Zolltarifarische Massnahmen 1989/II
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Das waren einige Schwerpunkte, die unsere Debatte, die sich weitgehend um unsere Stellungnahme zum EWR gedreht hat, aus der Sicht der Efta ergänzen.
Ott: Ich möchte Sie auf einen Passus im Bericht des Parlamen- tarierkomitees hinweisen, der mir interessant scheint. Die europapolitische Lage hat sich ja drastisch geändert seit unserer letzten grossen Europadebatte vor einem Jahr über den Bericht 1988 des Bundesrates. Wir sind geneigt zu glau- ben, diese plötzliche, drastische Veränderung der europapoli- tischen Situation sei wie eine Art Schicksal über uns hereinge- brochen. Beim Lesen des Berichtes der Efta-Parlamentarier habe ich nun eine interessante Entdeckung gemacht auf Sei- te 1, wo es heisst: «Der Zufall wollte es, dass einige Tage nach dieser Rede das Efta-Parlamentarierkomitee seine jährliche Vorbereitungssitzung in Genf durchführte und damit als erstes Efta-Organ auf den Vorschlag von Präsident Delors reagieren konnte.» Tatsächlich hielt Herr Delors im Januar 1989 seine bekannte Rede vor dem Europäischen Parlament mit seiner neuen Vision des auf zwei Säulen - EG und Efta - ruhenden Europäischen Wirtschaftsraumes. Wenige Tage danach fand dann eben - «der Zufall wollte es» - diese Vorbereitungssit- zung statt. Man fand, die Idee des Herrn Delors sei eigentlich gar nicht schlecht, und empfahl dem Efta-Gipfel in Oslo vom März 1989, sich ebenfalls positiv auf diese Rede einzustellen. Rein spekulativ könnte man sich ja fragen, was wohl gesche- hen wäre, wenn an diesem Efta-Parlamentarier-Vorberei- tungstreffen ein paar starke Stimmen, z. B. aus der Schweiz, laut geworden wären, die gesagt hätten: «Die Idee des Herrn Delors empfinden wir als inakzeptabel» oder «als kaum prakti- kabel». Dann sähe möglicherweise die europapolitische Lage heute ganz anders aus. Politik und Geschichte verlaufen eben nicht nach ehernen Naturgesetzen, sondern aufgrund von sol- chen Imponderabilien, Unwägbarkeiten, eben: sogenannten Zufällen. Ich möchte mit diesen Ueberlegungen das, was ge- schehen ist, keineswegs beklagen. Ich möchte nur sagen, wir haben uns möglicherweise die Suppe selber eingebrockt, die wir jetzt auslöffeln müssen. Aber vielleicht schmeckt die Suppe ja gut. Mit anderen Worten: Vielleicht liegen in der Si- tuation, wie sie nun einmal entstanden ist, grosse Chancen für uns Schweizer und für Europa. Nur müssen wir uns jetzt dran- halten, wir müssen am Ball bleiben, und das heisst: Wir müs- sen versuchen, die Efta zu stärken, soweit dies möglich ist. Die Efta, dieses zweideutige Gebilde, das - wie ich selber vor nicht
' langer Zeit gehört habe im Europäischen Parlament - von manchen Leuten bereits totgesagt worden war: Nun ist diese Efta plötzlich wieder jemand. Man fragt sich nur: Wer? Wel- ches ist ihr Profil?
Ich mache mir seit längerem Gedanken, wer diese Efta, dieses Boot, in dem wir nun einmal sitzen, eigentlich ist. Haben wir gemeinsame Grundlagen? Gut ist, dass die Efta im Moment ein Gremium ist, das nach dem Konsensprinzip entscheiden muss, also so, dass jeder seine Selbständigkeit wahrt. Das Konsensprinzip ist ja auch das Prinzip der KSZE, wo es offen- sichtlich gut funktioniert.
Aber auf längere Sicht, und die Situation könnte ja noch länger andauern, brauchen wir doch gewisse gemeinsame geistige Grundlagen. Wir in der Schweiz sind vor allem mit dem italieni- schen, mit dem französischen und dem deutschen Sprach- und Kulturraum verbunden. Was verbindet uns mit Island, mit Norwegen, mit Finnland? Aber wir sind nun faktisch mit ihnen verbunden, und das vielleicht eben auf längere Zeit. Nun müs- sen wir Gemeinsamkeiten suchen, und wir werden sie zweifel- los finden oder schaffen können. Ich habe durch ein Postulat den Bundesrat aufgefordert, Gemeinsamkeiten auf kulturel- lem Wege unter den Efta-Staaten zu suchen. Unser Kollege Widmer hat gestern sehr eindrücklich auf die Wichtigkeit der Kultur als Instrument unserer Aussenpolitik hingewiesen. Er hat meine volle Zustimmung, und Sie haben nun soeben auch mein Postulat überwiesen.
Ich möchte Ihnen und dem Bundesrat danken und möchte wünschen, dass der Bundesrat auf diesem Gebiete bald aktive Anstrengungen unternehmen wird.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Il n'est pas dans la tradition que le représentant du gouvernement se prononce à cette tri- bune sur le rapport, excellent au demeurant, de l'AELE. Mais puisque quelques questions m'ont été posées par M. Coutau, je dirai tout d'abord merci à la Délégation parlementaire suisse pour son rôle constructif. Pour des parlementaires de milice, Monsieur le président, c'est d'autant plus remarquable que cela exige du temps et des déplacements. Je dirai ensuite que je me félicite que le Conseil des ministres de l'AELE ait re- connu le rôle de plus en plus grand, depuis décembre, du Co- mité des parlementaires qui charge le conseil de le consulter sur des questions importantes auxquelles l'AELE fait face.
Quant à l'organisation intérieure de la Suisse, nous avons nota- blement amélioré la coordination interdépartementale: les deux Secrétaires d'Etat supervisent le Bureau de l'Intégration, mais encore une sorte de conseil d'administration est mis en place, qui comprend les représentants les plus élevés des cinq autres départements. Le fonctionnement du nouvel organisme paraît convenable, mais il y a encore du pain sur la planche, car la volonté européenne, comme le disait M. Matthey, n'a pas en- core gagné toutes les tranches de l'administration fédérale. Enfin, la question de constituer une délégation du Conseil fédéral ne se pose pas en termes formels. En réalité, elle fonc- tionne à géométrie variable et regroupe toujours le Chef des af- faires étrangères, le Chef de l'économie publique et de plus en plus souvent le Chef de justice et police (les problèmes de l'adaptation de la législation se poseront en termes ardus) et, selon le type de problèmes discutés, l'un ou l'autre de mes au- tres collègues.
Zustimmung - Adhésion
89.082
Zolltarifarische Massnahmen 1989/11 Tarif des douanes. Mesures 1989/II
Bericht und Beschlussentwurf vom 10. Januar 1990 (BBI I, 189) Rapport et projet d'arrêté du 10 janvier 1990 (FFI, 161) Beschluss des Ständerates vom 6. März 1990 Décision du Conseil des Etats du 6 mars 1990
Herr Oehler unterbreitet im Namen der Wirtschaftskommis- sion den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Wirtschaftskommission befasste sich an ihrer Sitzung vom 13. Februar 1990 auch mit den zolltarifarischen Massnahmen, welche der Bundesrat unter Vorbehalt der Zustimmung durch die eidgenössischen Räte im zweiten Halbjahr 1989 getroffen hat.
A. Aenderung des Gebrauchstarifs 1986 vom 15. November 1989
Der Bericht vom 16. August 1989 über zolltarifarische Mass- nahmen im ersten Halbjahr 1989 enthielt auch die vorläufigen Ergebnisse der Halbzeitkonferenz der Uruguay-Runde vom Dezember 1988 in Montreal. Diese beinhalteten u.a. auch die Ermässigung des Zollansatzes für Rohkaffeeeinfuhren aus Entwicklungsländern um 6 Franken je 100 kg auf den 1. Ja- nuar 1989. Um in den Genuss dieser Ermässigung zu kom- men, muss die Ware direkt aus dem begünstigten Land in die Schweiz transportiert werden. Kaffee wird in ganzen Schiffsla- dungen exportiert. Die Bestimmung der einzelnen Partien ist erst nach der Verschiffung bekannt. Die Exporteure können somit diese Bedingung nicht erfüllen. Die Zulassung zu dieser Zollpräferenz war daher nicht möglich. Da sämtlicher Rohkaf- fee aus Entwicklungsländern stammt, hat der Bundesrat auf den 1. Januar 1990 den Normalansatz der massgeblichen Ta- rifnummer automatisch auf das Niveau des bisher gültigen Präferenzansatzes gesenkt, damit alle Einfuhren von Rohkaf-
Représentation diplomatique à Islamabad. Construction
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N 14 mars 1990
fee bedingungslos in den Genuss des ermässigten Ansatzes kommen können.
M. Oehler présente au nom de la Commission des affaires économiques le rapport écrit suivant:
Lors de sa séance du 13 février 1990, la Commission des affai- res économiques a également examiné les mesures tarifaires prises par le Conseil fédéral durant le second semestre 1989 sous réserve de l'approbation par les Chambres fédérales.
A. Modification du tarif d'usage des douanes 1986 du 15 no- vembre 1989
Le rapport du 16 août 1989 concernant les mesures tarifaires prises pendant le 1er semestre 1989 informait également des résultats provisoires de la Conférence à mi-parcours du cycle d'Uruguay, tenue à Montréal en décembre 1988. Au nombre de ces résultats figurait entre autres la réduction, de 6 francs par 100 kg dès le 1er janvier 1989, du droit de douane applica- ble aux importations de café vert en provenance de pays en développement. Cette réduction n'est accordée que si la mar- chandise est transportée directement du pays bénéficiaire à destination de la Suisse. Le café est transporté par bateaux en- tiers. La destination des lots individuels n'est connue qu'après l'embarquement. Les exportateurs ne peuvent dès lors remplir cette condition. L'octroi de cette préférence douanière s'avérait donc impossible. L'intégralité de la production de café vert provenant des pays en développement, le Conseil fédéral a automatiquement ramené le taux de la position con- cernée du tarif au niveau du taux préférentiel applicable jusqu'alors, de manière à placer toutes les importations de café vert au bénéfice réduit.
L'ordonnance du 18 octobre 1989 sur les droits de douane ap- plicables aux marchandises provenant de l'AELE et des CE prend en compte, à partir du 1er janvier 1990, les répercus- sions du Protocole additionnel du 12 juillet 1989 à l'accord entre la Confédération suisse et la Communauté économique européenne visant à éliminer et à prévenir les restrictions quantitatives à l'exportation ou mesures d'effet équivalent. Ce protocole est soumis à l'approbation des Chambres fédérales dans le rapport sur la politique économique extérieure 1989/1 et 1989/2 (89.081). L'article 6, alinéa 3 de ce protocole addi- tionnel prévoit son application à partir du 1er janvier 1990 si les parties contractantes n'ont pas notifié l'achèvement des pro- cédures de ratification à cette date. Pour assurer une mise en oeuvre à la même date au sein de l'Espace économique euro-
péen, le Conseil fédéral a décidé d'appliquer provisoirement le protocole additionnel à partir du 1er janvier 1990, en se fon- dant sur les dispositions de l'article 2 de la loi fédérale sur les mesures économiques extérieures. La suppression, dès le 1er janvier 1990, des droits de douane à l'exportation frappant une série de produits (voir message, p. 3) a été mise en oeuvre par une modification de l'ordonnance sur le libre-échange du 18 octobre 1989. Cette libéralisation des exportations a été élargie aux échanges entre les pays de l'AELE par une déci- sion du Conseil de l'AELE du 16 novembre 1989.
Antrag der Kommission
Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Genehmi- gung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen.
Proposition de la commission La commission unanime vous propose d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation des mesures touchant le tarif des douanes.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifa- rischen Massnahmen Arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 69 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
89.072
Diplomatische Vertretung in Islamabad. Bauten Représentation diplomatique à Islamabad. Construction
Botschaft und Beschlussentwurf vom 15. November 1989 (BBI III, 1549) Message et projet d'arrêté du 15 novembre 1989 (FF III, 1465)
Herr Bundi unterbreitet im Namen der Kommission für aus- wärtige Angelegenheiten den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Kommission hat die Botschaft des Bundesrates vom 15. November 1989 über die Errichtung eines Kanzleigebäu- des mit einer Dienstwohnung und einer Residenz für die schweizerische diplomatische Vertretung in Islamabad ge- prüft.
Das Bauvorhaben, das einen Objektkredit von 13 240 000 Franken erfordert, ist aus mehreren Gründen notwendig ge- worden. Zuerst ist daran zu erinnern, dass die Verlegung des
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Zolltarifarische Massnahmen 1989/II Tarif des douanes. Mesures 1989/II
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1990
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.082
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Datum 14.03.1990 - 15:00
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