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Jura. Persönliche Vorstösse
Vorwurf von Herrn Thür begegnen, der Bundesrat gehe diese Frage etwas gemächlich an. Wenn das eintritt, was ich immer noch hoffe, dass der EWR-Vertrag zustande kommt, werden wir Ihnen für nächstes Jahr ein Programm vorlegen, dass Sie nur noch hören und staunen werden. Man kann uns diesbe- züglich in keiner Weise vorwerfen, dass wir die notwendigen Arbeiten nicht vorantreiben würden. Dieses Anpassungspro- jekt, das die Verwaltung unter dem Titel «Eurolex» schon sehr weit getrieben hat, wird bedeuten, dass mit grösster Wahr- scheinlichkeit zur Realisierung des EWR-Vertrages eine Teilre- vision der Bundesverfassung nötig sein wird und dass wir mit Ihnen zusammen rund 60 Bundesgesetze zu ändern haben. Das wird, zusammen mit der Ueberzeugungsarbeit dem Volk gegenüber, eine derartige Gewaltsanstrengung sein, dass auch Herr Thür nicht mehr von Gemächlichkeit sprechen wird, das kann ich Ihnen schon heute garantieren.
Ein weiteres Moment, das zweifellos das Problem der Totalre- vision in einem neuen Licht erscheinen lässt, ist die Einsicht in die Notwendigkeit institutioneller Reformen. Der Bundesrat ist zurzeit intensiv damit beschäftigt, diese Frage näher zu prüfen und Ihnen im Hinblick auf entsprechende parlamentarische Initiativen die nötigen Vorschläge zu unterbreiten. Sobald der Bundesrat im Besitz der Vorschläge der Kommission Eichen- berger ist, wird er in Klausur gehen, um Ihnen entsprechende Vorschläge unterbreiten zu können.
Es kann keineswegs mehr die Rede davon sein, dass sich diese total revidierte Bundesverfassung in der Nachführung des geltenden Verfassungsrechtes erschöpfen würde. Neben den vorhin aufgezählten kategorischen Imperativen sind wir überzeugt, dass sich auch der Zeitgeist geändert hat, dass die Voraussetzungen heute wieder günstiger sind als Mitte der achtziger Jahre, als uns das Parlament seinen sehr beschei- denen Auftrag erteilt hat.
Wenn ich aber trotzdem für beide Motionen die Ueberweisung als Postulat beantrage, so deshalb, weil wir in der Vergangen- heit einiges gelernt haben. Wir möchten in bezug auf die in- haltliche Gestaltung dieser Neuerungen die nötige Hand- lungsfreiheit bewahren. Wenn wir die Geschichte der Totalrevi- sion der Bundesverfassung rückblickend etwas kritisch be- leuchten, müssen wir heute feststellen, dass leider der Entwurf aus dem Jahre 1977 nur in zwei Punkten keine Chance hatte: Es war das Verhältnis Bund/Kantone, und es war die Frage der Wirtschaftsordnung.
Es zeigt sich, dass die Totalrevision der Bundesverfassung auch sehr viel Augenmass verlangt. Aus diesem Grund möch- ten wir in bezug auf den Inhalt dieser Neuerungen die nötige Handlungsfreiheit bewahren. Deshalb beantragen wir An- nahme als Postulat und nicht als Motion, denn Motionen wer- den bei uns verbindlichen Aufträgen gleichgesetzt.
Ich komme zur Motion von Frau Nabholz, deren Begründung von Frau Antille vorgetragen wurde. Es geht um die Frage, ob wir der Totalrevision der Bundesverfassung noch eine Partial- revision vorschieben sollten, wonach ein Verfassungsrat diese Totalrevision zu betreuen hätte. Der Bundesrat findet das nicht zweckmässig. Die Frage eines Verfassungsrates oder die Be- ratung durch das Parlament sollen nach Meinung des Bun- desrates dann entschieden werden, wenn wir Ihnen den ent- sprechenden Entwurf einer total revidierten Bundesverfas- sung unterbreiten.
Ich bin überzeugt: Wenn ein ausformulierter Entwurf vorliegen wird, werden beide Räte viel leichter entscheiden können, ob sie sich die Arbeit «Totalrevision der Bundesverfassung» auch noch zumuten können, ob sie das politisch wollen oder ob sie es aus politischen oder aus Gründen der Arbeitsüberlastung vorziehen, einen Verfassungsrat einzusetzen, um die Bundes- verfassung total zu revidieren. Anlässlich des Auftrages im Jahre 1987 haben sich beide Räte nach ausführlicher Diskus- sion ausdrücklich für dieses Vorgehen entschieden. Wir soll- ten jetzt nicht davon abweichen. Aus diesem Grund nehmen wir diese Motion auch nur in Form eines Postulates entgegen.
Motion 90.440
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung als Postulat Für Ueberweisung als Motion
56 Stimmen
36 Stimmen
Motion 90.450
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung als Postulat Für Ueberweisung als Motion
56 Stimmen
38 Stimmen
Motion 90.503
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung als Postulat Für Ueberweisung als Motion
58 Stimmen
41 Stimmen
89.704
Interpellation Aubry Einmischung des Kantons Jura in die Angelegenheiten des Kantons Bern Ingérence du canton du Jura dans le canton de Berne
Diskussion - Discussion
Siehe Seite 803 hiervor - Voir page 803 ci-devant
89.712 Interpellation Rychen Jurapolitik: Wiedervereinigung Politique jurassienne de réunification
Diskussion - Discussion
Siehe Seite 804 hiervor - Voir page 804 ci-devant
91.3076 Motion Spielmann Selbstbestimmungsrecht für das jurassische Volk Droit à l'autodétermination du peuple jurassien
Wortlaut der Motion vom 19. März 1991 Das Bundesgericht, dem die Jura-Frage vorgelegt worden war, hat dem Kanton Jura die Legitimation abgesprochen, ge- gen die Resultate der Abstimmung über das Selbstbestim- mungsrecht des Juras Rekurs einzulegen.
19 septembre 1991
N
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Jura. Interventions personnelles
Einige dieser Abstimmungen, insbesondere jene mit sehr knappen Mehrheiten, waren durch den Skandal der heimli- chen Zahlungen des Kantons Bern schwer beeinträchtigt wor- den.
Ich ersuche den Bundesrat, der für die Durchführung der Ab- stimmungen über das Selbstbestimmungsrecht des Juras verantwortlich ist, alle nötigen Massnahmen zu treffen, damit sich die jurassische Bevölkerung, die noch nicht zum neuen Kanton Jura gehört und in Gemeinden wohnt, wo das Abstim- mungsresultat besonders knapp ausgefallen ist, ohne Druck und Interventionen von Seiten Berns nochmals in voller Frei- heit über ihre Zukunft äussern kann.
Texte de la motion du 19 mars 1991
Saisi de la question Jurassienne, le Tribunal fédéral, en dé- niant au Canton du Jura la qualité de recourir sur les scrutins d'autodétermination du Jura a dit le droit sans rendre la jus- tice.
Certains de ces scrutins et plus particulièrement ceux qui ont dégagé de très faibles majorités ont pourtant été gravement entachés par le scandale des caisses noires.
Je demande au Conseil fédéral, responsable du déroulement des scrutins d'autodétermination du Jura, de prendre toutes les mesures utiles permettant à la population Jurassienne qui ne fait pas encore partie du nouveau canton du Jura et qui ha- bite des communes où le résultat du scrutin a été particulière- ment serré de se prononcer une nouvelle fois, en toute liberté, sans pression ni intervention bernoise, sur la construction de leur avenir.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. Mai 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 mai 1991
Le Conseil fédéral a maintes fois expliqué au Parlement et au public que les décisions concernant les procédures d'auto- détermination et les frontières fixées alors entre les cantons de Berne et du Jura devaient être respectées par tous. Le Conseil fédéral et l'Assemblée fédérale ont à plusieurs reprises ex- primé à cet égard leur avis suivant lequel la constitution autori- sait des changements territoriaux dans les limites de l'ordre ju- ridique et dans le respect des règles du jeu démocratique.
Le Conseil fédéral a toujours manifesté l'opinion suivant la- quelle l'évaluation des conséquences possibles des caisses noires du canton de Berne sur le processus d'autodétermina- tion du canton du Jura relevait du Tribunal federal. Ce dernier s'est rallié à cette considération, le 12 juin 1990, en observant que le Conseil fédéral avait rempli sa tâche de surveillance en matière de procédure d'autodétermination au terme des plé- biscites. Par décision du 13 mars 1991, il a dénié au canton du Jura la légitimation active dans la question litigieuse. En appli- cation du princpe de la séparation des pouvoirs, le Conseil fé- déral ne saurait se prononcer sur ce jugement.
Il y a lieu en outre de retenir que l'additif constitutionnel du canton de Berne de 1970 est épuisé avec le dernier plébiscite sur l'appartenance cantonale du Laufonnais. Des modifica- tions territoriales sont toutefois possibles, comme déjà men- tionné, moyennant les consentements du territoire touché, des cantons concernés, du peuple et des cantons de la Confé- dération.
Par voie de motion, les Chambres fédérales ont chargé le Conseil fédéral de proposer une norme expresse relative aux modifications territoriales dans le cadre de la révision totale de la constitution (BOCE 1980, 55-61; BOCN 1980, 791-799). Le Conseil fédéral remplira ce mandat. Ce faisant, il examinera aussi de manière approfondie s'il ne serait pas judicieux que l'absence, parfois regrettée, de normes procédurales fédéra- les régissant les modifications des territoires cantonaux, soit comblée par la Confédération.
En raison de l'évolution récente dans la question juras- sienne, le Conseil fédéral a décidé, au printemps 1990, de fa- voriser le dialogue indispensable entre les cantons de Berne et du Jura. Conformément aux voeux de ces deux cantons, il a, à cette fin, invité les représentants des deux gouvernements à des discussions. Le Conseil fédéral entend continuer ces entretiens et faire tout ce qui est en son pouvoir pour contri- buer à une solution judicieuse et durable des problèmes ac- tuels. D'autres mesures ne s'imposent pas actuellement.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Präsident: Wir behandeln die drei Vorstösse, die den Jura be- treffen, zusammen.
Mme Aubry: Lors de la réponse donnée par le Conseil fédéral à mon interpellation concernant l'ingérence du canton du Jura dans le Jura bernois, plus particulièrement le canton de Berne, on se pose une question au sujet du Conseil fédéral. De qui se moque-t-on? Cette question, Monsieur le conseiller fédéral, est très sérieuse.
Depuis 1979, plusieurs collègues et moi-même, par voie de motions, d'interpellations, nous demandons au Conseil fédé- ral d'intervenir dans un conflit à sens unique, celui de l'hégé- monie du gouvernement, du Parlement jurassiens et de leur groupe de choc à l'égard de la partie francophone du Jura ber- nois. Depuis plus de trente ans, bien avant la fondation du can- ton du Jura - et cela continue - nos bien privés et culturels sont menacés, détruits, le patrimoine régional, cantonal et hel- vétique est saccagé. Je voudrais vous rappeler ces divers sac- cages: le vol et la destruction de la pierre d'Unspunnen, la sen- tinelle des Rangiers, le pont de bois de Büren an der Aare, la fontaine de la justice à Berne, des menaces à propos de la Voie suisse, le drapeau suisse brûlé sur les marches du Tribu- nal fédéral et, plus récemment encore, le très grand drapeau suisse du 700e détruit dans l'Oberland bernois, à Kandersteg, ainsi que la volonté de siéger le 19 juin à Moutier de la part du Parlement et du gouvernement jurassiens, alors que la ville de Moutier est sur territoire bernois - je le rappelle - et j'en oublie volontairement, car je serais encore ici dans une heure.
A ce sujet et pour la première fois - je vous en remercie - la po- sition du Conseil fédéral a été claire et nette et il a écrit: «ce pro- cédé du Parlement jurassien, sans l'accord explicite du can- ton de Berne pourrait porter préjudice à la cohésion natio- nale«. En effet, s'il importe peu au Conseil fédéral de remettre à l'ordre le gouvernement jurassien et son Parlement lorsqu'il s'attaque délibérément à la réunification d'avec le Jura ber- nois, il a subitement réagi en voyant que la cohésion nationale est remise en question et surtout en cette année du 700e anniversaire de la Confédération. Merci, Monsieur le Conseiller fédéral, au nom de tous les habitants du Jura ber- nois, pour ce premier geste clair.
La réponse à mon interpellation par contre est digne d'un Nor- mand et vous n'avez pas condamné - ce que je regrette - un gouvernement et un Parlement du canton du Jura qui met- taient à disposition un fonds de 300 000 francs pour la réunifi- cation d'avec la Jura bernois. C'est une provocation officielle cette fois, une déclaration délibérée de guerre au canton de Berne et à ses territoires francophones restés bernois. La po- pulation de ma région s'inquiète de la passivité du Conseil fé- déral qui offre ses bons offices à tout vent lorsqu'il s'agit de l'étranger, non lorsqu'il s'agit de protéger une région. Nous n'avons pas besoin de médiation, ce mot qu'on emploie trop souvent, encore moins d'une commission que vous avez mise sur pied pour dialoguer. Mais dialoguer à quel sujet? Nos fron- tières ont été clairement déterminées en 1975 de par la volonté populaire. Il y a d'un côté les brûleurs de drapeaux, de l'autre des gens qui défendent ardemment leur coin de terre, fidèles - je le rappelle - aux principes suisses. Il y a d'un côté ceux qui détruisent notre patrimoine, de l'autre ceux qui doivent re- construire et payer la casse des premiers, et ceci est bientôt l'apanage de tout le peuple suisse. Il y a d'un côté ceux qui cra- chent sur la Suisse, injurient ses citoyens et ses institutions et
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il y a de l'autre ceux qui servent la Suisse et lui demandent aide et protection, ce qui est leur droit le plus légitime. Et si le gou- vernement jurassien revient constamment avec le motif des caisses noires qui auraient faussé les plébiscites, c'est pour mieux faire oublier un autre argent qui a permis peut-être la création du canton du Jura.
Aujourd'hui, afin d'apporter un peu de clarté, Monsieur le Conseiller fédéral, je vous demande deux choses: la première, en ce 700e anniversaire de la Confédération, est de dire claire- ment au canton du Jura de rester dans son territoire et de ne pas troubler la paix confédérale par ses agissements et ses déclarations. Le peuple du Jura bernois vous en sera re- connaissant. La deuxième chose, est de nous faire savoir si vous approuvez cette volonté de réunification uniquement de- mandée par le canton du Jura, comme l'a déclaré le président du gouvernement jurassien au Parlement jurassien. Si tel était le cas, ce serait, Monsieur le Conseiller fédéral, très grave pour notre pays.
Rychen: Sie wissen, dass erstens im Jahr 1989 das Parlament des Kantons Jura eine Motion angenommen hat, welche die jurassische Regierung beauftragt, eine Stiftung für die Wieder- vereinigung mit einem Beitrag von 300 000 Franken zu unter- stützen. Das ist eine bundesverfassungswidrige Handlung. Sie wissen auch - das muss man hier in diesem eidgenössi- schen Parlament ganz klar deponieren -, dass zweitens in Delsberg eine Volksinitiative deponiert worden ist, mit welcher die Kantonsbehörden des Juras verpflichtet werden sollen, die Bemühungen zur Wiedervereinigung des gesamten Juras zu verstärken. Unter anderem soll bei der Eidgenossenschaft energischer auf die Wiedervereinigung des Juras gedrängt werden. Sollte diese Initiative angenommen werden, so ist sie bundesverfassungswidrig.
Drittens: Die Gemeinde Vellerat hat mit Briefen an den Bun- desrat und die bernische Regierung den bedingungslosen und sofortigen Uebertritt zum Kanton Jura erklärt und verlangt. All diese Aktivitäten werden im benachbarten Kanton Bern, insbesondere im Berner Jura, als Affront empfunden. Trotz- dem ist eine vornehme Zurückhaltung im Kanton Bern - bei Behörden, Politikern und der Bevölkerung - festzustellen.
In letzter Zeit aber erhält die Jurafrage offensichtlich eine neue Dimension; denn vor kurzem hat das Rassemblement einen neuen Verfassungsartikel lanciert, der ebenso bundesverfas- sungswidrig ist.
Es gibt dauernd Nadelstiche. So wurde z. B. letzthin die grösste Fahne der Schweiz - notabene nicht jene des Kantons Bern -, die grösste Schweizerfahne, die anlässlich der 700- Jahr-Feier in Kandersteg montiert wurde, von jurassischen Störenfrieden mutwillig zerstört, mit der Begründung, ein paar hundert Berner Oberländerinnen und Berner Oberländer hät- ten das jurassische Volk beleidigt, indem sie Freunde des Ber- ner Juras besucht hätten.
Ich frage Sie: Wieviel Geduld brauchen wir, und wo hört die Ausreizung der Geduld eigentlich auf? Müssen wir das alles ertragen? Ist es der Wille des eidgenössischen Parlamentes, das alles zu ertragen? Steht wirklich nur Bern und Jura zur Dis- kussion, oder nicht vielleicht doch auch die Schweiz? Der in- nere Friede wird zunehmend gefährdet. Ich muss dem Bun- desrat und diesem Rat gegenüber zu Protokoll geben: Es gibt eine ganz eindeutige Situation. Es werden nämlich dauernd und am laufenden Band demokratische Entscheide missach- tet. Die Nichtbeachtung des Problems in der übrigen Schweiz trägt nicht zur Lösung dieses Problems bei, und durch die eher nebulöse Haltung des Bundesrates in dieser Frage ist niemandem geholfen.
Die Jurafrage ist leider drauf und dran, erneut zu eskalieren. Ich empfinde die Antwort des Bundesrates als viel zu zaghaft.
M. Spielmann: Je ne veux pas entrer en matière sur le débat polémique qui a été lancé tout à l'heure. Contrairement à Mme Aubry, je considère que la médiation et le dialogue sont nécessaires et utiles. Si j'ai déposé cette motion, c'est sur la base de principes importants. Le premier se rapporte à la vo- lonté manifestée par le canton de Berne, lorsqu'il a décidé de modifier sa constitution et de retirer la référence au peuple ju-
rassien, le 28 mars 1977. A la suite de cette volonté exprimée, une partie du Jura historique tel qu'il était défini dans la consti- tution bernoise du 29 octobre 1950 et qui est compris dans les districts de Courtelary, Delémont, les Franches-Montagnes, Moutier, la Neuveville et Porrentruy s'est sentie blessée et des gens ont lancé une initiative «Unir» dont il a été fait mention. Le problème de l'unité du Jura francophone, historiquement de langue française, est posé de manière ouverte.
La question soulevée dans ma motion se réfère aux votations et aux plébicites du peuple jurassien avec les irrégularités qu'on connaît. Dans un premier temps, je m'étais adressé au Conseil fédéral pour lui demander d'intervenir. Il s'y était re- fusé en arguant que le problème était posé devant le Tribunal fédéral et qu'il appartenait à ce dernier de trancher les irrégula- rites éventuelles ou commises dans les scrutins. Le Tribunal fédéral ayant tranché le 13 mars 1991, le problème échappait au pouvoir judiciaire pour revenir au pouvoir politique. A ce moment-là, il s'agissait de prendre une décision et pour le Conseil fédéral d'assumer ses responsabilités en tant qu'auto- rité de surveillance en matière de votations et d'élections. Il était établi que des irrégularités avaient eu lieu, notamment dans toute une série de communes où le résultat avait été très serré. Dans ce cas, on peut manifestement imaginer que les résultats avaient été entachés d'irrégularités à la suite du scan- dale des caisses noires du gouvernement bernois.
Les questions qui se posent aujourd'hui sont, premièrement, en relation avec l'unité du peuple jurassien et, deuxièmement, avec la régularité du scrutin. S'il y a eu des irrégularités, faut-il refaire un scrutin pour l'ensemble du canton du Jura, compte tenu de cette volonté d'unité, ou faut-il tenir compte des irrégu- larités commises et intervenir uniquement dans les cas où le scrutin a pu être vicié par les interventions extérieures? C'est la mesure minimum que je demande dans ma motion, c'est-à- dire qu'on intervienne en refaisant voter les citoyens des en- droits où une faible majorité avait emporté la décision et où la régularité du vote avait été entachée par les financements. Au- jourd'hui, le Conseil fédéral refuse de prendre cette responsa- bilité. Tout à l'heure je disais que je considérais comme intelli- gente l'idée de mettre sur pied une médiation et de relancer le dialogue pour tenter de trouver une solution, mais visiblement il y a trop de passions, trop de positions tranchées - on a en- tendu tout à l'heure Mme Aubry - pour espérer aboutir. Le mi- nimum est que les gens qui ont eu le droit de s'exprimer puis- sent le faire de la manière la plus libre possible. Il s'agit donc de reprendre les scrutins dans les régions dans lesquelles ils ont été serrés. Pour ma part, je souhaiterais que l'ensemble du canton du Jura puisse se prononcer avec un contrôle très strict assurant une totale indépendance et liberté sur son ave- nir, car nous ne sommes pas crédibles lorsque l'on demande partout l'autodétermination des peuples - ce qu'il faut d'ail- leurs appuyer avec force - et que nous ne montrons pas l'exemple dans notre pays. Je considère que des erreurs ont été commises, que nous devons rectifier. Voilà ce que je de- mande au Parlement par le biais de ma motion.
Je regrette que le Conseil fédéral propose simplement de la rejeter. Je suggère à ce conseil de la voter et de demander au Conseil fédéral de refaire les scrutins qui ont été viciés par le scandale des caisses noires.
M. Theubet: En tant qu'élu jurassien dans ce Conseil, je ne puis rester indifférent et encore moins insensible aux problè- mes soulevés par ces trois interventions. Toutefois, dans un souci de gain de temps et surtout de paix, je n'aborderai pas les aspects parfois fort discutables évoqués dans les deux interpellations de Mme Aubry et de M. Rychen; je m'en tien- drai simplement aux problèmes soulevés par la motion Spiel- mann qui apporte malgré tout une contribution positive à ce débat.
Tout d'abord, je suis d'accord avec l'analyse faite par M. Spielmann au lendemain de la décision du Tribunal fédéral du 13 mars 1991, qui constatait que les votes d'auto-détermi- nation du Jura ont été entachés d'irrégularités. Cela, le Tribu- nal fédéral l'a admis. Encore faut-il en tirer les conclusions per- tinentes sur le plan politique, à défaut d'avoir reconnu au can- ton du Jura la qualité pour recourir.
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Je note ensuite avec satisfaction que le Conseil fédéral rap- pelle fort opportunément que la Constitution fédérale autorise les changements territoriaux dans les limites de l'ordre juridi- que et dans le respect des règles du jeu démocratique. Ainsi, des modifications territoriales sont possibles, moyennant le consentement des cantons concernés, du peuple et des can- tons, du territoire touché. Certes, il faut laisser à la Commis- sion de médiation, qui doit se réunir incessamment, le temps de faire des propositions susceptibles de contribuer à une so- lution durable des problèmes actuels, mais il n'est peut-être pas totalement inutile d'évoquer dans notre Parlement cer- tains aspects de la question jurassienne en vue de mieux déli- miter les intérêts légitimes des parties en présence. Dans ce sens, je suis d'avis que la motion Spielmann constitue un des moyens envisageables pour débloquer la situation, moyen qui a l'avantage de s'appuyer sur le droit de libre disposition, lequel est, je le rappelle, intangible et imprescriptible. Même si, personnellement, j'estime que la répétition du scrutin d'auto-détermination devrait logiquement concerner l'ensem- ble des trois districts jurassiens demeurés bernois, j'appuierai la motion parce qu'elle a le mérite d'offrir au pouvoir politique l'occasion de se prononcer une nouvelle fois sur cette affaire et, qui sait, de remédier à une situation que la majorité du peu- ple jurassien considère comme une injustice.
Vollmer: Es ist ja fast üblich, dass in diesem Rat von Zeit zu Zeit über die Jurafrage debattiert wird. Ich muss schon feststel- len, dass diese - von mir aus gesehen - fast sibyllinische Sorge der Interpellanten um die erhöhte Spannung und Ver- härtung der Fronten jetzt gerade rechtzeitig vor den Wahlen - für sie glücklicherweise - wieder traktandiert werden konnte. In letzter Zeit hat sich die Stimmung tatsächlich wieder ver- schärft. Ich kann mich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass man offenbar auf beiden Seiten ein recht grosses Inter- esse hat, mit dieser Frage vor den Wahlen ganz kräftig zu poli- tisieren und sich damit zu profilieren.
Frau Aubry, Herr Rychen, hören Sie doch endlich auf, noch mit zusätzlichen Vorstössen hier im Rat immer wieder Oel ins Feuer zu giessen!
Ich halte hier ganz deutlich fest: Auch ich kann mich mit der Politik des Kantons Jura, die Sie zum Teil ansprechen, nicht befreunden; ich lehne sie auch ab. Ich halte das ganz deutlich fest. Aber wir leisten keinen Beitrag zu einer Befriedung dieser Verhältnisse, wenn wir die Sache immer wieder in Wahlkampf- manier hochspielen.
Den besten Beitrag zur Beruhigung dieses Problems würden wir leisten, indem wir auch den Berner Jura wirtschaftlich, kul- turell und politisch besser lebensfähig machen würden. Ich stelle fest, wenn ich Herrn Rychen als verantwortlichen kanto- nalen Präsident der SVP und Frau Aubry als Exponentin der Freisinnigen im Kanton Bern vor mir habe, und sie diese Fra- gen thematisieren, dass gerade ihre Politik im Kanton Bern, die Politik der leeren Kassen und des Thatcherismus, dazu führt, dass die Randregionen und insbesondere auch der Ber- ner Jura immer grössere Schwierigkeiten haben, noch lebens- fähig zu sein.
Da sollten wir ansetzen, anstatt hier mit der Hochstilisierung ei- nes Konfliktes Wahlkampf zu betreiben. Ich bitte Sie doch, das im Interesse der Lebensfähigkeit des Berner Juras einmal zur Kenntnis zu nehmen.
Bonny: Ich möchte auf drei Punkte zu sprechen kommen. Zum Votum von Herrn Vollmer möchte ich sagen: Difficile est non scribere satiram. Sie haben es sicher gut gemeint, Herr Vollmer, und haben angefangen wie weiland Niklaus von der Flüe, der die Gemüter beruhigen wollte. Sie haben auch ge- sagt, man solle nicht Wahlpolitik betreiben, und die Apotheose ihres wie immer beredten Votums war genau Berner Wahlpoli- tik mit Hinweis auf die leeren Kassen.
Das Parlament muss zur Kenntnis nehmen, dass von seiten des Rassemblement jurassien und Kreisen im Kanton Jura seit zwei Jahren eine Politik betrieben wird - nicht mit Blick auf die eidgenössischen Wahlen, das möchte ich diesen Leuten nicht unterschieben -, die auf Konfrontation ausgeht, und dass man heute im Berner Jura und im Kanton Bern von dieser Politik der
Nadelstiche genug hat. Das ist eine Tatsache, und wir werden uns vermehrt mit dieser Angelegenheit zu befassen haben. Das hat sicher nichts mit Wahlen zu tun.
Mein zweiter Punkt ist ein Wunsch an den Bundesrat. Herr Ry- chen hat in seiner Interpellation richtig gesagt, dass es hier um verfassungswidrige Begehren seitens der Behörden des Kan- tons Jura und der separatistischen Bewegung geht. Ich möchte hier klar zum Ausdruck bringen - und das ist nicht nur ein Berner Standpunkt -, dass es eine Mediation über verfas- sungswidrige Begehren überhaupt nicht geben kann. Da gibt es nur Entscheide, gibt es nur die klare Feststellung, dass ein Begehren widerrechtlich ist, was nicht ausschliesst - das hat auch die Berner Regierung zum Ausdruck gebracht -, dass man weiterhin dialogfähig bleibt. Für Probleme zwischen Nachbarkantonen - die wir Berner auch mit anderen Kanto- nen, dem Kanton Solothurn z. B., haben - ist man weiterhin für den Dialog offen. Hier geht es nicht um eine Mediation, wo ein Mittelweg zu finden ist. Wenn etwas verfassungswidrig ist, ge- hört es einfach abgelehnt.
Beim dritten Punkt muss ich mich ebenfalls an Herrn Bundes- rat Koller wenden. Ich habe Ihnen ungefähr von einem Jahr eine Motion über die Frage der Gebietsveränderungen in der Eidgenossenschaft eingereicht. Der Bundesrat hat diese Mo- tion, die als Novum unter anderem ein qualifiziertes Mehr in den betroffenen Gebieten verlangte, aber auch eine umfas- sende Regelung, wie sie in den Entwürfen zur Totalrevision der Bundesverfassung enthalten war, an sich abwägend ob- jektiv zur Kenntnis genommen. Er nahm nicht Stellung zu die- ser Idee, sagte aber, er sei einverstanden mit einem Postulat, nur solle diese Frage im Rahmen der Totalrevision der Bun- desverfassung behandelt werden.
Wir haben Probleme der Gebietsveränderungen nicht nur zwi- schen dem Kanton Bern und dem Kanton Jura. Es gibt noch andere solche Probleme, die anstehend sind. Ich meine, Herr Bundesrat Koller, diese Debatte und die ganze Zuspitzung der Situation sollte eigentlich Indiz für den Bundesrat sein, viel- leicht doch etwas beschleunigt hinter diese Aufgabe zu ge- hen. Das im Sinne eines zukunftsweisenden Votums.
M. Etique: Si je peux comprendre, dans certaines circonstan- ces, les réactions des ressortissants du canton de Berne à l'égard de certaines actions jurassiennes, je voudrais prier Mme Aubry et M. Rychen de faire une distinction.
Le canton du Jura, ce n'est pas le groupe Bélier. Il ne faut pas juger notre canton, ses institutions, ses autorités et, surtout, sa population sur les actions parfaitement condamnables de cer- tains mouvements extrémistes qui, malheureusement, don- nent encore libre cours à leur passion dans notre canton et à l'extérieur de ce dernier. Les autorités jurassiennes ne sont pas, au point que vous le redoutez, disposées à s'ingérer dans les affaires du canton de Berne voisin.
On a parlé tout à l'heure de cette idée que l'on avait eue, à un moment donné, de faire tenir au Parlement jurassien une séance à Moutier. Cette idée a été tuée dans l'oeuf, les auteurs de la motion à l'origine de cette proposition ayant eu la sa- gesse de retirer leur motion. Le Parlement jurassien n'est donc pas allé siéger à Moutier et j'aurais été le premier à condamner cette opération.
Je vous en prie, faites une distinction entre l'officialité de notre canton et sa population, attachés aux règles de la collabora- tion et de la bonne entente fédérale, et certaines actions extré- mistes que je suis le premier à condamner de façon tout à fait énergique.
Je ne pourrai pas accepter la motion de M. Spielmann; je m'abstiendrai, et cela pour trois raisons. La première, c'est que lorsqu'un communiste se bat ou revendique le droit d'au- todétermination des peuples, c'est toujours une démarche suspecte, je vous l'avoue très franchement, Monsieur Spiel- mann. Deuxièmement, le Conseil fédéral a offert sa médiation pour mettre en présence les parties en cause, poser sereine- ment le problème et engager un débat entre les deux parties. Il faut attendre les discussions qui auront lieu dans le cadre de cette médiation en espérant qu'elles puissent aboutir à des so- lutions concrètes et d'ensemble. Troisièmement, il y a le fond de l'opération. Je ne voudrais pas que la réunification se réa-
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lise selon la tactique du salami. Le problème de la réunification doit être abordé dans l'ensemble du Jura sud, avec l'idée qu'il appartient en premier lieu à ses citoyennes et citoyens de se prononcer sur l'opportunité de cette réunification. Ce serait tuer définitivement celle-ci dans l'oeuf que de limiter l'opéra- tion à certaines communes seulement, celles où la majorité pour le maintien dans le canton de Berne a été faible.
Pour ces trois raisons donc, je ne peux pas accepter la motion de M. Spielmann.
M. Jeanneret: Je tiens à m'exprimer en tant que président du groupe libéral d'abord, mais surtout en tant que citoyen suisse, et notamment comme voisin et Neuchâtelois particu- lièrement touché par le problème jurassien. Lorsque je me suis annoncé au président, je ne savais pas que M. Etique pa- rlerait, ce qui abrégera mon intervention.
Je souscris totalement aux propos de M. Etique. En outre, je ne veux pas apporter de brèche au sein de la députation juras- sienne. MM. Etique et Theubet sont deux collègues que nous respectons et apprécions infiniment. Mais je ne pouvais pas en rester aux propos plus doux de M. Theubet - je le com- prends, il est assis à côté de M. Spielmann et personne ne lui en veut - qui nous informait vouloir accepter la motion de M. Spielmann. Je peux le comprendre mais je le regrette.
M. Etique a dit tout ce qui devait l'être à ce sujet. Quant à M. Vollmer, je regrette qu'il se soit adressé seulement à M. Rychen et à Mme Aubry. Ce sont en effet deux interpella- tions sur lesquelles nous n'avons pas à nous prononcer. Par contre, nous devons le faire sur la motion de M. Spielmann. J'aurais voulu que M. Vollmer souligne aussi l'indécence, dans ce domaine, d'entendre des déclarations du dernier communiste de ce Parlement, car nous savons très bien que, si la dictature réintervenait dans ces pays, M. Spielmann conti- nuerait de la soutenir. Nous n'avons pas de leçon à recevoir de ce côté-là et, comme M. Etique nous le demande, nous de- vons rejeter la proposition de M. Spielmann.
Nous devons relire le chiffre 5 de la déclaration du Conseil fé- déral, raison pour laquelle je suis monté à la tribune. En effet, tous ceux qui sont touchés de très loin, à savoir tous les repré- sentants des cantons suisses, tous ceux qui sont touchés de plus près comme le canton auquel j'appartiens, doivent sou- haiter essentiellement le dialogue et la négociation. Le Conseil fédéral s'est clairement exprimé à ce sujet dans sa réponse, et je tiens, Monsieur le Conseiller fédéral, à vous apporter l'ac- cord de plusieurs qui vous encouragent dans la voie du main- tien du dialogue de la part du gouvernement, comme c'est le cas d'ailleurs depuis de nombreuses années. Il est vraiment indispensable de poursuivre ce dialogue entre les cantons de Berne et du Jura.
Comme l'a fort bien souligne ailleurs M. Matthey, alors qu'on tente de nous faire créer un grand canton du Jura, du Jura ber- nois et de Neuchâtel, auquel personne ne croit, il faut d'abord que le Jura et le Jura bernois se mettent ensemble autour de la table des négociations. J'insiste donc auprès du Conseil fédé- ral afin qu'il joue dans ce domaine un rôle actif et dynamique et poursuive dans l'esprit et la lettre du texte du chiffre 5 de sa réponse. C'est la seule chose que nous puissions souhaiter et, si nous sommes satisfaits de cela, il convient de rejeter la mo- tion de M. Spielmann.
Mme Aubry: Je voudrais répondre une chose à M. Vollmer. Mon interpellation date du 27 novembre 1989 et vous m'accu- sez de faire une campagne électoraliste, alors que la discus- sion sur le problème jurassien a été décidée au mois de mars de cette année et que nous ne l'avons que maintenant avant les élections. Je suis, Monsieur Vollmer, une fidèle à Berne, j'ai payé cher le droit d'être bernoise, je ne le regrette pas! Mais si nous n'avions dans le canton de Berne que des exemplaires comme vous, je serais aujourd'hui du côté de M. Pierre Etique. Il est en effet pour le moins étonnant qu'un M. Vollmer et un M. Spielmann, qui ont tendu la main aux dirigeants de pays où les gens n'avaient aucune liberté, en RDA, en Union soviétique et partout où le parti communiste a sévi, donnent aujourd'hui des leçons de démocratie à ceux qui ont toujours respecté nos droits démocratiques, c'est-à-dire ma région et le canton de
Berne. Ceci est pour moi, Monsieur, inacceptable. C'est très facile de venir parler, après-coup, de dialogue!
Vous avez également parlé d'économie, de ces régions exen- triques. Eh bien, l'économie, après une crise politique et deux crises économiques, s'est relevée dans le Jura bernois et le canton de Berne en est même très fier, mais peut-être n'êtes- vous pas au courant. Mais l'économie - vous devez le savoir puisque vous êtes dans la Commission des affaires économi- ques - a besoin de paix pour se réaliser et cette paix nous de- vons l'avoir, nous devons avoir une région tranquille, où l'on ne dise pas le Jura bernois est perturbé, perturbé par qui, la ré- ponse reste ouverte.
M. Etique a défendu son canton, ce qui est tout à fait normal, je n'ai jamais parlé ici, à cette tribune, d'autres groupements, j'ai simplement parlé de déclarations du gouvernement et du Par- lement jurassiens.
Je vous demande encore, chers collègues, - parce que ce sera peut-être la dernière fois que nous parlons du Jura - de ne pas accepter la motion Spielmann.
M. Spielmann: A l'endroit de MM. Etique et Jeanneret et de Mme Aubry, je rappelle que l'insulte n'a jamais remplacé les arguments. Je pourrais répondre à tous les reproches, mais je n'entrerai pas en matière. Par contre, parmi les arguments de M. Etique - et là je montre que j'ai un esprit un peu plus ouvert parce que je cherche l'argumentation et le fond des déclara- tions de tout à l'heure - je reprends et partage celui qui consiste à dire qu'il faut une solution pour l'ensemble du Jura, qu'il ne serait pas judicieux de retourner aux urnes en ce mo- ment parce que cela ressemblerait à la tactique de la tranche de salami. Cela est pertinent, je l'approuve et, par conséquent, je retire ma motion.
Il est vrai que, lorsque j'ai déposé ma motion et que la décision du Tribunal fédéral est tombée, la question se posait de rendre justice aux communes dans lesquelles le vote fut serré, mais la situation a évolué.
Je souligne enfin que si vous n'avez pas d'autre argument que le premier que vous avez développé tout à l'heure, il faudra ra- pidement trouver, au rythme des changements dans le monde, autre chose pour combattre les idées des autres.
Rychen: Kollega Vollmer hat mich veranlasst, eine personli- che Erklärung abzugeben. Ich finde es eher unkollegial und unfair, wenn man, ohne die Tatsachen zu kennen, ans Redner- pult kommt und behauptet, man habe den Zeitpunkt für diese Debatte ausgewählt, um schön vor den Wahlen die Spannun- gen anzuheizen.
Herr Vollmer, entweder haben Sie es nicht gelesen oder be- wusst unterschlagen: Die Interpellation wurde 1989 einge- reicht, und es ist nicht Herr Rychen, der bestimmt, wann diese Diskussion hier stattfindet! Ich weise diese Anschuldigung ganz klar zurück, um so mehr, als Sie wissen, dass im Kanton Bern dieses Thema kein Wahlthema ist.
Aber wenn diese Interpellation hier auf der Traktandenliste er- scheint, muss ich dazu sprechen. Es ist keine Schande, wenn man Verfassungswidrigkeiten anprangert, und es ist auch keine Schande, wenn man die Sorge der Mehrheit der Bevöl- kerung im Berner Jura zum Ausdruck bringt. Ich bitte Sie, Herr Vollmer, dieses Problem etwas ernster zu nehmen.
Dietrich: Sie wissen es, ein Drittel meiner Wähler wohnt im Südjura, im bernischen Jura. Meine Wähler sagen - die mei- sten sind Separatisten -: le Jura sud. Ich habe während dieser vier Jahre und schon vorher immer versucht, vermittelnd zu wirken. Ich kann Ihnen auch sagen, dass ein grosser Teil - nicht alle, ich gebe das zu - meiner Wähler, die Separatisten sind, die Uebergriffe und Aktionen der Béliers genauso verur- teilen wie es Kollege Etique getan hat - aber auch die Ueber- griffe der Sangliers. Wenn man schon aufzählt, müsste man vielleicht auch sehen, was in der Nähe von Flüelen am Weg der Schweiz passiert ist, wo man im Zusammenhang mit dem Laufental, das vielleicht zu Baselland kommt, die Anlagen von Baselland zusammengeschlagen hat.
Ich bitte den Bundesrat, im Sinne der gemeinsamen Ziele wei- terzukämpfen und, nachdem wir schon in diesem Jahr das
N
19 septembre 1991
1584
Jura. Interventions personnelles
Wort «Begegnung» gross schreiben, das «Rede-mitenand» zwischen den Parteien weiterzuführen und Lösungen zu suchen. Ich glaube, es haben immer alle ein wenig recht in ih- ren Ansichten. Wenn man versucht, auf die andere Seite zu ge- hen und die Dinge von jenem Standpunkt aus zu betrachten, sieht man ein, dass auch dort etwas Recht vorhanden ist, und umgekehrt kommt man zur Einsicht, dass auch der Gegner vielleicht recht hat. So ist es wahrscheinlich möglich, einen Kompromiss und eine Lösung zu finden. Wir hoffen, dass es dem Bundesrat und allen, die sich in diesem Sinne einsetzen, gelingen wird.
Bundesrat Koller: Zuzugeben ist, dass sich aufgrund ver- schiedener Ereignisse die Stimmung nicht verbessert, son- dern eher verschlechtert hat. Wir sollten aber diese Stimmung nicht unnötig dramatisieren. Es tut im Gegenteil gut, wenn wir uns zur Glättung der Emotionen einleitend die diesbezügliche Rechtslage in Erinnerung rufen.
Nach richtigem Verständnis des föderalistischen Staatsauf- baus und der bundesstaatlichen Verteilung der Verantwort- lichkeiten und Kompetenzen ist es in erster Linie Aufgabe der Kantone, für ihre Souveränität und territoriale Integrität sowie für Ruhe und Ordnung und für die verfassungsmässige Aus- übung der Freiheiten und Rechte der Bürger auf ihrem Gebiet zu sorgen.
Der Bund, und für den Bund in erster Linie der Bundesrat, übernimmt die Verantwortung nur dort und schreitet erst dann ein, wenn die kantonseigenen Kräfte dazu nicht mehr ausrei- chen beziehungsweise wenn die Eidgenossenschaft als Gan- zes betroffen ist.
Wenn daher die kantonalbernische Regierung jüngste Ge- schehnisse wie die Unterstützung der «Stiftung für die Wieder- vereinigung» oder die Volksinitiative «Unir» als Verletzung der bernischen Gebietshoheit und Souveränität erachtet, so steht es dem Kanton Bern frei, diese mit staatsrechtlicher Klage als Streitigkeiten staatsrechtlicher Natur zwischen den Kantonen durch das Bundesgericht beurteilen zu lassen. Der Kanton Bern hat das in bezug auf die Initiative «Unir» gemacht. Der entsprechende Fall ist beim Bundesgericht hängig.
Jetzt beantworte ich die Frage von Frau Aubry: Der Bundesrat vertritt nach wie vor den Standpunkt, dass die demokratisch getroffenen Entscheidungen in der Jurafrage zu respektieren und Versuche, diese zu missachten oder zu missdeuten, zu verurteilen sind.
Ich gehe ebenfalls auf die zurückgezogene Motion von Herrn Spielmann ein: Das Bundesgericht hat in der Zwischenzeit die Klagelegitimation des Kantons Jura verneint. Damit ist für den Bundesrat klar, dass der bernische Verfassungszusatz von 1970 mit dem letzten Plebiszit über die Kantonszugehörigkeit des Laufentals erschöpft ist. Das ist die Rechtslage.
Demgegenüber müssen wir festhalten, dass territoriale Verän- derungen in unserem Staat möglich sind und möglich bleiben müssen, aber nur unter Einhaltung demokratischer Spielre- geln und in den Schranken der Rechtsordnung. Deshalb habe ich in einer Fragestunde im März dieses Jahres den entspre- chenden Beschluss des jurassischen Parlamentes betreffend die Gemeinde Vellerat klar zurückgewiesen, weil die bundes- rechtlichen Regeln nicht beachtet worden sind. Das zum rechtlichen Aspekt dieser Frage.
Das Problem ist in erster Linie jedoch politischer Natur; es muss deshalb mit politischen Mitteln angegangen werden. Aus diesem Grund hat der Bundesrat schon im letzten Jahr auf entsprechende Ersuchen beider Kantone - sowohl Bern als auch Jura - ausdrücklich erklärt, er sei bereit, die anbegehrte Vermittlung zwischen beiden Kantonen an die Hand zu neh- men.
Nach ersten informellen Kontakten mit beiden Regierungen darf ich Ihnen sagen, dass wir in diesem Frühjahr ein erstes gemeinsames Gespräch mit beiden Delegationen durchge- führt haben. Dieses erste Gespräch zwischen Delegationen beider Kantonsregierungen ist durchaus in einem positiven und konstruktiven Geist erfolgt. Ich bin zuversichtlich, dass es uns im Rahmen dieser Vermittlung - die, das liegt im Wesen der Vermittlung, immer im Einverständnis mit beiden Kantons- regierungen erfolgen muss - gelingen wird, Regeln für das
freundeidgenössische Einvernehmen zu entwickeln, an die sich beide Parteien zu halten haben.
Der Bundesrat wird nichts unterlassen und alles in seiner Macht Stehende tun, um im Rahmen dieser aktiven Vermitt- lung, wie sie ebenfalls von Herrn Jeanneret gefordert wurde, die Bundestreue und die Regeln freundeidgenössischen Ein- vernehmens zwischen diesen beiden Kantonen durchzuset- zen. Das ist der schwierige Auftrag, den der Bundesrat zurzeit hat. Die ersten Gespräche, die wir geführt haben, machen mich aber zuversichtlich.
Ich möchte alle Direktbeteiligten bitten, nichts zur Dramatisie- rung der Lage beizusteuern, sondern alles zu unternehmen, damit das freundeidgenössische Einvernehmen zwischen diesen beiden Kantonen wirklich gewährleistet werden kann. Ich habe gerne zur Kenntnis genommen, dass Herr Spiel- mann angesichts dieser aktiven Mediation des Bundesrates bereit ist, auf seine Motion zu verzichten.
Motion 91.3076 Zurückgezogen - Retiré
Schluss der Sitzung um 12.40 Uhr La séance est levée à 12 h 40
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Aubry Einmischung des Kantons Jura in die Angelegenheiten des Kantons Bern Interpellation Aubry Ingérence du canton du Jura dans le canton de Berne
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1991
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.704
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.09.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
1579-1584
Page
Pagina
Ref. No
20 020 314
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