Motion Meier Samuel
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Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Lebensversicherer, die in der zweiten Säule schon bis anhin - aber auch in der Zu- kunft - eine bedeutende Aufgabe wahrnehmen, bereits heute eine sachlich befriedigendere Grundstücksbewertung als die Pensionskassen anwenden. Die Regelung der Lebensversi- cherer - die sowohl den Ertrags- als auch den Realwert des Grundstücks berücksichtigt - fand denn auch bei der Formu- lierung des sogenannten tatsächlichen Wertes der Grund- stücke in Artikel 2 VAV Eingang.
Durch eine entsprechende Aenderung von Artikel 48 Absatz 2 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) lässt sich die notwendige Harmonisierung der Grundstücksbewertung in der beruflichen Vorsorge erreichen.
Die Vereinheitlichung der Grundstücksbewertung zwischen den verschiedenen Trägern der zweiten Säule ist eine wesent- liche Voraussetzung für die Verbesserung der statistischen Grundlagen in der beruflichen Vorsorge. Durch eine solche Massnahme dürfte insbesondere die Aussagekraft und damit die Verwendbarkeit der Statistik für die Gesetzgebung ge- stärkt werden.
In diesem Zusammenhang ist die Feststellung des Motionärs hervorzuheben, dass den Einrichtungen der beruflichen Vor- sorge durch die oben erwähnte Aenderung der Bewertungsre- gelung in Artikel 48 Absatz 2 BWV 2 die Möglichkeit zur Bil- dung von stillen Reserven nicht genommen wird. Wie der Mo- tionär allerdings zutreffend erwähnt, muss sich der Umfang dieser Reserven durch den Zweck und die Aufgaben der be- ruflichen Vorsorge rechtfertigen lassen.
Auch ergibt sich aufgrund einer der Wirklichkeit besser ent- sprechenden Bewertung der Grundstücke aus ökonomischen Gründen nicht zwingend, dass die Zinse der Mietwohnungen von Pensionskassen entsprechend steigen. Es ist jedoch eine Regelung zu finden, die es den Vorsorgeeinrichtungen verun- möglicht, die Mietzinse für ihre Wohnungen im Zuge einer Aenderung der Bewertungsvorschriften aus unsachlichen, d. h. weder aus vorsorgerechtlichen noch aus wirtschaftlichen Gründen zu erhöhen. Dies bedarf noch eingehender Abklä- rungen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
90.991
Motion Meier Samuel CO2-Abgabe. Ausgestaltung und Verwendung Taxe sur le gaz carbonique. Modalités et affectation
Wortlaut der Motion vom 14. Dezember 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten den Entwurf für eine CO2-Abgabe vorzulegen. Für die Ausgestaltung und Verwendung dieser Abgabe sollen die folgenden Grundsätze massgebend sein:
Erhebung der Abgabe auf fossilen Brennstoffen nach dem Mehrwertprinzip (Abzug der Vorsteuer), allenfalls als Zuschlag auf der Mehrwertsteuer, wenn die neue Finanzordnung ge- nehmigt wird.
Festlegung von minimalen Belastungssätzen verbunden mit einer quantifizierten Zielvorgabe und dem Recht der eidge-
nössischen Räte, bei Nichterreichung der Zielvorgabe die Be- lastungssätze der Steuer durch einfachen Bundesbeschluss anzuheben.
Zweckbindung der Abgabe in erster Priorität für Ziele des Umweltschutzes, des Energiesparens (insbesondere der Ge- bäudeisolierung) und der Förderung von umweltgerechten Methoden und Verwendung der Energie (insbesondere Wär- mekraftkoppelungsanlagen).
Allfällige Ueberschüsse, die nach Erfüllung der prioritären Aufgaben nach Punkt 3 verbleiben, sind zur mittelfristigen fi- nanziellen Sicherung der AHV/IV-Renten zu verwenden.
Texte de la motion du 14 décembre 1990
Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres un projet de taxe sur le gaz carbonique. Il tiendra compte des cri- tères ci-après, au moment d'en fixer les modalités et l'affecta- tion:
Il prévoira la perception d'une taxe sur les combustibles fos- siles en s'inspirant du principe de la taxe à la valeur ajoutée (déduction de l'impôt préalable), éventuellement sous forme de supplément à la TVA, une fois le nouveau régime financier adopté.
Il fixera des taux minimaux, qui seront liés à des objectifs quantifiés, en prévoyant le droit, pour les Chambres, de rele- ver ces mêmes taux par un simple arrêté fédéral si les objectifs ne sont pas atteints.
Il affectera la taxe en priorité à des mesures visant à protéger l'environnement, à économiser l'énergie (isolation des bâti- ments, par exemple) et à promouvoir des procédés et une utili- sation de l'énergie ménageant l'environnement (surtout par le couplage chaleur-force).
Il utilisera d'éventuels excédents de recettes - après affecta- tion de la taxe aux tâches prioritaires prévues au point 3 - pour assurer le versement à moyen terme des rentes AVS/Al.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Günter, Jaeger, Kuhn, Maeder, Weder-Basel, Wiederkehr, Zwygart (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. März 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mars 1991
Der Bundesrat hat am 31. Oktober 1990 die zuständigen De- partemente unter Federführung des EDI beauftragt, bis Mitte 1991 eine vernehmlassungsreife Vorlage auszuarbeiten. Ge- mäss Beschluss des Bundesrates ist bei der Mittelverwen- dung eine gelockerte Zweckbindung für Energie- und Umwelt- politik inklusive eines allfälligen Klimafonds vorzusehen. Für den Hauptteil der Einnahmen ist eine Kompensation vorzu- schlagen, z. B. bei der direkten Bundessteuer oder im sozia- len Bereich. Somit sind bei der Mittelverwendung auch Varian- ten im AHV-IV-Bereich zu untersuchen. Abgeklärt wird auch, auf welcher Erlassesstufe die Abgabesätze festzulegen sind. Das gesamte Problem wird zurzeit geprüft.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Ziffern 2 bis 4 der Motion in ein Postulat umzuwandeln und Ziffer 1 abzulehnen.
Präsident: Die Motion wird von Herrn Dreher bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
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Motion Meier Samuel CO2-Abgabe. Ausgestaltung und Verwendung Motion Meier Samuel Taxe sur le gaz carbonique. Modalités et affectation
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Jahr
Année
1991
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance Seduta
Geschäftsnummer 90.991
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.06.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
1327-1327
Page
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Ref. No
20 020 038
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