Zuweisung der Aemter an die Departemente
1107
finde, aus rechtstheoretischen Ueberlegungen zu weit zu ge- hen.
Die Frage, die sich aufdrängt, ist die: Liegen die beiden Lösun- gen nun tatsächlich so weit auseinander?
Ihr Rat will den Veranstalter, der Ständerat aber den Pro- grammschaffenden ins Recht fassen. Auch bei der Lösung des Ständerates kann der Veranstalter unter bestimmten Vor- aussetzungen bestraft werden, dann nämlich, wenn die Unter- suchung unverhältnismässig wäre, um den fehlbaren Pro- grammschaffenden zu ermitteln.
Wie gesagt: Ich finde die Lösung Ihres Rates sachgerecht, aber vielleicht ist die Zeit dazu noch nicht reif. Man muss hier sehen, dass mit der Einführung der Strafbarkeit von juristi- schen Personen Neuland beschritten wird. Ich könnte also ab- solut mit Ihrer Mehrheit leben. Wir würden dann keine Diffe- renz mehr schaffen.
Ich bitte Sie, nun zu entscheiden, damit wir dieses Gesetz bald in Kraft setzen können.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
88 Stimmen 48 Stimmen
87.076
Fernmeldegesetz Loi sur les télécommunications
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 644 hiervor - Voir page 644 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 6. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 6 juin 1991 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Herr Auer unterbreitet im Namen der Kommission den folgen- den schriftlichen Bericht:
Das Fernmeldegesetz kommt mit einer letzten Differenz in die dritte Beratung des Nationalrates. In allen übrigen Punkten hat der Ständerat in der zweiten Beratung dem Nationalrat zuge- stimmt. Vor allem hat er sich bei Artikel 19 (Ausnahmen vom Netzmonopol der PTT) der Fassung des Nationalrates ange- schlossen, die nur Fernmeldenetze «von geringer Bedeu- tung» vom Netzmonopol ausnehmen lassen will.
Unter diesen Umständen scheint es der Kommission ange- zeigt, bei der letzten verbleibenden Differenz dem Ständerat zuzustimmen. Der Nationalrat hatte in Artikel 12 einen Ab- satz 1bis aufgenommen, wonach Abonnenten verlangen kön- nen, nicht ins Abonnentenverzeichnis aufgenommen zu wer- den. Der Ständerat hat am 6. Juni 1991 mit 23 zu 4 Stimmen am Grundsatz des obligatorischen Eintrages in Abonnenten- verzeichnissen festgehalten.
Die Kommission beantragt einstimmig, der ständerätlichen Fassung von Artikel 12 zuzustimmen.
M. Auer présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Avec une dernière divergence, la loi sur les télécommunica- tions revient en troisième délibération devant le Conseil natio- nal. Lors de la deuxième délibération au Conseil des Etats, ce dernier a approuvé toutes les autres propositions. Il s'est no- tamment rallié à l'avis du Conseil national pour ce qui est de l'article 19 (exceptions au monopole de réseau des PTT) en acceptant de n'exclure que des réseaux de télécommunica- tions «peu importants».
Dans ces conditions, la commission juge approprié de se ral- lier à l'avis du Conseil des Etats pour ce qui est de la dernière divergence. Le Conseil national a introduit un alinéa 1bis à l'article 12, qui dispose que des abonnés peuvent exiger de pas figurer dans l'annuaire des abonnés. Le Conseil des Etats, par 23 voix contre 4, a maintenu le 6 juin 1991 le principe de l'inscription obligatoire dans l'annuaire des abonnés.
A l'unanimité, la commission propose d'approuver l'article 12 tel que le Conseil des Etats l'a formulé.
Art. 12 Abs. 1bis Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 12 al. 1bis Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté
91.023
Zuweisung der Aemter an die Departemente und der Dienste an die Bundeskanzlei. Bundesbeschluss Attribution des offices aux départements et des services à la Chancellerie fédérale. Arrêté fédéral
Botschaft und Beschlussentwurf vom 11. März 1991 (BBI II 177) Message et projet d'arrêté du 11 mars 1991 (FF II 173) Beschluss des Ständerates vom 6. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 6 juin 1991 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Herr Auer unterbreitet im Namen der Kommission den folgen- den schriftlichen Bericht:
Das Inkrafttreten des Fernmeldegesetzes sowie des Radio- und Fernsehgesetzes zieht eine Fülle von ständigen Vollzugs- aufgaben nach sich. Diese können nicht mehr vom Generalse- kretariat EVED bewältigt werden, welches als Stabsstelle über sehr beschränkte Mittel verfügt. Der Ständerat beschloss da- her am 13. Dezember 1990 im Rahmen der Beratung des Fernmeldegesetzes die Schaffung eines Bundesamtes für Kommunikation. Der Nationalrat folgte diesem Entscheid am 21. März 1991.
Wenn beide Räte der Schaffung des Bundesamtes zustim- men, so muss dieses noch einem Departement zugewiesen werden. Mit der vorliegenden Botschaft schlägt der Bundesrat das Eidgenössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepar- tement vor. Die Aenderung der entsprechenden Verordnung bedarf der Genehmigung durch die eidgenössischen Räte. Der Ständerat hat den entsprechenden Bundesbeschluss am 6. Juni 1991 einstimmig angenommen.
M. Auer présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
L'entrée en vigueur de la loi sur les télécommunications et de la loi sur la radio et la télévision entraîne une multitude de tâ- ches permanentes. Ces dernières ne peuvent plus être assu- mées par le Secrétariat général du DFTCE qui ne dispose que de moyens fort restreints. C'est la raison pour laquelle le Conseil des Etats a décidé le 13 décembre 1990, dans le cadre de ses délibérations relatives à la loi de la télécommunica-
Compte d'Etat 1990
1108
N
17 juin 1991
tions, la création d'un Office fédéral de la communication. Le Conseil national a approuvé cette décision le 21 mars 1991. Si les deux conseils approuvent la création d'un office fédéral, encore faut-il l'attribuer à un département. Dans son message, le Conseil fédéral propose le Departement fédéral des trans- ports, des communications et de l'énergie. La modification de l'ordonnance y relative doit être adoptée par les Chambres fé- dérales. L'arrêté fédéral concernant a été approuvé à l'unani- mité par le Conseil des Etats dans sa séance du 6 juin 1991.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt, den Entwurf des Bundesbeschlus- ses über die Genehmigung einer Aenderung der Verordnung über die Zuweisung der Aemter an die Departemente und der Dienste an die Bundeskanzlei vom 11. März 1991 anzuneh- men.
Proposition de la commission
La commission propose d'adopter le projet d'arrêté fédéral re- latif à l'approbation de l'ordonnance concernant l'attribution des offices aux départements et des services à la Chancellerie fédérale du 11 mars 1991.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
83.015
Obligationenrecht. Aktienrecht Code des obligations. Droit des sociétés anonymes
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 847 hiervor - Voir page 847 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 11. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 11 juin 1991 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
Leuenberger Moritz, Berichterstatter: Zunächst eine Bemer- kung zu Artikel 685d Absatz 4: Der Text lautet dort: «Sind börs- lich gehandelte Namenaktien durch Erbgang oder eheliches Güterrecht erworben worden, kann der Erwerber nicht abge- lehnt werden.» Die Kommission fordert die Redaktionskom- mission auf, den Text zu ergänzen: «durch Erbgang oder Erb- teilung». Wir machen das deswegen, weil in einem anderen Gesetz das Bundesgericht auf entsprechende Beschwerde hin entgegen der Auffassung unseres Rates plötzlich gesagt hat, im Begriff «Erbgang> sei die Erbteilung nicht inbegriffen, obwohl wir davon ausgingen, sie sei erfasst. Was die Vinkulie- rungsordnung angeht, sind wir auf das Konzept des Ständera- tes eingeschwenkt. Das betrifft die Artikel 685e und 685f.
Dieses Konzept des Ständerates sieht vor, dass bei börsenko- tierten Namenaktien, wenn sie börslich erworben wurden, die Veräussererbank eine Mitteilung über den Verkauf machen muss. Das heisst, es handelt sich eigentlich um eine Abmel- dung des Veräusserers als Eigentümer. Die Gesellschaft weiss dann, dass diese Namenaktien verkauft worden sind. Die Anmeldung erfolgt durch den Erwerber. Im Moment, wo er sich anmeldet, gehen die Vermögensrechte der Namenaktien auf ihn über. Im Moment, wo er durch die Gesellschaft aner- kannt wird, gehen die Mitwirkungsrechte, also auch das Stimmrecht, über. Durch diese Regelung wird vermieden, dass es sogenannte Dispoaktien gibt. Beim ausserbörslichen Erwerb ist es so, dass theoretisch zwar das Institut des Buch- aktionärs noch bestehen könnte, aber der Käufer kennt ja den Verkäufer. Indem der Käufer sich anmeldet, wird ein Buchak- tionär vermieden. Wir schliessen uns diesbezüglich vollum- fänglich und einstimmig dem Ständerat an.
Der Ständerat hat dann bei den Uebergangsbestimmungen mit Artikel 4a (neu)noch eine Aenderung vorgenommen. Es geht um folgendes Problem: Es gibt viele Gesellschaften, die einfach die Quoren, wie sie das Gesetz vorschreibt, in ihre Sta- tuten übernommen haben. Wenn sie sich nun dem neuen Recht anpassen wollen, sollen sie dies mit einfachem Mehr tun können, denn sonst können sie unter Umständen in Schwierigkeiten kommen und die Anpassung gar nicht vor- nehmen.
Im Namen der Kommission möchte ich hier ausdrücklich fest- halten, dass wir davon ausgehen, dass jede Gesellschaft, die in ihren Statuten die Quoren des Gesetzes kennt, ob sie nun ausdrücklich auf das Gesetz verweist oder nicht, durch diese Uebergangsbestimmung erfasst ist.
Damit wäre die letzte Differenz zum Ständerat ausgeräumt, und ich bitte Sie, in einer kleinen Gedenksekunde des Endes der langjährigen Aktienrechtsreform zu gedenken. Meine Aus- 'führungen gelten auch für den Berichterstatter französischer Sprache.
Art. 685d Abs. 1; 685e; 685f Abs. 1, 1bis, 2; 685g; 759 Abs. 2; Ziff. III Art. 4a Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 685d al. 1; 685e; 685f al. 1, 1bis, 2; 685g; 759 al. 2; ch. III art. 4a Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
91.010
Staatsrechnung 1990 Compte d'Etat 1990
Botschaft und Beschlussentwurf vom 10. April 1991 Message et projet d'arrêté du 10 avril 1991
Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale, 3000 Bern S'obtiennent auprès de l'Office central fédéral des imprimés et du matériel, 3000 Berne
Beschluss des Ständerates vom 5. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 5 juin 1991 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Jaeger, Berichterstatter: Ich möchte Ihnen zuerst nochmals ganz kurz die Fakten darlegen, wie sie sich auch in der Kom- mission präsentiert haben; dann möchte ich einige Ueberle- gungen zur näheren Zukunft machen und am Schluss noch ei- nige Anmerkungen zum Problem der Finanzreformen in der Schweiz.
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109 Stimmen (Einstimmigkeit)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Zuweisung der Aemter an die Departemente und der Dienste an die Bundeskanzlei. Bundesbeschluss
Attribution des offices aux départements et des services à la Chancellerie fédérale. Arrêté fédéral
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
In
Jahr
1991
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.023
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.06.1991 - 14:30
Date
Data
Seite
1107-1108
Page
Pagina
Ref. No
20 019 985
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