Entwicklungsländer. Zollpräferenzensystem
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Landwirtschaft und das Bundesamt für Sozialversicherung mit der Wohnungspolitik. Sehr oft stellt die Wohnbaupolitik auch einen Nebenaspekt bei der Erfüllung anderer Aufgaben dar. Die Zusammenfassung sämtlicher wohnungspolitischer Massnahmen bei einer Bundesstelle dürfte deshalb zu weit gehen. Die Wohnungsfürsorge für das Bundespersonal etwa will die Attraktivität des Bundesdienstes steigern und gehört damit als personalpolitisches Instrument klar zum Aufgaben- bereich des EFD. Insbesondere im technischen und qualitati- ven Bereich der Wohnbauförderung und der Wohnungsver- sorgung des Bundes bestehen jedoch gewisse Ueberschnei- dungen. Deshalb klärt der Bundesrat im Rahmen der in Gang gesetzten Ueberprüfung der Organisation der Bundesverwal- tung insbesondere auch weitere mögliche Regelungen der Zuständigkeiten für wohnungspolitische Massnahmen näher ab.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- dein.
Loeb: Ich bin mit der Umwandlung in ein Postulat einverstan- den.
Ich bitte aber den Bundesrat, wirklich zu schauen, dass in der gesamten Bundesverwaltung die gleichen Instrumentarien angewendet werden - auch im Finanzdepartement, wo es ja vornehmlich darum geht, Wohnbau für die Bundesangestell- ten zu betreiben. Ich glaube, dass wir gesamthaft mit gleichen Ellen messen müssen. Wir können nicht verschiedene Masse haben, je nachdem, ob nun jemand in den Bundesdiensten ist oder nicht. Dass es ein Instrument ist für die Personalförde- rung, ist ganz selbstverständlich, aber wir sollten die gleichen Instrumentarien anwenden. Wir haben ja im Bundesamt für Wohnungswesen die entsprechenden Instrumentarien ge- schaffen. Da ist es einfach nicht einsichtig, dass die verschie- denen Departemente verschiedene Arten von Förderung be- treiben und unterschiedliche Instrumentarien verwenden. Ich bitte also den Bundesrat darum, dass er sich überlegt, ob er eventuell in Form einer Untersuchung, also einer möglichen Prüfung - von aussen oder durch eigene Mittel - der Frage nachgehen sollte, ob da nicht eine Verbesserungsmöglichkeit bestünde.
Ich möchte dem Bundesrat danken, dass er bereit ist, mein Anliegen als Postulat anzunehmen und die nötigen Massnah- men zu ergreifen.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
91.017
Entwicklungsländer. Zollpräferenzensystem Pays en développement. Système de préférences douanières
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Februar 1991 (BBI | 1410) Message et projet d'arrêté du 20 février 1991 (FF | 1342) Beschluss des Ständerates vom 13. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 13 juin 1991 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Herr Oehler unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Der letztmals um zehn Jahre verlängerte Zollpräferenzenbe- schluss läuft am 29. Februar 1992 aus. Der Bundesrat bean- tragt eine Verlängerung um fünf Jahre, weil im Lichte der Re- sultate der Uruguay-Runde und eventuell der EWR-Verhand-
lungen der Umfang der schweizerischen Zollpräferenzen ge- prüft werden muss. Die vom Bundesrat während der Geltungs- zeit getroffenen Massnahmen werden wie bisher jeweils in den halbjährlich erscheinenden Berichten über zolltarifarische Massnahmen dem Parlament unterbreitet. Dieses entscheidet dann darüber, ob diese Massnahmen in Kraft bleiben können oder nicht.
Mit der Gewährung von Zollpräferenzen an die Entwicklungs- länder durch die Industrieländer sollen die Importe von verar- beiteten Produkten aus Entwicklungsländern gefördert wer- den, damit sich diese Länder von ihrer Abhängigkeit von den Rohstoffen befreien können. Aufgrund dieser Idee entwickelte die Uno-Konferenz für Handel- und Entwicklung (Unctad) das seit 1972 bestehende allgemeine Präferenzensystem (APS). Dieses System berücksichtigt die unterschiedlichen Inter- essen der Industrieländer und deren Zollschutzsysteme. Das APS besteht somit aus einer Reihe von nationalen Schemen, die auf gemeinsamen Zielen und Prinzipien aufgebaut sind. Diese Schemen sind alle als einseitige und autonome Mass- nahmen konzipiert. Die Eingliederung des APS in das multila- terale Handelssystem erforderte eine Ausnahme von den Gatt-Satzungen im Zusammenhang mit der Meistbegünsti- gungsklausel. Die Industrieländer wurden ermächtigt, die Ent- wicklungsländer bevorzugt zu behandeln, ohne diese Vor- zugsbehandlung auch den anderen Vertragsparteien zuge- stehen zu müssen. Als langfristiges Ziel wird aber die völlige Integrierung der Entwicklungsländer in das internationale Handelssystem angestrebt.
Die Ausnützungsquote, d. h. der Teil der Importe mit mögli- chen APS-Zollvergünstigungen, für den effektiv Präferenzen verlangt und erteilt wurden, ist bezüglich der Schweiz mit einer seit 1972 unverändert gebliebenen Ausnützungsquote zwi- schen 35 und 40 Prozent die niedrigste aller OECD-Länder. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass unser Land be- deutende Importe an Metallen und Edelsteinen tätigt, die wohl von einer präferentiellen Behandlung profitieren könnten, wel- che aber in Anbetracht der unbedeutenden Zollbelastung (we- niger als ein halbes Prozent) nur selten verlangt wird. Schliesst man diese Importe aus, dann bewegt sich die Ausnutzung in der Grössenordnung von 65 Prozent, eine Quote, die durch- aus vergleichbar ist mit jener der Mehrheit der OECD-Länder. Zudem weist die Schweiz für Industrieprodukte von allen OECD-Ländern die handelsanteilmässig gewichtete niedrig- ste durchschnittliche Zollbelastung auf (2,2 Prozent vor der Uruguay-Runde).
Das schweizerische Präferenzensystem wird in erster Linie auf die Industriegüter der Kapitel 25 bis 99 des Gebrauchszollta- rifs angewendet. Ausnahmen bestehen bei jenen Produkten, wo die Entwicklungsländer besonders wettbewerbsfähig sind. Bei diesen Produkten beträgt der präferentielle Zollansatz 50 Prozent des Normaltarifs. Die Schweiz ist das einzige Land, welches in seinem Präferenzensystem keine mengenmässi- gen Beschränkungen oder den Ausschluss von Textilien und Bekleidungen vorsieht.
'Obwohl die Wirkung der Zollpräferenzen begrenzt sind, denkt kein einziges Industrieland daran, die Zollpräferenzen in na- her Zukunft ausser Kraft zu setzen.
Die Gewährung von Zollpräferenzen ist mit Einbussen bei den Zolleinnahmen verbunden. Von 1972 bis 1984 belief sich der kumulierte Einnahmeausfall auf 295,5 Millionen Franken. Die Verlängerung des Präferenzenschemas bewirkt keine zusätzli- che Verminderung der Zolleinnahmen. Die Verlängerung des Präferenzenbeschlusses hat keine Erhöhung des Personalbe- stands zur Folge. Die Ausführung des Präferenzenbeschlus- ses obliegt ausschliesslich dem Bund.
M. Oehler présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Depuis 1972, la Suisse accorde des préférences tarifaires douanières généralisées aux pays en développement.
L'arrêté sur les préférences douanières, prolongé de dix ans en 1981, arrivera à échéance le 29 février 1992. Le Conseil fé- déral propose une nouvelle prolongation de cinq ans: il sera en effet nécessaire de réexaminer l'étendue des préférences
Investissements en faveur des régions de montagne
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N 24 septembre 1991
octroyées par la Suisse à la lumière des résultats du cycle d'Uruguay et, le cas échéant, des négociations sur l'EEE. Les mesures que le Conseil fédéral prendra durant la période de prolongation seront soumises au Parlement, comme par le passé, dans le cadre du rapport semestriel concernant les mo- difications du tarif d'usage des douanes suisses. L'Assemblée fédérale décidera alors de maintenir ou de supprimer ces me- sures.
En octroyant des préférences tarifaires douanières aux pays en développement, les nations industrialisées encouragent les importations de produits manufacturés provenant des pays en développement et permettent à ces derniers de se li- bérer de leur dépendance à l'égard des produits de base. S'inspirant de cette idée, la Conférence des Nations Unies sur le commerce et le développement (CNUCED) a développé le système généralisé de préférences tarifaires (SGP) institué en 1972. Ce système tient compte des divers intérêts et systèmes de protection douanière des pays industrialisés. Le SGP est ainsi un ensemble de schémas nationaux fondés sur des ob- jectifs et des principes communs. Ces schémas sont tous con- çus comme une mesure unilatérale et autonome. L'intégration du SGP dans les mécanismes du commerce international mul- tilatéral a nécessité une dérogation aux principes du GATT, en relation avec la clause de la nation la plus favorisée. Les na- tions industrialisées ont été autorisées à accorder un traite- ment préférentiel aux pays en développement sans devoir consentir ces mêmes avantages aux autres parties contrac- tantes. Mais l'objectif à terme reste l'intégration totale des pays en développement au commerce mondial.
Pour la Suisse, le taux d'utilisation, c'est-à-dire la part des im- portations éligibles au titre du SGP pour laquelle les préféren- ces ont été effectivement demandées et accordées, est resté stable depuis 1972 et a oscillé entre 35 et 40 pour cent; ce taux est le plus faible des pays de l'OCDE et s'explique notamment par l'importance de nos importations de pierres et de métaux précieux qui, bien que pouvant bénéficier d'un traitement pré- férentiel, ne font que rarement l'objet d'une demande eu égard à l'incidence tarifaire insignifiante (moins d'un demi pour cent). Si l'on ne tient pas compte de ces importations, le taux d'utilisation s'élève à quelque 65 pour cent, taux comparable à celui de la majorité des pays de l'OCDE. En outre, la Suisse af- fiche le taux moyen pondere le plus bas des pays de l'OCDE pour ce qui est de l'ensemble des produits industriels (2,2 pour cent avant le cycle d'Uruguay).
Le schéma suisse de préférences tarifaires s'applique en pre- mier lieu aux produits industriels des chapitres 25 à 99 du tarif d'usage des douanes. Les exceptions concernent les produits pour lesquels les pays en développement sont particulière- ment compétitifs. Pour ces marchandises, le taux préférentiel correspond à 50 pour cent du droit normal. La Suisse est le seul pays qui ne prévoit pas, dans son régime préférentiel, de restrictions quantitatives ou d'exclusions de produits des sec- teurs du textile et de la confection.
Si les effets des préférences tarifaires douanières sont limités, aucun pays industrialisé ne songe à abolir un tel système.
L'octroi de préférences tarifaires douanières est lié à des per- tes de recettes douanières: les pertes cumulées se sont éle- vées à 295,5 millions de francs pour la période de 1972 à 1984. La prolongation de l'arrêté sur les préférences tarifaires n'en- traînera pas d'autre diminution des recettes douanières et ne nécessitera aucune augmentation de l'effectif du personnel; son exécution est de la seule compétence de la Confédéra- tion.
Antrag der Kommission
Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss über die Gewährung von Zollpräferenzen zugunsten der Entwicklungsländer zuzu- stimmen.
Proposition de la commission
La Commission unanime vous propose d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral concernant l'octroi de préférences tarifaires en faveur des pays en développement.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I, II Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I, II Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 79 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
91.020
Investitionshilfe an die Berggebiete Investissements en faveur des régions de montagne
Botschaft und Beschlussentwurf vom 4. März 1991 (BBI | 1548) Message et projet d'arrêté du 4 mars 1991 (FF | 1472)
Beschluss des Ständerates vom 10. Juni 1991 Décision du Conseil des Etats du 10 juin 1991 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Bürgi, Berichterstatter: Das Bundesgesetz über Investitions- hilfe für Berggebiete strebt durch gezielte Massnahmen eine Angleichung der Lebensbedingungen zwischen wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich starken Gebieten unseres Lan- des an. Die Bundeshilfen werden auf Antrag und durch Ver- mittlung der Kantone gewährt, die jeweils eine gleichwertige Leistung zu erbringen und die Haftung für Verluste auf Investi- tionshilfeverpflichtungen zu übernehmen haben. Damit sol- che finanziellen Hilfen überhaupt ausbezahlt werden können, müssen sich die Regionen - das sind gewöhnlich ganze Tal- schaften - zusammenschliessen und gemeinsam Entwick- lungskonzepte ausarbeiten. Seit Inkrafttreten des Investitions- hilfegesetzes im Jahre 1975 wurden vom Bund 54 Regionen anerkannt, welche die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Das so abgegrenzte schweizerische Berggebiet umfasst etwa zwei Drittel der Landfläche, gegen einen Viertel unserer Bevöl- kerung und total 1250 Gemeinden.
Damit diese Konzepte dem neuesten Stand angepasst wer- den, hat das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement im Jahre 1989 neue Richtlinien für die Berggebietsförderung, das heisst für die Ausarbeitung einer zweiten Generation von Ent- wicklungskonzepten erlassen. Inzwischen sind bereits mehr als 20 Regionen mit der Revision ihres Entwicklungskonzep- tes beschäftigt. Bis Ende 1990 wurden Investitionshilfedarle- hen an 3723 Projekte in der Höhe von 1,103 Milliarden Fran- ken ausgerichtet. Das damit zusammenhängende Gesamtin- vestitionsvolumen beläuft sich auf rund 6,9 Milliarden Fran- ken. Die starke Beanspruchung des Fonds führte 1984 zu ei- ner ersten Aufstockung von 500 Millionen Franken auf 800 Mil-
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Entwicklungsländer. Zollpräferenzensystem Pays en développement. Système de préférences douanières
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Herbstsession
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Sessione
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Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.017
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.09.1991 - 08:00
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Data
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