N 22 mars 1991
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Interpellation Aguet
hend auf dem Bericht über die Haltung und Verwendung von Pferden der Arbeitsgruppe «Pferd» der Nutztierkommission des Schweizer Tierschutzes basiert. Darin werden die abzu- lehnenden Formen des «Barrens» von Pferden umschrieben. Es liegt an den Kantonen, diese Regeln durchzusetzen. 5. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe werden die Grundlage für die vorgesehene Revision der Tierschutzverordnung bil- den.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
90.731 Interpellation Hänggi Förderung der gewerblichen Berufslehre Arts et métiers. Revalorisation de l'apprentissage
Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1990 Das schweizerische Gewerbe leidet unter einem ausgespro- chenen Lehrlingsmangel. Dies bringt auch die neueste Studie des schweizerischen Gewerbeverbandes deutlich zum Aus- druck.
Von 150 Biga-Berufen finden nur noch gerade 100 Berufs- zweige genügend Nachwuchs. In Anbetracht des anhalten- den Geburtenrückgangs und dem verstärkten Trend zu den Dienstleistungen wird sich diese Situation noch verschärfen. Dieser Zustand ist nicht nur für die betroffenen Berufe alarmie- rend, sondern auch volkswirtschaftlich und staatspolitisch be- denklich.
Ich bitte deshalb den Bundesrat um die Beantwortung folgen- der Fragen:
Wie beurteilt der Bundesrat die Zukunftsperspektiven der gewerblichen Berufslehre?
Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, um die gewerb- liche Berufslehre attraktiver zu machen?
Welche Erfahrungen wurden bisher mit dem Projekt der Ausbildung von ausländischen Lehrlingen gemacht?
Texte de l'interpellation du 26 septembre 1990
La dernière enquête effectuée par les arts et métiers suisses montre clairement que le secteur souffre d'un manque aigu d'apprentis.
Des cent cinquante professions agréées par l'OFIAMT seules cent trouvent à assurer la relève. Et cette situation ne fera qu'empirer en raison de la dénatalité persistante et de l'ac- croissement du secteur tertiaire. La situation est alarmante pour les professionnels concernés et elle l'est tout autant pour l'économie et pour l'Etat.
Je demande donc au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
Que pense-t-il de l'avenir de l'apprentissage dans le secteur des arts et métiers?
Quelles possibilités voit-il pour attirer plus de jeunes vers ces professions?
Quels enseignements tire-t-on jusqu'à présent de la mise en pratique du projet de formation des apprentis de nationalité étrangère?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. Januar 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 janvier 1991
Der Bundesrat erachtet die gewerbliche Berufslehre in Form der Meisterlehre nach wie vor als geeignet, junge Menschen auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Es ist indessen nicht zu ver- kennen, dass die Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft auch ihren Einfluss auf die Ausbildung haben. Die materiellen und gesetzlichen Voraussetzungen sind gege- ben, um den neuen Herausforderungen zu begegnen. Die Be- reitschaft, Nachwuchskräfte mit attraktiven Aus- und Weiterbil- dungsbedingungen zu gewinnen, dürfte zunehmen.
Mit der Aufgabe, die gewerblichen Berufslehren attraktiver zu gestalten, sind sowohl der Staat wie die Wirtschaft heraus- gefordert. Eine enge Zusammenarbeit - die bereits besteht - drängt sich auf beim Erlass zukunftsgerichteter Ausbildungs- normen, bei der Schulung der Lehrmeister, beim Ausbau der überbetrieblichen Einführungskurse. Dem Gedanken des le- benslangen Lernens muss vermehrt sowohl in den Betrieben wie in den Berufsschulen Nachachtung verschafft werden. Ein grosszügiges Angebot an zusätzlichen Kursen, das die Ju- gendlichen auch tatsächlich nutzen können, soll die Voraus- setzungen zu späterer Weiterbildung schon während der Lehrzeit verbessern. Für die Lehrkräfte der Berufsschulen be- findet sich ein Nachdiplomstudium im Aufbau, das sich in ei- nem ersten Testlauf bewährt hat.
Im Spätsommer 1990 haben einige junge Spanier im Rah- men eines vom Biga bewilligten Versuchs eine Berufsausbil- dung in der Schweiz aufgenommen. In einem Vorjahr dient die Hälfte der Ausbildungszeit dem Erlernen der deutschen Spra- che und der Vertiefung der schulischen Grundausbildung; da- neben lernen die jungen Leute ihren künftigen Beruf bei der Arbeit in einem Betrieb kennen. 1991 nehmen die künftigen Strassenbauer ihre ordentliche Lehre zusammen mit Schwei- zer Kollegen auf. Angesichts der kurzen Zeit, die seit dem Be- ginn des Projektes vergangen ist, kann noch nicht über die bisherigen Erfahrungen berichtet werden.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
90.736
Interpellation Aguet HTL-Titel. Anerkennung in Europa Reconnaissance du titre ETS au plan européen
Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1990 Der Nationalrat hat sich 1988 und 1989 mit der Anerkennung der HTL-Titel in Europa beschäftigt. Bundesrat Delamuraz un- terstrich anlässlich der letzten Behandlung im Rat die grund- sätzliche Aufgeschlossenheit, welche seine angesehenen Verhandlungspartner der Europäischen Gemeinschaft an den Tag legen.
In unserer Wirtschaft werden dreimal mehr Stellen für HTL- Absolventen angeboten als für ETH-Abgänger. Daran lässt sich die Bedeutung dieser Ausbildung für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz erkennen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Hänggi Förderung der gewerblichen Berufslehre Interpellation Hänggi Arts et métiers. Revalorisation de l'apprentissage
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1991
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.731
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
22.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
790-790
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Ref. No
20 019 799
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