Masken zum Kauf anzubieten?
Texte de l'interpellation du 19 décembre 1986
A la suite de l'accident chimique de Bâle, on peut se deman- der s'il ne conviendrait pas de tirer certaines leçons pour les cas de catastrophes. La population est inquiète et se demande si l'état de préparation de la protection civile et de ses installations est suffisante pour le cas où un engage- ment se révèlerait nécessaire à bref délai. C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: 1. L'instruction dans le domaine de la protection civile est- elle suffisante? Il est avéré que certains cantons ne possè- dent pas encore de centre servant à l'instruction. Si celle-ci est insuffisante, la protection civile ne sera pas à même, en cas de nécessité, d'assumer convenablement ses tâches. Ne serait-il pas nécessaire d'accroître l'effort entrepris dans ce domaine? Quelles mesures la Confédération envisage-t-elle de prendre afin d'atteindre ces objectifs?
Les spécialistes sont-ils assez nombreux?
Est-il éventuellement nécessaire de mettre sur pied un ser- vice de piquet assuré par des personnes hautement quali- fiées, et cela pas seulement au niveau le plus élevé?
renseigner la population, régulièrement et mieux que jus- qu'ici, sur la possibilité d'utiliser les abris?
Pourquoi y a-t-il si peu de personnes qui savent où se trouve leur place protégée? Il serait important pour tous, notamment pour les familles avec enfants, de connaître l'emplacement de leurs places protégées, pour qu'en cas de catastrophe ils puissent occuper les abris à bref délai.
Actuellement, les abris sont généralement utilisés à des fins privées. Cela est-il encore opportun ou bien convien- drait-il de rendre ces locaux immédiatement et entièrement propres à être occupés?
Tout le matériel approprié et nécessaire est-il disponible ? On entend par exemple assez fréquemment des gens demander que l'on fournisse à la population des masques de protection. Pour quelles raisons la Confédération n'a-t- elle pas voulu, jusqu'ici, mettre en vente de tels masques?
Sprecher - Porte-parole: Zwygart
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. Februar 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 fevrier 1987
Die Interpellation deckt sich in materieller Hinsicht mit dem Postulat Auer vom 17. Dezember 1986 (86.180), durch wel- ches der Bundesrat eingeladen wird, dem Parlament einen Bericht über Aufgabe und Einsatz des Zivilschutzes zu erstatten. Dabei sollen insbesondere die Aspekte des Einsat- zes des Zivilschutzes bei Katastrophen in Friedenszeiten beleuchtet werden. Im Rahmen dieses Berichtes wird sich der Bundesrat auch zu den von der LdU/EVP-Fraktion gestellten Fragen äussern.
Zwygart: Eine kurze Vorbemerkung. Der Titel dieser Inter- pellation lautet: «Zivilschutz für den Katastrophenfall», und nicht: für den «Katastrophenplan», wie auf der Tagesord- nung und im Sessionsprogramm mehrfach geschrieben wurde.
Ich danke dem Bundesrat, dass er die EVP/LdU-Interpella- tion quasi auf die Höhe eines Postulats hinaufstilisiert hat, dies um so mehr, nachdem hier das Postulat Auer überwie- sen worden ist. Wir erwarten mit Spannung den Bericht zu diesem Postulat und werden uns im gegebenen Zeitpunkt zu den entsprechenden Fragen äussern.
In diesem Sinne bitten wir um Rückstellung der Behand- lung, wie es der Bundesrat in seiner Stellungnahme selber schreibt. Ich lese den letzten Satz der sogenannten Antwort: «Im Rahmen dieses Berichts wird sich der Bundesrat auch zu den von der LdU/EVP-Fraktion gestellten Fragen äus- sern.»
Le président: M. Zwygart et ses collègues attendent donc le rapport du Conseil fédéral. L'interpellation est ainsi liquidée.
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Interpellation Bonny Zivilschutz. Vollzugsprobleme Protection civile. Exécution
Wortlaut der Interpellation vom 19. Dezember 1986 Dem Zivilschutz kommt im Rahmen der Gesamtverteidi- gungskonzeption ein sehr hoher Stellenwert zu. Eine Armee ohne gleichzeitige Massnahmen zum Schutze der Zivilbe- völkerung ist heute nicht mehr denkbar.
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Interpellation der LdU/EVP-Fraktion Zivilschutz für den Katastrophenfall Interpellation du groupe Adl/PEP Protection civile et aide en cas de catastrophes
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.828
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Datum 02.03.1987 - 14:30
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30-30
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