Postulat Schnider
1989
Texte du postulat du 21 juin 1991
Le Conseil fédéral est invité à tenir compte de manière appro- priée des agriculteurs travaillant la terre à titre accessoire lorsqu'en application des nouveaux articles 31a et 31b de la loi sur l'agriculture il introduira les paiements directs. Il veillera de même à ne pas pénaliser les agriculteurs de montagne par rapport à ceux de la plaine à qui les paiements directs vont être étendus.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bürgi, Columberg, Keller, Kühne, Ruckstuhl, Schnider (7)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Berggebiet und insbesondere in allen Randgebieten wird der Sektor Landwirtschaft zum grössten Teil durch die Neben- erwerbslandwirtschaft abgedeckt. Grösstenteils handelt es sich um Kleintierhalter, d. h. Halter von Schafen und Ziegen. Diese Nebenerwerbslandwirte sind für die Berg- und Randre- gionen aus verschiedenen Gesichtspunkten gesehen von ei- ner entscheidenden Bedeutung. Ohne Nebenerwerbsbewirt- schaftung würden viele Randgebiete nicht mehr landwirt- schaftlich genutzt. Diese Nutzung ist für die Erhaltung einer gepflegten Landschaft und zum Schutz gegen Naturgewalten von grösster Bedeutung. Alle diese Nebenerwerbslandwirte und hierbei vor allem die Kleinviehhalter (Schafe und Ziegen) erbringen durch ihre nebenberufliche Tätigkeit eine Leistung, die durch den Staat als gemeinwirtschaftliche Aufgabe zu ent- schädigen ist. Mit der Förderung der Nebenerwerbslandwirte kann man die Abwanderung aus den Berggebieten stoppen oder wenigstens massgeblich verhindern.
Insbesondere sollen durch die Direktzahlungen das Bergge- biet und die Randregionen gegenüber dem Talgebiet besser- gestellt werden. Neben den Kriterien der Fläche sind die Standortnachteile mit erschwerten Produktionsbedingungen, aber auch der Einkommensrückstand beim Paritätslohn in den regionalpolitisch benachteiligten Regionen zu berück- sichtigen.
Die SAB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Bergge- biete) warnt davor, kleine Betriebe, insbesondere im Bergge- biet, von den Unterstützungsmassnahmen auszuschliessen. Der Trend in der neuen Agrarpolitik ist unverkennbar, Kleinbe- trieben keine Bundesmittel zukommen zu lassen und diese als zukünftige Aufstockungsflächen für grössere Bauern vorzuse- hen. Diese Betriebe erbringen gemeinwirtschaftliche Leistun- gen wie Erhaltung der Kulturlandschaft und der dezentralen Besiedlung im gleichen Masse wie grössere Betriebe, und sie sollen auch dafür entschädigt werden. Der Versuch der Aus- grenzung könnte dazu führen, dass das Parlament die Mittel für eine neue Agrarpolitik zugunsten der grossen Betriebe nicht bewilligen würde.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
91.3249
Postulat Schnider Kostenbeiträge an Viehhalter im Berggebiet und in der voralpinen Hügelzone Contributions aux frais des détenteurs de bétail de la région de montagne et de la région préalpine des collines
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1991
Der Bundesrat wird eingeladen, die Alpung bei der Berück- sichtigung der Rauhfuttergrundlage stärker zu gewichten, und zwar wie folgt:
Rindvieh, Kleinvieh und Pferde: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Pro- zent; 91 bis 120 Tage Alpung 35 Prozent; über 120 Tage Al- pung 45 Prozent.
Zudem wird der Bundesrat ersucht zu prüfen, die Milchschafe in bezug auf die Beitragshöhe den Milchziegen gleichzustel- len.
Texte du postulat du 21 juin 1991
Le Conseil fédéral est invité, en tenant compte de la base four- ragère, à augmenter la pondération du temps d'alpage comme il suit:
Bovins, ovins, caprins et équidés: de 60 à 90 jours d'alpage 25 pour cent; de 91 à 120 jours 35 pour cent; plus de 120 jours 45 pour cent.
En outre, il est prié d'examiner la possibilité d'assimiler les bre- bis laitières aux chèvres soumises au contrôle laitier en ma- tière d'octroi des contributions.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Blatter, Bonny, Bundi, Burgi, Columberg, Dietrich, Engler, Eppenberger Susi, Fäh, Hari, Hildbrand, Hösli, Jung, Kühne, Müller-Wiliberg, Nussbaumer, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schwab, Seiler Rolf, Steinegger, Tschuppert, Wanner (24)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Kostenbeiträge werden heute nur für Tiere ausgerichtet, für die eine angemessene Rauhfuttergrundlage vorhanden ist. Wer- den Tiere gealpt, vermindert sich die minimale landwirtschaftli- che Nutzfläche je GVE nach der geltenden Verordnung wie folgt:
a. Rindvieh und Tiere der Pferdegattung: 60 bis 90 Tage Al- pung 25 Prozent; 91 und mehr Tage Alpung 35 Prozent.
b. Ziegen und Schafe: 60 bis 90 Tage Alpung 25 Prozent; 91 bis 120 Tage Alpung 30 Prozent; über 120 Tage Alpung 40 Prozent.
Durch diese heutige Regelung werden vor allem Rindviehhal- ter mit einer langen Alpdauer (z. B. 150 Tage) benachteiligt, in- dem die Kostenbeiträge wegen ungenügender Rauhfutter- grundlagen gekürzt werden. Diese Kürzung ist ungerechtfer- tigt, weil diese Landwirte durch die lange Alpzeit auf dem Stammbetrieb mit einer niedrigeren Rauhfuttergrundlage aus- kommen.
Die Milchschafe sind den Milchziegen gleichzustellen, da der Aufwand für die Haltung der Milchziegen wie der Milchschafe gleich gross ist.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
70-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Schnider Kostenbeiträge an Viehhalter im Berggebiet und in der voralpinen Hügelzone
Postulat Schnider Contributions aux frais des détenteurs de bétail de la région de montagne et de la région préalpine des collines
In
Dans
In
Jahr
1991
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3249
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
04.10.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
1989-1989
Page
Pagina
Ref. No
20 020 430
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.